Isomatten

Kaufberatung Isomatten

Bist du auf der Suche nach einer Isomatte, die deinen Anforderungen entspricht? Dann informiere dich hier über die gängige Produktvielfalt und finde einen guten Überblick, welche Art von Isomatten für dich in Frage kommt.

Hinweis: Es handelt sich um Empfehlungen nach bestem Wissen und Gewissen. Bitte beachte immer die Sicherheitshinweise der Isomatten-Hersteller und achte auf eine sichere und sorgsame Handhabung deiner Ausrüstung.

Was soll deine Isomatte können?

Eine Isomatte hat zwei primäre Aufgaben: Zum einen soll sie die Schlafqualität sichern, unabhängig davon, auf welchem Untergrund du schläfst, ohne dass du am nächsten Tag körperlich beeinträchtigt bist. Zum anderen soll sie dich vor dem Auskühlen schützen und eine Barriere zwischen dem kalten Boden und deinem Körper bilden. Damit wird auch gewährleistet, dass dein Schlafsack seine Funktion entsprechend wahrnehmen kann.

Du solltest dir zunächst folgende Fragen stellen:

  • Wie bist du unterwegs? Was ist dein Einsatzbereich?
  • In welchen Saisons bzw. in welchem Kältegrad bist du unterwegs?
  • Welchen Komfort benötigst du?
  • Wie viel Geld möchtest du investieren?

Einsatzbereich

Beim Einsatzbereich spielt das Gewicht eine maßgebliche Rolle. Ein Camper ist unabhängiger von der Gepäcklast als ein Backpacker, der alles selbst im Rucksack mit sich tragen muss. Bist du für mehrere Wochen auf Expedition in kalten Regionen unterwegs, solltest du nicht nur auf Gewicht und Packmaß achten, sondern auch auf eine gute Isolation. Auch die Größe bzw. Auflagefläche einer Isomatte sollte nicht unbeachtet bleiben – Isomatten speziell für Damen fallen kürzer aus, wodurch auch der Ballast reduziert wird.

Welche Arten von Isomatten gibt es?

Schaumstoffmatten
Die einfachsten Isomatten sind dir wahrscheinlich noch aus Kindertagen bekannt, etwa von lauen Sommernächten im Zeltlager. Sie sind leicht, günstig und robust. Jedoch sind sie auch sperrig und bieten kaum Isolierung.

Luftbefüllte Isomatten
Diese Matten erhöhen den Schlafkomfort bei steinigem Untergrund durch die mit Luft befüllten Kammern und bieten zusätzlich eine ausreichende Isolierung in wärmeren Nächten. Die meisten der erhältlichen Isomatten sind selbstaufblasend.

In dieser Kategorie kommen Preisunterschiede durch diverse technische Innovationen zustande. Zum einen sollen sie die Langlebigkeit unterstützen, zum anderen die Wärmespeicherung erhöhen, sodass du auch im Übergang der Jahreszeiten nicht auskühlst. Ziel ist es, auf zusätzliches Gewicht durch Isolierungsmaterial zu verzichten und dadurch ein geringes Packmaß zu gewährleisten. Daher ist diese Art von Matten besonders leicht und kompakt.

Isolierte Isomatten
Als Isolationsmaterial kommen üblicherweise Schaumstoff, Synthetikfasern oder Daunen zum Einsatz. Der Schaumstoffkern ist die preisgünstigste Variante – hier machen Verarbeitung und Qualität des Schaumstoffs den Unterschied. Gestanzte Schaumstoffe wirken sich positiv auf ein geringeres Packmaß aus. Die Qualität entscheidet meist darüber, ob die Isomatte für alle Jahreszeiten geeignet ist; manche sind sogar winterfest, was sich allerdings auf Packmaß und Gewicht niederschlägt. Vorteil dieser Matten ist, dass sie sehr robust und langlebig sind.

Synthetikfasern imitieren das Verhalten der Wärmespeicherung von Daunen: In diesem Fasergeflecht entstehen unzählige kleine Luftkammern, die die abstrahlende Körperwärme „gefangen“ halten. Man verzichtet auf den Einsatz von Tierprodukten, was sich positiv auf Natur- und Tierschutz sowie den Geldbeutel auswirkt – allerdings mit einem geringen Leistungsabfall beim Isolationsvermögen gegenüber Daune. Die Eigenschaften von Kunstfasern haben sich in den letzten Jahren aber erheblich weiterentwickelt. Die meisten Modelle namhafter Hersteller sind sowohl in Synthetik- als auch in Daunenvariante erhältlich; beide eignen sich für vier Jahreszeiten, viele davon winterfest bei ansprechendem Gewichtsverhältnis, was sie auch für Expeditionen interessant macht.

Pflegehinweis: Egal für welche Variante du dich entscheidest – wir empfehlen einen Pumpsack zum Auf- bzw. Nachpumpen. Er soll verhindern, dass sich Feuchtigkeit aus der Atemluft im Inneren der Matte absetzt und Schimmel bildet. Insbesondere bei Isomatten mit Daunenfüllung ist das wichtig.

Was ist der R-Wert?

Welches Isolationsvermögen eine Isomatte aufweist, zeigt der R-Wert, genauer der Wärmedurchgangskoeffizient (engl. R-Value). Je höher der R-Wert, desto höher ist der Wärmewiderstand des Materials, d.h. desto weniger Wärme wird weitergeleitet. Seinen Ursprung hat der Wert übrigens in der Baustoffbranche.

Wichtig: Dieser Wert stellt zwar einen Leistungsvergleich unterschiedlicher Isomatten dar, sollte aber nicht als alleiniger Richtwert gelten, da Kälte und Komfort individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Zudem bilden Isomatte und Schlafsack gemeinsam ein Schlafsystem – du solltest daher den Temperaturbereich deines Schlafsacks in die Kaufentscheidung einbeziehen. Ein dünner Schlafsack mit einer dicken Isomatte macht zum Beispiel wenig Sinn.

Passendes Zubehör und weitere Camping-Ausrüstung

Zur Isomatte gehört meist noch mehr Ausrüstung fürs Camp: Ein zuverlässiger Kocher und passendes Kochgeschirr sorgen für die Verpflegung unterwegs, eine gute Lampe oder Taschenlampe bringt Licht ins Zelt und ein praktisches Multitool ist für kleine Reparaturen immer hilfreich. Für die Körperhygiene unterwegs und leichte Outdoor Nahrung lohnt sich ebenfalls ein Blick in unser Sortiment. Übersicht über weitere Camping-Ausrüstung findest du in der Kategorie Outdoor + Camping.

Bewährte Marken für Isomatten und Schlafsysteme in unserem Sortiment sind unter anderem Exped, Sea to Summit, Therm-A-Rest und Vaude.

Häufige Fragen

Welche Isomatte ist die richtige für mich?
Das hängt von Einsatz, Jahreszeit und Komfortanspruch ab: Schaumstoffmatten sind robust und günstig, aber sperrig; selbstaufblasende Matten verbinden Komfort und Isolation; aufblasbare Luftmatratzen haben das kleinste Packmaß und geringes Gewicht.

Was bedeutet der R-Wert?
Der R-Wert beschreibt die Isolationsleistung gegen Bodenkälte – je höher, desto wärmer. Für den Sommer reichen rund 2–3, für Touren in Kälte und Winter sollten es 4–5 oder mehr sein.

Wie dick sollte eine Isomatte sein?
Mehr Dicke bedeutet mehr Komfort, besonders für Seitenschläfer. Leichte Trekkingmatten liegen oft bei 5–7 cm, Komfortmodelle fürs Camping deutlich dicker.

Selbstaufblasend oder aufblasbar?
Selbstaufblasende Matten sind robuster und meist wärmer, aufblasbare Matratzen sind leichter und packen kleiner. Für Trekking zählt das Packmaß, fürs Auto-Camping eher der Komfort.