Kletterhosen

Kaufberatung Kletterhosen

Egal, ob Sie lieber drinnen in der Halle oder draußen am Fels klettern oder bouldern, ein Ausrüstungsgegenstand, dem man besondere Aufmerksamkeit schenken sollte, ist eine geeignete Kletterhose.

Der größte Unterschied zwischen einer funktionellen Kletterhose und einer normalen Sporthose ist eine ausgeklügelte Kombination aus einem dem Klettern angepassten Schnitt und einem robusten Material, das alle Bewegungen mitmacht. Dazu kommen viele kleine und nützliche Gimmicks wie Zahnbürstenhalter, integrierter und flacher Gürtel, Gummizüge am Beinabschluss, verstärkte Knie, speziell angeordnete Taschen und vieles mehr.

Der optimale Schnitt und Sitz einer Kletterhose

Der Kletterer muss beachten, dass die Kletterhose weder zu eng noch zu weit ist, damit eine optimale Bewegungsfreiheit und ein damit einhergehender Tragekomfort gewährleistet sind. Hierfür ist der Schnitt der Hose entscheidend.

Viele Kletterhosen haben bereits vorgeformte und manchmal sogar verstärkte Kniepartien. Hier soll die Hose auf keinen Fall spannen oder locker sitzen. Auch wenn man mit dem Fuß sehr hoch ansteigen will, darf die Hose die Bewegung nicht behindern – eine vorgeformte Kniepartie hilft enorm. Verstärkte Knie mit z. B. gedoppeltem oder besonders strapazierfähigem Material sind im alpinen Bereich sinnvoll, beim Klettern in der Halle oder beim Sportklettern aber nicht nötig. Hier stehen Tragekomfort und die Optik im Mittelpunkt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, in dem eine Kletterhose gegen eine normale Sporthose punktet, ist der im Schritt eingearbeitete Zwickel. Dieser ermöglicht dem Kletterer ein riesiges Spektrum an Bewegungsfreiheit, insbesondere beim Ausspreizen – selbst ein Spagat ist kein Problem, zumindest nicht für die Kletterhose.

Wird die Kletterhose auch beim Klettern mit Seil verwendet, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Hose beim Tragen eines Klettergurtes an der Hüfte keine Falten wirft, da dies zu schmerzhaften Druckstellen führen kann. Ein möglichst flacher Bund ist die Lösung. Ein in den Bund integrierter Gürtel ist eine gute Sache, wenn die Hose auch in der Freizeit oder bei anderen sportlichen Aktivitäten getragen werden soll. Auf einen normalen Gürtel sollte wegen der Gefahr, damit am Fels hängen zu bleiben, und dem schlechten Tragekomfort mit Klettergurt verzichtet werden.

Das Material einer Kletterhose

Die meisten Kletterhosen werden aus Baumwolle oder einer Kombination aus Baumwolle und Elasthan hergestellt, da Baumwolle sehr widerstandsfähig und angenehm zu tragen ist. Ein kleiner Anteil an Elasthan erhöht die Dehnbarkeit spürbar. Die Baumwolle wird bei den verschiedenen Klettermarken in unterschiedlichen Materialstärken verarbeitet, teilweise gibt es im Winter und im Sommer sogar ein Modell in zwei verschiedenen Stärken. Wird die Kletterhose bei kühlen Temperaturen getragen, freut man sich über einen dickeren Stoff.

Neben den gängigen Materialien wie Baumwolle und Elasthan gibt es auch noch Kletterhosen aus Nylon, kombiniert mit Elasthan. Baumwolle hat den Nachteil, dass es lange braucht, bis es wieder trocken ist. Gerade bei Kletterern, die viel schwitzen, bei heißem Wetter oder wenn die Hose durch äußere Bedingungen nass wird, ist das ein Nachteil. In der Kletterhalle oder beim Sportklettern dagegen ist dieses Problem vernachlässigbar.

Alpinkletterhosen sind oft aus Softshellmaterial hergestellt, das Wind und Feuchtigkeit abhält, gleichzeitig aber dehnbar und robust ist. Solche Hosen sind am Berg eine gute Wahl und bieten eine Extraportion Schutz. In der stickigen Kletterhalle fühlt man sich damit schnell unwohl. In unserem Shop kannst du deine Kletterhose nach dem gewünschten Material filtern und so eine bessere Auswahl treffen.

Die optimale Länge der Kletterhose

Kletterhosen werden mit langen Beinen, in Dreiviertel-Länge oder als Shorts angeboten.

Eine lange Kletterhose ist an den Beinenden schmal geschnitten. Beste Sicht auf die Füße und die kleinen Tritte hilft, technisch gut und flüssig zu klettern. Die Hose darf auch nicht zu lang sein und beim Stehen auf den Kletterschuhen aufliegen. Die perfekte Länge ist bis leicht über die Knöchel. Vorteil der langen Kletterhose ist der maximale Schutz der Beine vor dem rauen Felsen. Gerade in der Natur kommt es sonst schnell zu Kratzern und Schrammen.

Eine dreiviertellange Kletterhose ist der Kompromiss aus langer Hose und Shorts. Die besonders dem Felsen exponierten Knie sind durch den Stoff geschützt, zugleich ist die Hose schön luftig. Dreiviertellange Kletterhosen sind im Grunde nur gekürzte lange Kletterhosen und bieten daher alle technischen Gimmicks und die gleiche Materialvielfalt wie ihre langen Brüder.

Shorts sind naturgemäß im Hochsommer oder in der stickigen Kletterhalle eine gute Wahl. Größter Vorteil ist die maximale Bewegungsfreiheit, denn wo kein Stoff ist, kann er auch nicht stören. Größter Nachteil ist die höhere Gefahr, mit Kratzern heimzukommen.

Nützliche Gimmicks bei Kletterhosen

Ein unverzichtbares Feature einer jeden Hose, die beim Klettern oder Bouldern eingesetzt wird, ist ein einstellbarer Beinabschluss, egal ob per Kordelzug oder per Strickbündchen – Hauptsache, das System funktioniert. Die Länge kann so in gewissen Situationen perfekt angepasst werden, z. B. wenn maximale Sicht bei schwierigen Hooks nötig ist.

Taschen mit Reißverschluss oder einer anderen Sicherung sind nützlich, dann kann der Schlüssel nicht in die Tiefe abstürzen. Bei einer technischen Alpinkletterhose sind viele Taschen praktisch. Am angenehmsten ist es, gar nichts in den Taschen zu haben – beim Bouldern, wo die Gefahr besteht, auf das Crashpad zu fallen, ist das auch die klügere Entscheidung. Manche Kletterhosen kommen daher ganz ohne Taschen. Die Marke E9 ist für ausgefallene Taschendesigns bekannt.

Oft vorhanden, aber wenig verwendet ist die Zahnbürstenhalterung. Beim Bouldern ist eine schnell erreichbare Zahnbürste manchmal sehr nützlich, um höher gelegene Griffe zu putzen. Beim Klettern ist der Chalkbag sowieso dabei und enthält ebenfalls eine Zahnbürstenhalterung.

Design und Marken bei Kletter- und Boulderhosen

Bei der Entscheidung für ein Modell spielt neben Material, Länge und Schnitt auch das Design der Hose eine große Rolle. Heutzutage gibt es nahezu alle Farben und unterschiedlichste Designs, sodass jeder Kletterer fündig wird.

Das italienische Kletterlabel E9 ist für flippige Farben und wilde Designs seiner meist aus Baumwolle gefertigten Kletterhosen bekannt. Technische Kletterhosen von Arc'teryx oder Mountain Equipment fühlen sich in steilen und alpinen Kletterwänden am wohlsten, ein durchdachter Materialmix und viel Funktion stehen hier im Vordergrund.

Zur passenden Kletterhose lohnt sich auch ein Blick auf Klettershirts, Pullover und Hoodys sowie Funktionsunterwäsche für die passende Schichtenkombination. Für längere Touren am Berg oder beim Wandern sind Funktionshosen eine sinnvolle Ergänzung, dazu passen Mützen, Caps und Schals sowie Handschuhe für kühlere Tage.

Häufige Fragen

Aus welchem Material sind Kletterhosen meist gefertigt?
Meist aus Baumwolle oder einer Mischung aus Baumwolle und Elasthan, teils auch aus Nylon-Elasthan-Mischungen oder Softshellmaterial für alpine Einsatzzwecke.

Welche Länge ist für die Kletterhalle sinnvoll?
In der Halle sind Shorts oder dreiviertellange Modelle wegen der besseren Bewegungsfreiheit und Lüftung beliebt, am Fels draußen bieten lange Hosen mehr Schutz vor Kratzern.

Worauf sollte man beim Tragen eines Klettergurts achten?
Ein flacher, faltenfreier Bund verhindert Druckstellen unter dem Gurt – ein integrierter, flacher Gürtel ist hierfür praktisch.

In unserem Bekleidung-Sortiment findest du die passende Kletterhose für Halle, Sportklettern und Alpintouren.