michael huber Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/michael-huber/ Thu, 15 May 2025 14:17:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://verticalextremeblog.de/wp-content/uploads/2018/06/icon.png michael huber Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/michael-huber/ 32 32 Piz Bernina – über Biancograt (AD, III+, 50 Grad) https://verticalextremeblog.de/piz-bernina-biancograt/ <![CDATA[Michael Huber]]> Thu, 07 Sep 2017 14:39:13 +0000 <![CDATA[Tourenberichte]]> <![CDATA[bergsteigen]]> <![CDATA[bericht]]> <![CDATA[biancograt]]> <![CDATA[clip]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[himmelsleitern]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[max englhart]]> <![CDATA[michael huber]]> <![CDATA[piz bernina]]> <![CDATA[tourenbericht]]> <![CDATA[video]]> https://verticalextremeblog.de/?p=89 <![CDATA[

Tourensteckbrief Schwierigkeiten bei unserer Begehung: AD+ bzw. ZS+ / III+, Firnteil bis 50 Grad Webcam: https://stream.webcams.travel/1485562098 Hüttenzustieg: Pontresina Bahnhof (Vorsicht hohe…

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Tourensteckbrief

Schwierigkeiten bei unserer Begehung: AD+ bzw. ZS+ / III+, Firnteil bis 50 Grad
Webcam: https://stream.webcams.travel/1485562098
Hüttenzustieg: Pontresina Bahnhof (Vorsicht hohe Parkgebühr) – Tschiervahütte 800hm – 11,5km; 3h – 4h
Stützpunkt: Tschiervahütte und Marco e Rosa Hütte
Gehzeiten: Tschiervahütte – Piz Bernina – Marco e Rosa Hütte: 1600hm Anstieg – 625hm Abstieg – 7,5km; ca. 9 – 12h (je nach Verhältnissen, Verkehr)
Abstieg zur Diavolezza Bergstation über Fortezzagrat: 700hm Anstieg – 1350hm Abstieg – 8km; 5 – 7h (je nach Verhältnissen, Verkehr)
Material: Kletterseil mind. 50m, 4 x Express Sets, 2 x Friends mittlere Größe, 3 x Eisschrauben 19cm, EispickelSteigeisen, 4 Bandschlingen, Sicherungsgerät
Tour durchgeführt am: 19-21.08.2017

 

Der Biancograt auf den Piz Bernina ist eine der großen Himmelsleitern der Alpen! Die Anforderungen der Tour auf dem Papier schauen auf den ersten Blick nicht wild aus. Die Tour wird daher häufig von Alipnisten unterschätzt. Eine AD bzw. ZS in der Westalpenskala, Kletterei bis III+ und im Firn bis zu 50 Grad. Alles halb so wild…

Bergsteiger am Biancograt

In der Realität ist der Fels oft verschneit oder vereist, man klettert mit Steigeisen an den Füßen. Ist der Firngrat nicht in perfekter Kondition wird es schnell steiler als 45 Grad und man ist nur auf den Frontzacken unterwegs. Zudem stellt die Tour hohe Anforderungen an die Psyche. Über viele Stunden ist man in absturzgefährdeten Gelände unterwegs. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unumgänglich. Ein Rückzug ist nur schwer möglich und dauert meist genauso lang wie der Weiterweg über den Gipfel. Der Abstieg über den Spallagrat ist auch kein Spaziergang, und dass nach 12h höchster Konzentration und 1600hm im Aufstieg. Genau diese Anforderungen in Kombination mit der einzigartigen Ästhetik der Tour locken auch uns eines Tages zu dem Grat der Grate…

An einem verregneten Samstagnachmittag im August 2017 machen wir uns auf den Weg von Holzkirchen nach Pontresina. Nachdem wir den teuren Parkschein gelöst haben machen wir uns auf den Weg um den langen Zustieg durch das Val Rosegg Tal zur Tschierva Hütte noch vor der Dunkelheit hinter uns zu lassen. Wir kommen zusammen mit dem letzten Tageslicht dort an und werden freundlich von der Hüttenwirtin empfangen.

Zustieg

Nach einer wenig erholsamen und kurzen Nacht klingelt um 3 Uhr der Wecker und nach einer kleinen Stärkung machen wir uns gegen 4 Uhr auf den Weg in die Dunkelheit. Der am Anfang noch sehr gut mit Katzenaugen markierte Weg wird im Laufe der Zeit leider immer schlechter markiert. So dauert es nicht lange bis wir das GPS Gerät herausholen um zu prüfen, ob wir uns in dem weglosen Gelände noch auf dem richtigen Pfad befinden. Ca. 1 ½ Stunden später stehen wir am Gletscherrand und legen unseren Klettergurt und Steigeisen an. In der Dunkelheit haben wir den Einstieg auf den Gletscher verpasst und sind weiter auf der steilen Seitenmuräne bergauf gestiegen. Am einfachsten betritt man so bald wie möglich den Gletscher und steigt auf diesem Richtung Scharte – dies spart wertvolle Zeit.

Biancograt mit Piz Morteratsch

Seit einiger Zeit führt der weitere Zustieg Richtung Grat über einen mit Eisenstangen und Klammern versicherten Steig. Der direkte Weg über ein steiles und aperes Firnfeld ist inzwischen stark von Steinschlag bedroht und ohne Firnauflage zudem nur mit voller Eisausrüstung in Form von Eisgeräten machbar. Der vor uns liegende Klettersteig, die Eisenstangen und Tritte sind komplett mit einer Eisschicht überzogen. Unsere ganze Aufmerksamkeit ist nötig um sicher bis in die Scharte zu steigen. Von oben tropft es unablässig auf uns herab. Wir sind sehr froh über unsere Hardshelljacken.

Am Grat

In der Scharte angekommen gönnen wir uns einen Clifbar Riegel und einen Schluck zu trinken. Hier beginnt die eigentliche Kletterei. Der Fels ist verschneit und teilweise vereist. In den Tagen zuvor war es für August schon sehr kalt. Die Kletterei hier ist nie schwierig, jedoch hat ein Sturz fatale Folgen. Zur Absicherung stecken an den Ständen gebohrte Haken, dazwischen muss selbst für die Absicherung gesorgt werden. Wir überklettern die sogenannte Haifischflosse direkt, was problemlos und schnell vor sich geht. Falls keine perfekte Spur im Firn um die Haifischflosse herumführt, ist dass die sicherere Wahl. Eine 40m Abseillänge bringt uns dann zum Beginn des fotogenen Firngrats, dem eigentlichen Biancograt.

Piz Bernina Gipfel Kletterei

Der zu Beginn noch mit Trittfirn bedeckte Grat wird mit zunehmender Steigung immer blanker, so dass wir an der steilsten Stelle eine Eisschraube in das blanke Eis drehen und 60m sichern. Rechts und links des Grats zieht es spektakulär hunderte Meter nach unten. Dann flacht der Grat wieder ab. Wir verstauen das Seil wieder im Rucksack und gehen das letzte Stück zum Piz Bianco, der dem Piz Bernina vorgelagerten Gipfel. Ein felsiger und tief verschneiter Grat zieht hinüber zum 4049m hohen Piz Bernina. 100%ige Konzentration ist hier noch einmal gefordert. Nach so langer Zeit auf den Beinen gar nicht so einfach. Die Schlüsselstelle der ganzen Tour befindet sich kurz unterhalb des Gipfels, löst sich aber in Wohlgefallen auf. Auch hier sind die Stände und die Abseilstellen wieder mit soliden Bohrhaken ausgerüstet.

Am Gipfel

Kurz Zeit später genießen wir am Gipfel des einzigen Ostalpen 4000er die phänomenale Aussicht auf die Berge um uns herum – klingende Namen wie Piz Palü, Piz Rosegg, am Horizont der Monte Disgrazia. Der gut einsehbare Abstieg über den Spallagrat Richtung Marco e Rosa Hütte verlangt noch ein weiteres Mal volle Konzentration. Es geht meist über ausgesetztes Gehgelände, manchmal im 2er Gelände und später abseilend direkt am Grat entlang nach unten. Vor einigen Jahren ist hier der 8000er Bergsteiger Norbert Joos tödlich abgestürzt – eine Mahnung noch einmal alles zu geben. In der Hütte angekommen dauert es nicht mehr lange bis das leckere italienische Abendessen auf dem Tisch steht. Schnell kommt die Müdigkeit nach mehr als 12h auf den Beinen und schon kurz vor 9 Uhr liegen wir im Bett und geben uns dem wohlverdienten Schlaf hin.

Piz Bernina Spallagrat

Der Abstieg

Der nächste Tag beginnt ganz entspannt um 7:00Uhr. Wir frühstücken und machen uns gegen 8:00 auf den Weg Richtung Diavolezza Bergbahn. Der Abstieg dorthin führt über riesige, zerklüftete Gletscher und den Fortezzagrat. Bis zum Grat gehen wir angeseilt. Die riesigen Seracs, die fragilen Schneebrücken und das spannende Panorama nötigen uns noch einmal Respekt ab. Der Fortezzagrat stellt uns vor keine großen Herausforderungen. Der Weg ist vorbildlich markiert und versichert. Nach diversen Abseilaktionen haben wir diese neuralgische Stelle des Abstiegs hinter uns. Der restliche Abstieg erfolgt über den aperen Gletscher im Richtung Diavolezza. Bevor man jedoch den vom Piz Palü herunterfließenden Gletscher queren kann, muss über bröselige Geröllfelder abgestiegen werden. Eine unangenehme Sache, wahrscheinlich gibt es irgendwo einen schöneren Abstieg. Die Bergbahn bringt uns für viel Geld schnell nach unten. Dort wartet schon der Zug mit der wir zurück zum Ausgangspunkt Pontresina fahren. Wer noch nicht genug hat kann Alternativ über die Bovalhütte nach Morteratsch absteigen und spart sich so das Geld für die Bergbahn, allerdings kostet diese Variante etliche Stunden mehr Zeit.
YouTube Video

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Großglockner – über Nordwestgrat (D-, IV, 50 Grad) https://verticalextremeblog.de/grossglockner-nordwestgrat/ <![CDATA[Michael Huber]]> Wed, 26 Jul 2017 15:56:59 +0000 <![CDATA[Tourenberichte]]> <![CDATA[bergsteigen]]> <![CDATA[bericht]]> <![CDATA[clip]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[großglockner]]> <![CDATA[himmelsleitern]]> <![CDATA[hohe tauern]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[max englhart]]> <![CDATA[michael huber]]> <![CDATA[nordwestgrat]]> <![CDATA[nw-grat]]> <![CDATA[stüdlhütte]]> <![CDATA[tauern]]> <![CDATA[tourenbericht]]> <![CDATA[video]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=125 <![CDATA[

Tourensteckbrief Schwierigkeiten: D- bzw. S- / IV (im ersten Teil), meist II bis III; Zustieg über Firnrinne bis 50 Grad…

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Tourensteckbrief

Schwierigkeiten: D- bzw. S- / IV (im ersten Teil), meist II bis III; Zustieg über Firnrinne bis 50 Grad
Webcam: https://stream.webcams.travel/1485562098
Hüttenzustieg: Lucknerhaus bei Kals – Stüdlhütte 880hm; 1,5h – 2,5h (Im Abstieg: 1,5 – 2h)
Stützpunkt:  Stüdlhütte, HP 44,50€ (Stand 2017)
Gehzeiten: Stüdlhütte – Großglockner knapp 1000hm
1,0 – 1,5h h bis Einstieg Firnrinne, 0,5h – 1h zum Beginn Grat, weitere 3 – 4h Kletterei bis zum Gipfel, Je nach Sicherungsaufwand und Verkehrsaufkommen variieren die Begehungszeiten stark!
Abstieg: 2 – 3h
Material:1x 60m Kletterseil Edelrid Swift, 4 x Express Sets, 2 x Friends mittlere Größe, EispickelSteigeisen, 4 Bandschlingen, Sicherungsgerät
Tour durchgeführt am: 16-17.07.2017

 

YouTube Video

Der Großglockner Nordwestgrat ist eine interessante Alternative zum überlaufenen Stüdlgrat. Zwar ein wenig schwieriger, dafür aber deutlich vielseitiger, da auch im Firn geklettert wird und einige Male abgeseilt werden muss. Nachdem wir im September 2016 den Nordwestgrat aufgrund der fortgeschrittenen Ausaperung gut sein haben lassen und anstatt dessen den Stüdlgrat unter die Profilsohlen genommen haben, sind wir dieses Jahr früher dran. Mitte Juli finden wir noch passable Verhältnisse für die Durchsteigung der Firnrinne vor.

Großglockner Nordwestgrat Topo Übersicht

Um 5 Uhr geneßen wir das opulente Früstück der Stüdlhütte und starten zusammen mit den vielen Stüdlgrat Apsiranten Richtung Großglockner. Wir teilen uns bis kurz vor dem Einstieg in den Stüdlgrat die gleiche Aufstiegsspur. Somit kommen wir auf dem Gletscher schnell voran. Wir queren den Gletscher weiter zum tiefsten Punkt der vom Nordwestgrat herunterziehenden Firnflanke, die eine Steilheit bis zu 50 Grad aufweist. Eisgeräte nicht vergessen! Der Firnteil  apert im Hochsommer schnell aus, dann ist der Zustieg nur unter großer Steinschlaggefahr möglich – daher am besten im Frühsommer probieren.

Der Grat selbst ist an den Schlüsselstellen im IV Grad und den diversen Abseilstellen gut mit Bohrhaken abgesichert. Eine leichtere Alternative ist möglich, wenn man im mittleren Teil des Firnfelds über die Firnzunge nach rechts zur „Gröger Schneid“ quert, anstatt direkt zum Grat zu klettern. So umgeht man die Klettertechnisch schwierigsten Passagen am Teufelshorn und erspart sich das mehrmalige abseilen. Die Tour erreicht dann eine Schwierigkeit von AD, III+, 50 Grad und man spart sich locker 1,5h.

Großglockner Nordwestgrat Firn Rinne

Die meiste Zeit über Klettern wir direkt auf dem Grat. In den schwierigen Passagen weisen uns nagelneu glänzende Bohrhaken den Weg. Insbesondere bei den 2 bis 3 Abseilstellen geben diese ein gutes Gefühl. Der Fels ist überwiegend bombenfest und griffig und erinnert an Klettereien im Granit. Ein wahrer Genuss für den, der es mag. Eine unangenehme Stelle aber bleibt mir deutlich im Kopf hängen. Auf dem Teufelshorn ist ein weiter Spreizschritt nötig um die andere Seite zu erreichen. Kleine Menschen könnten hier Probleme bekommen, aber auch hier kann gut gesichert werden, also halb so schlimm. Belohnt wird die Strapaze mit einer rasanten Abseilfahrt über 30m das Teufelshorn hinunter. Der nächste Aufschwung zum Firnsattel der „Gröger Schneid“ stellt uns vor keine Probleme mehr. Hier trifft die Tour dann mit der Querung über das Firnfeld verkürzte Variante zusammen.

Gipfelgrat Großglockner Nordwestgrat – die schwierigste Stelle kommt noch…

Der restliche, direkt vom Großglockner hinabziehende Nordwestgrat hat noch einige schöne Kletterstellen zu bieten. Insbesondere die „Draschlplatte“, die mithilfe eines griffigen Risses überwunden wird, sorgt für viel Freude. Nach 5h stehen wir dann mit einigen anderen Stüdlgrat und Normalwegbesteigern am Großglockner Gipfel und genießen die Aussicht.

Der restliche Abstieg im Gegenverkehr des obligatorischen Staus an der Glocknerscharte ist mit etwas Umsicht nun auch kein Problem mehr. Mit den Leuten zu sprechen wenn man kurz vorbei steigen will entschärft die Situation erheblich. Wer hier jedoch sichern möchte sollte für den Rückweg zur Adlersruhe einiges an Zeit einplanen.

Das Teufelshorn am Großglockner Nordwestgrat

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Wildspitze – über Südostgrat (AD, III) https://verticalextremeblog.de/wildspitze-suedostgrat/ <![CDATA[Michael Huber]]> Mon, 10 Jul 2017 15:55:52 +0000 <![CDATA[Tourenberichte]]> <![CDATA[bergsteigen]]> <![CDATA[bericht]]> <![CDATA[breslauer hütte]]> <![CDATA[clip]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[himmelsleitern]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[max englhart]]> <![CDATA[michael huber]]> <![CDATA[ötztal. ötztaler alpen]]> <![CDATA[südostgrat]]> <![CDATA[tourenbericht]]> <![CDATA[video]]> <![CDATA[wildspitze]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=127 <![CDATA[

Tourensteckbrief Schwierigkeiten: III (stellenweise), sonst I-II Webcam: https://stream.webcams.travel/1485562098 Hüttenzustieg:Vent im Ötztal – Breslauer Hütte 935hm, ca. 2h30 – Verkürzung mit dem Stablein…

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Tourensteckbrief

Schwierigkeiten: III (stellenweise), sonst I-II
Webcam: https://stream.webcams.travel/1485562098
Hüttenzustieg:Vent im Ötztal – Breslauer Hütte 935hm, ca. 2h30 – Verkürzung mit dem Stablein Lift in Vent auf 450hm – 1h15
Stützpunkt:  Breslauer Hütte
Gehzeiten: Breslauer Hütte 2844m – Ötztaler Urkund 3556m (ca. 2h30) – Wildspitze 3768m ca. 4h30 – 1080hm – 6,3km – Aufstieg ca. 4h – Je nach Sicherungsaufwand variieren die Begehungszeiten stark!
Abstieg: ca. 2h30
Material: 1x 30m Kletterseil Edelrid Swift, 4 x Express Sets, 2 x Friends z.B. Black Diamond Camalot mittlere Größe, EispickelSteigeisen, 4 BandschlingenSicherungsgerät Petzl Reverso
Tour durchgeführt am: 03-04.07.2017
YouTube Video

Besteigung der Ötztaler Wildspitze über den Südostgrat – eine ruhiger Weg auf den begehrten Gipfel

Von der Hütte den Weg zum Ötztaler Urkund folgen, erst noch ein Weg, später weglos – zuerst über Firn, später über Felsrampen im 1-2er Gelände zum Grat. Hier folgen dann sehr schöne kombinierte Klettermeter direkt am Grat. Die Schlüsselstelle kommt kurz unterhalb des Ötztaler Urkund und ist sogar eingebohrt. Eine griffige Kletterei im Bereich II-III. Weiter über ein flaches Firnfeld auf den nahegelegenen Südostgrat zu. Aufstieg  in Falllinie über Firn, ca. 40 Grad steil. Es folgt ein sehr unangenehmer Wechsel vom Firn auf den Fels. Dreckige Platten ohne Sicherungsmöglichkeiten. Wir verhauen uns indem wir versuhen einer markanten Verschneidung direkt bergauf zu folgen. Wir seilen schnell wieder ab, da wirklich alles brüchig ist und nur noch im Dreck verankert ist. Eine kurze Querung bringt uns an den sehr steil wirkenden Grat. Dieser ist jedoch deutlich weniger brüchig und zudem griffig. Es geht schnell bergan. Es flacht immer mehr ab – dies hat in der Draufsicht anders ausgehen, man meint das steilste Stück kommt am Ende. Kurz vorm Gipfel noch ein bodenloses Firnfeld.

Der Abstieg erfolgt entweder über den Normalweg oder über den Nordostgrat, der eine schöne, bis zu 40 Grad steil Firntour parat hält. Nur wenige Spuren, daher teilweise mühsam und tiefes Einbrechen in den recht frischen Schnee. Am Ende rutschen wir am Hosenboden schnell bis zum flachen Gletscher bergab. Es geht flach am Gletscher und später am Weg zur Beslauer Hütte zurück.

Wildspitze Südostgrat Topo Übersicht Klettern am Grat zum Ötztaler Urkund Kurz nach dem Ötztaler Urkund Abstieg von der Wildspitze Abstieg von der Wildspitze über den Jubiläumsgrat

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