Kletterhelme

Kletterhelme – Kopfschutz für Fels, Eis und Klettersteig

In allen Situationen beim Bergsteigen, wo man sich in oder unter einer Steilwand befindet, ist das Tragen eines Kletterhelmes selbstverständlich. Fels- oder Eisschlag, herabfallende Ausrüstung oder Stürze können schnell zu lebensgefährlichen Kopfverletzungen führen.

Welcher Helm ist der richtige für mich?

Der Markt bietet mittlerweile eine große Auswahl an verschiedenen Helmen. Sicherheitsbedenken muss man bei keinem Modell haben, denn alle müssen zur Zulassung strenge Normen erfüllen.

Wichtig ist besonders die Passform, der Helm sollte auch bei langem Tragen nicht drücken oder zu Kopfschmerzen führen. Leichte Helme sind besonders angenehm, sie beschweren den Kopf weniger und entlasten so den Nacken. Gerade im Sommer ist auch die Belüftung ein wichtiges Kriterium, denn Hitzestau unter dem Helm ist sehr unangenehm und verschlechtert Laune und Konzentration.

Hartschale, Hartschaum oder Hybrid

Allgemein wird zwischen Hartschalenhelmen und Hartschaumhelmen unterschieden. Während Hartschalenhelme etwas mehr Robustheit und meist eine längere Lebensdauer bieten, sind Hartschaumhelme echte Leichtgewichte und oftmals besser belüftet. Hybridhelme mit einer dünnen Schale zum Schutz des Hartschaums sind ein guter Kompromiss und verbinden die positiven Eigenschaften beider Bauarten.

Praktische Details

Auch nützliche Details können die Kaufentscheidung beeinflussen: Für Alpinisten und Bergsteiger ist eine gute Befestigungsmöglichkeit für Stirnlampen wichtig, speziell für Eiskletterer die Möglichkeit, ein Visier anzubringen. Wer besonders viel Wert auf ein geringes Packmaß legt, kann ein Modell mit einklappbaren Seitenwangen wählen. Selbstverständlich gibt es auch spezielle Modelle für Kinder und junge Bergbegeisterte.

Wichtig: Erneuern Sie Ihren Helm nach größeren Belastungen, etwa nach Treffern durch Eis- oder Steinschlag, und überprüfen Sie Hartschaumhelme regelmäßig auf Haarrisse.

Tipp: Manche Modelle erfüllen auch die Normen für andere Sportarten wie Radfahren, Skaten, Wildwasserfahren oder sogar Reiten. Vielseitige Sportler können so mit nur einem Modell mehrere Sportarten abdecken und Geld sparen.

Passendes Zubehör und weitere Kletterausrüstung

Zum Kletterhelm gehört meist auch der Rest der Grundausstattung: Klettergurte, Kletterseile und Hardware und Karabiner. Für den Zustieg lohnt sich der Blick auf Kletterschuhe und Zustiegsschuhe, für gesicherte Touren am Fels die Klettersteigausrüstung. Einen Überblick über die gesamte Kletterausrüstung finden Sie in der übergeordneten Kategorie.

Kletterhelme namhafter Hersteller wie Petzl, Edelrid, Black Diamond und Mammut finden Sie in unserem Sortiment.

Häufige Fragen

Welcher Kletterhelm ist der beste?
Das hängt vom Einsatz ab: Leichte, gut belüftete Inmold-Helme eignen sich für Sportklettern, robuste Hartschalenhelme für Mehrseillängen und steinschlaggefährdetes Gelände. Wichtig sind Passform, Gewicht und gute Belüftung.

Warum kann man keinen Fahrradhelm zum Klettern nehmen?
Kletterhelme sind nach EN 12492 auf Steinschlag von oben und seitliche Stöße ausgelegt, Fahrradhelme (EN 1078) vor allem auf den Frontalaufprall. Die Schutzwirkung ist unterschiedlich – ein Fahrradhelm ersetzt keinen Kletterhelm.

Wie lange darf man einen Kletterhelm verwenden?
Nach einem harten Schlag oder Steinschlag sollte der Helm sofort ersetzt werden, auch ohne sichtbaren Schaden. Ansonsten gilt die Herstellerangabe zur Lebensdauer (häufig rund 5–10 Jahre).

Hartschale, Hybrid oder Inmold?
Hartschalenhelme sind besonders robust und günstig, aber schwerer. Inmold-Helme sind leicht und gut belüftet. Hybridhelme kombinieren eine stabile Schale mit leichter Bauweise.