Hersteller: Edelrid Modell: Hummingbird Bird Eco Dry 9,2mm 40 Meter Einsatzbereich: Sportklettern, vor allem Kletterhalle Funktionalität: sehr robustes leichtes…
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Hersteller: Edelrid
Modell: Hummingbird Bird Eco Dry 9,2mm 40 Meter
Einsatzbereich: Sportklettern, vor allem Kletterhalle
Funktionalität: sehr robustes leichtes Kletterseil mit geringer Dehnung
Preis/Leistung: hoher Preis
Edelrid Hummingbird Eco Dry kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

Das neue Edelrid Hummingbird Eco Dry 9,2mm ist ein leichtes hochwertiges Kletterseil vom Seilhersteller Edelrid aus dem Allgäu. Es ist mit einer umweltfreundlichen PFC-freien Eco Dry Behandlung ausgerüstet.
Handling:
Das Seil kommt aus der Verpackung nicht ganz krangelfrei, auch wenn der Hersteller es auf Grund 3D-Lapcoil verspricht. Nach mehrmaligen Durchziehen ist das Seil krangelfrei. Bei den ersten zwei Benutzungstagen krangelt das Seil am Ablassen leider doch wieder ein wenig. Im Laufe der Zeit gibt sich dieses Problem zum Glück.
Bei den ersten fünf Benutzungstagen ist das Seil am Ablassen sehr rutschig. Hier ist ein Feingefühl gerade beim Ablassen mit Petzl Grigri erforderlich. Es gibt nichts Unangenehmeres als beim Abgelassenwerden plötzlich das Gefühl zu haben, das es ungebremst nach unten geht. Nach dieser Zeit wird das Seil zunehmend griffiger und lässt sich beim Ablassen gut kontrollieren.
Das Seil lässt sich sehr gut in die Karabiner einhängen. Die Seildicke ist hier optimal. Auch das Hochziehen des Seils in den Karabiner geht sehr gut. Das Seil lässt sich auch aus dem Sicherungsgerät – getestet hier mit Petzl Grigri+ – sehr gut ausgeben. Der Kletterer freut sich über schnelles Seil beim Einhängen.
Auf das Hummingbird ist auch beim Topropen dank geringer Dehnung von nur 6% (statischer Dehnung) voller Verlass.
Hier geht es beim Zumachen nicht erst ewig nach unten.
Haltbarkeit:
Nach fünf Verwendungstagen hat sich an einem Seilende die Edelrid-Seilkennzeichnung verabschiedet.
Die Verschweißung der Seilenden ist nicht zufriedenstellend. Bereits nach fünf Benutzungstagen in der Kletterhalle ist die Verschweißung dahin.
Der Seilmantel ist sehr robust. Erreicht wird das mit einem hohen Mantelanteil von 44%. Verschleißerscheinungen am Mantelanteil sind kaum sichtbar.



Der Zustand des Seillendes nach einem Jahr Dauerbenutzung in der Halle.
Fazit:
Ein langlebiges nachhaltig produziertes Seil bei dem sich der Mehrpreis auf jeden Fall lohnt. Die am Ende aufgeplatzte Verschweißung ist nicht schlimmer geworden. Es entstand kein Mantelrutsch. Nach über einem Jahr Dauereinsatz in der Halle ist der Mantel etwas platt gedrückt. Andere Seile wären schon längst hinüber. Das Seil ist echt wahnsinnig robust.

Weitere Informationen bei Edelrid Hummingbird Eco Dry
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]]>Wir starten um 7 Uhr in Las Vegas, um 7:30 sind wir an der Mautstelle des Scienic Drive des Red…
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]]>Wir starten um 7 Uhr in Las Vegas, um 7:30 sind wir an der Mautstelle des Scienic Drive des Red Rock Canyon. Ein Ticket musste man sich vorher unter recreation.gov buchen. Wir fahren 15 Meilen auf dem Scienic Drive zum Parkplatz des Pine Creek Canyon, an dem die Wanderweg zum Zustieg startet. Wir wundern uns etwas, warum so viele Autos bereits vor uns da sind, wo man doch erst ab 7:30 in den Scienic Drive hineinfahren kann laut der Website recreation.gov. Bei uns bekannt wurde die Route durch das Video von Magnus Mitbo und Alex Honnold. Beide klettern die Tour free solo. Alex filmt nebenbei.
Zustieg:
Wir wandern zuerst den Pine Creek Trail hinab. Am Abzweig zum Knoll Trail am markanten Plastikschild Knoll Trail, biegen wir links auf den Knoll Trail ab. Linka steht ein verlassenes Haus. Dieser führt zunächst über einen Bach und dann aus dem Bachbett hinaus nach oben. Oben an der nächsten Verzweigung folgt man weiter dem Knoll Trail. Man folgt nicht dem Schild Pine Creek Loop. Am Knoll Trail Markierungspfosten geht man geradeaus weiter. Tendenziell hält man sich eher rechts an einen Wachholder. Dann wird leider etwas kryptisch man folgt stetig ein Bachbett mit riesigen Blöcken hinauf.

Es ist unübersichtlich. Beim Aufstieg haben wir nicht die schnellste und beste Linie erwischt. Beim Abstieg ist die Markierung durch Stoamandl besser zu erkennen. Am Ende des Bachbetts muss man auch wieder aus diesem hinaus finden. Es ist uns gelungen on sight die perfekte Linie zu finden. Nach dem Bachbett geht es die gelben Steinplatten hinauf zum Einstieg. Je nach Gehgeschwindigkeit und Wegfindungsgeschick benötigt man vom Parkplatz 1,5-2h. Wir haben 1h 45 min gebraucht.
Kletterlinie:
1. SL: 30m 5.8, Einstieg im gelben Gestein bei deutlich sichtbaren nicht weit entfernten Bohrhaken (BH). 2. Bohrhaken nicht allzu weit entfernt. 3. BH weiter weg im dunkelbraunen Gestein. 4. BH noch weiter weg. 5. Haken im Dunkeln Gestein. Hin zum Stand der weit links ist. Klettern an großen Griffen. Stand an zwei BH mit Ring.

1.SL – man sieht den Riss der 2. SL leicht rechts oben.
2. SL : 50m 5.9, zuerst ein Riss . Hier lassen sich Cams der Größe (Gr.) 0,4-0,5 legen. 1. BH nach 8-10 Metern. Der Riss lässt sich oben rechts etwas umgehen. Wobei der Riss recht griffig ist.
Über dem BH kommt ein großer Henkel. Danach klettert man in den nächsten Riss leicht nach rechts. Hier ist es nicht so einfach etwas zu legen. Erst weiter oben lässt sich der 0,3 Cam und im weiteren Verlauf kleine Rocks legen. Nach dem Riss geht wieder leicht nach rechts. Ein 1er Cam lässt hier beim Queren legen. Danach kommt ein BH im gelben Gestein. Danach kommen 5-6 Meter im dunkelbraunen Gestein wo sich nochmal mit kleinen Rocks (Gr.3-5) legen lassen. Dann kommt der Stand – 2 BH mit Ring.

Der Verlauf der 2 SL.
3. SL 50m 5.6 „ Schokoladenseillänge Zartbitter“ ohne BH. Hier geht es senkrecht in die Ritter Sportwand hinauf. Es lassen sich Rocks Gr.2-6 legen und Cam 0.3 bis 0,4 . Kurz vor dem Stand lässt sich der gelbe 2er Cam in einen Querriss legen – Stand 2 BH mit Ring.

Der Beginn der 3. SL.
4. SL : 30 m 5.6 „ weiter auf der „Rittersport Zartbitter“ . Hier lassen sich auch gut Rocks Gr. 2-7 und 0,4er Cam unterbringen. Stand an BH mit Ring.

Der Beginn der 4.SL.

Das Ende der 4.SL.
5. SL +,6.SL (5.SL hat keinen gebohrten Stand) 5+6 ca. 65m Start am Türmchen mit 0.5cam. Danach kommen 3 BH entlang der Kante. Der 2. BH ist rechts in der Platte und schwer zu finden. Danach kommt ein Absatz mit möglichen Zwischenstand an kleinen Rissen. Nach dem Absatz folgt ein Boulder an einem Bauch. Danach folgt eine dunkle Platte mit einem BH. Oben rechts ist der Stand mit 2 BH mit Ring in einem Einschnitt.

Der Beginn der 5. SL.
Ausstieg: Der Ausstieg ist noch etwas heikel. Man klettert eine ausgesetzte Kante ab, quert eine Platte und folgt den Stoamandl. Auf der anderen Seite klettert man wieder hinauf zu Gestrüpp. Hier quert man rechts hinaus und dann nach oben zum Gipfel. Wir haben die Passage weiterhin gesichert.

Blick vom Gipfel – im Hintergrund die die Skyline vom Stripe von Las Vegas.

Das Loch – nicht ganz trivial zum abklettern.
Am Gipfel treffen wir einen Amerikaner mit seiner Tochter. Sie beglückwünschen uns zu der Tour.
Wir ratschen lange mit dem erfahrenen Mann. Er gibt uns weitere Tourenvorschläge und erzählt uns von weiteren schönen Klettergebieten in den USA. Er verrät uns auch, dass man vor 7 Uhr in der Früh ohne Permit in den Scienic Drive einfahren kann. Das erklärt auch die vielen Autos, die vor uns da waren. Danach machen wir uns auf den Abstieg. Dieser ist gut mit Stoamandl markiert. An einer Stelle muss man das Loch finden, durch das man abklettern muss, um weiter den Pfad folgen zu können.
Am Einstieg angekommen, schauen wir noch einigen Seilschaften beim Klettern zu. Wir waren zuvor allein in der Wand. Dann folgen wir den Stoamandln wieder hinab durch das verblockte steile Bachbett. Diesmal erwischen wir die perfekte Linie.
Wir wandern weiter zum Parkplatz. Ein perfekter gelungener Klettertag geht zu Ende.

Das Material, dass wir dabei hatten.
Der Camping des Red Rock Canyon kann unter recreation.gov reserviert werden. Hier sind aber Reservierungen ein halbes Jahr vorher notwendig, um einen Paltz zu bekommen. Ansonsten gibt es in Las Vegas natürlich jede Menge zum Übernachten – unter der Woche ist es immer billiger, Freitag bis Sonntag deutlich teurer.
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]]>Hersteller: Edelrid Modell: Hummingbird Pro Dry 9,2mm Einsatzbereich: Sportklettern, alpine Touren in Fels und Eis Funktionalität: ultraleichtes und sehr robustes…
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]]>| Hersteller: Edelrid
Modell: Hummingbird Pro Dry 9,2mm Einsatzbereich: Sportklettern, alpine Touren in Fels und Eis Funktionalität: ultraleichtes und sehr robustes Highperformance-Seil für alle Bergsport Disziplinen Preis- / Leistung: hoher PReis aber für die gebotene Leistung angemessen Edelrid Hummingbird Pro Dry 9,2mm Kletterseil kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop |
Als einer der führenden Hersteller für Bergsport- und Kletterausrüstung überzeugt Edelrid besonders mit seinem Knowhow in der Seilproduktion. Auch das Hummingbird zählt zu den besten Seilen am Markt.

Das Kletterseil ohne Krangel öffnen – 3D-Lapcoiling macht es möglich.
Das Edelrid Hummingbird Pro Dry 9,2mm Kletterseil überzeugt durch seine Stärken besonders in der Disziplin Sportklettern. Ein geringes Metergewicht von 5,7g/m, ein geringer Durchmesser von nur 9,2mm, sowie einer Robustheit (erreicht durch durch die Kombination von hohem Mantelanteil und Thermo Shield Imprägnierung) machen das Seil zu einem nahezu unzerstörbaren Sportkletterseil mit besten Handlingeigenschaften.
Die Pro Dry Imprägnierung von Kern- und Mantelgarnen und die thermisch Fixierung geben dem Seil neben einem guten Handling beim Sichern und Seil einhängen auch einen guten Abriebschutz. Ebenfalls ist das Seil durch die Imprägnierung stark wasserabweisend und vor Schmutz geschützt. Der Hersteller verspricht damit besondere Langlebigkeit auch beim intensiven Sportklettern.

Top Handling beim Sichern und Clippen.
Edelrid preist das Hummingbird als Highperformance Sportkletterseil an. Ob es diese Eigenschaften erfüllen kann gilt es zu beweisen. Sportklettern heißt neben Durchstiegen, bei denen das Seil geschmeidig durch die Zwischensicherungen gleiten muss, auch Ausbouldern von Routen mit häufigen harten Stürzen. Hierbei wird oft die gleiche Stelle am Seil extrem belastet und um die Karabiner gescheuert. Dies bedeutet einen aggressiven Angriff auf die Mantelstruktur. Genau hier setzen wir mit unserem Test an: Wir nutzen das Seil auf einem halbjährigen Klettertrip durch Frankreich, Spanien, Slowenien und Kroatien. Unzählige Male heißt es Ausbouldern, Stürzen, Durchsteigen, Tag ein – Tag aus. Zwischendurch landet das Seil unfreiwilligerweise auch Mal im sandigen Boden von Margalef oder wird über scharfe Fixexen an der Costa Blanca gezogen: Ein Killer für jedes Kletterseil! Doch das Hummingbird schlägt sich tapfer und hält was der Hersteller verspricht. Selbst nach intensiver Belastung über einen langen Zeitraum bleibt das Kletterseil geschmeidig und der Mantel reibt kaum auf. Wo andere Seile schon längst abgeschnitten werden müssen, zeigt das Hummingbird noch kaum Verschleißerscheinungen.

Das Edelrid Humgbird Kletterseil im Dauerstresstest.
Unser Testseil in Mintgrün sticht beim Auspacken sofort ins Auge und wir freuen uns schon darauf es auf den ersten Kletterfotos sichtbar zu machen. Das geringe Metergewicht macht unser 80m Seil leicht und kompakt. Beim Auspacken macht sich das 3D-Lapcoiling bezahlt und lästige Krangel bleiben uns erspart.
Zum Aufwärmen gönnen wir uns eine lange Ausdauerroute und können hierbei gleich mehrere Testpunkte zufrieden und positiv abhaken: Das Seil ist top geschmeidig beim Sichern was auch der Thermo Shield Imprägnierung zu verdanken ist. Die 9,2mm Durchmesser liegen beim Sichern gut in der Hand und das Seil lässt sich geschmeidig durch die Sicherungsgeräte führen. Das kaum zu spürende Seilgewicht zieht den Kletterer selbst nach 40m nicht nach unten. Beim Ablassen und beim darauf folgenden Toprope Sturztest am ausgezogenen Seil stellen wir kaum störende Dehnung fest. Also können auch schwere Einstiegsboulder in langen Ausdauerrouten im Toprope gesichert werden, ohne dass der Kletterer beim Sturz mit einem Gummiseil am Boden landet.
Weiter geht es zum Projektieren ein paar schwerere Routen. Beim Klippen des Seils in die Zwischensicherungen kann man das Seil gut durch die Finger gleiten lassen, wodurch ein Nachgreifen unnötig wird. Somit werden anstrengende Einhängepositionen erleichtert. Beim Stürzen landen wir sanft im Seil und sacken trotzdem nicht weit ab. Das Seil zeigt hier also seine Ausgewogenheit in Sachen Dehnung.

Nach vielen Stürzen und Klettereien – das verschweißte Ende platzt auf.
Wir strapazieren das Seil ohne Rücksicht auf Verluste. Fast jeden Tag über 6 Monate stürzen, hängen und klettern wir mit diesem Seil. Es sieht sandige Böden, Nässe, scharfe Kanten und pralle spanische Sonnenbestrahlung. Natürlich bleiben solche Dauerbelastungen nicht ganz ohne Folgen. Nach ca.2 Monaten löst sich nach einer „Seilpeitsche“ am Seilende die Verschweißung auf. Dies lässt sich mit Messer, Tape und Feuerzeug aber schnell beheben. Das nun 2cm kürzere Seil bleibt weiter standhaft. Nach unzähligen Stürzen in immer die gleiche Stelle des Seils, fängt es nach 4 Monaten Dauergebrauch an dieser Stelle aufzurauen. Es bleibt aber stabil und muss erst deutlich später das erste Mal abgeschnitten werden. Wo wir bei anderen Sportkletterseilen schon deutlich häufiger zum Messer greifen mussten, um das Seil zu kürzen, hält es sich beim Hummingbird in Grenzen. Bis zum Schluss unseres 6-monatigem Extremtests schneiden wir das Seil 4 Mal ab. Trotzdem bleibt das Seil geschmeidig beim Sichern und Einhängen. Das Hummingbird lässt uns nicht im Stich und unser Backup Seil bleibt unbenutzt.
Quelle: https://edelrid.com/de-de/sport/seile/hummingbird-pro-dry-9-2mm
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]]>Hersteller: Edelrid Modell: Swift Protect Pro Dry 8,9mm Einsatzbereich: Bergsteigen / Alpinklettern / Sportklettern Funktionalität: bei kantigem und/oder rauem Fels, insbesondere…
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]]>| Hersteller: Edelrid
Modell: Swift Protect Pro Dry 8,9mm Einsatzbereich: Bergsteigen / Alpinklettern / Sportklettern Funktionalität: bei kantigem und/oder rauem Fels, insbesondere im alpinen Gelände, wenn durch scharfe Kanten und lose Blöcken erhöhte Schnittfestigkeit von Vorteil ist. Preis- / Leistung: gut Edelrid Swift Protect Pro Dry 8,9mm Kletterseil kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop |

Das Edelrid Swift Protect Pro Dry ist das erste dynamische Seil auf dem Markt, in dem Aramid in Kombination mit Polyamid im Mantel verarbeitet wurde, was dem Seil eine besonders hohe Schnittfestigkeit verleiht.
Mit einem geringen Durchmesser von 8,9mm und einem Gewicht von nur 53g/m ist das Edelrid Swift Protect Pro Dry das ideale Seil für alle, die Wert auf geringes Gewicht legen und trotzdem eine erhöhte Schnittfestigkeit brauchen. Laut Hersteller hat das Seil eine Schnittfestigkeit, die vergleichbar ist mit einem herkömmlichen 10mm Seil. Insbesondere im alpinen Gelände, in dem das Durchschneiden eines Seils lebensbedrohlich sein kann, ist dies unabdingbar.

Das Seil liegt trotz des extrem geringen Durchmessers sehr gut in der Hand. Am Anfang fühlt es sich etwas steif an, es ist allerdings durch den Aramidanteil besonders gut greifbar. In diesem Durchmesser sind andere Seile nur noch schwer greifbar und rutschen gerne mal durch die Hand. Dies wirkt sich sowohl für den Alpinisten als auch für den Kletterer besonders positiv aus:
Im alpinen Spielraum bewährt sich das geringe Gewicht und der extrem gute Grip des Seils. Die erhöhte Schnittfestigkeit stellt im Schrofen, in kantigem, alpinem Gelände einen besonders großen Vorteil dar, insbesondere, wenn das Seil als Einfachseil genutzt wird. Beim Abseilen ist die etwas erhöhte Steifigkeit wiederum auch von Vorteil: Einerseits ist das Abseilen über ein steiferes Seil wesentlich angenehmer, da das Bouncen am Seil (selbst beim Abseilen mit Haulbag) praktisch wegbleibt, andererseits lassen sich durch die gering erhöhte Steifigkeit beim Abziehen besonders Krangel oder Loops vermeiden, die sich gerne beim Abziehen von weicheren Seilen bilden.

Einfachseil im alpinen Gelände oder an besonders kantigem und scharfem Gestein? Dank der erhöhten Schnittfestigkeit des Edelrid Swift Protect kein Problem!

Beim Klettern allgemein bewährt sich ein geringes Seil-Gewicht. Besonders bei schweren alpinen Touren, in denen das Klettern mit Einfachseil von Vorteil ist, hat man mit dem Edelrid Swift Protect Pro Dry ein extra „Backup“ an Schnittfestigkeit. Nach einem Sturz geht das Hochziehen am Seil durch den guten Grip problemlos. Beim Klippen mit einer einzigen Bewegung macht sich jedoch der erhöhte Grip zwischen Daumen und Zeigefinger leicht bemerkbar, da die Reibung auf der Haut etwas höher ist als bei anderen Seilen.
Beim Stürzen merkt man den Aramidanteil erneut, da das Seil eher zu den harten und etwas steiferen Seilen gehört. Somit werden Stürze ohne dynamisches Sichern eher härter (vermutlich ist dies einer der Gründe, weshalb der Hersteller das Seil nicht primär als Sportkletterseil empfehlt).
Für den Sicherer liegt das Seil trotz des geringen Durchmessers gut und stabil in der Hand. Das Seil lässt sich durch das Sicherungsgerät relativ leicht und angenehm führen (für den Test wurden das neue Grigri und ein Grigri 2 benutzt). Selbst als Einfachseil lässt sich das Seil sehr gut mit einem herkömmlichen Tube sichern (für den Test wurden ein BD ATC benutzt): trotz des geringen Durchmessers lassen sich längere Stürze im Vorstieg auch ohne Handschuhe gut abfangen.
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(Quelle: https://www.edelrid.de/de/sports/dynamische-seile/swift-protect-pro-dry-8-9mm.html)
Trotz zahlreicher Stürze in unterschiedlichen Felsarten (das Seil wurde sowohl im Granit als auch im Dolomit genutzt) konnten wir nach mehreren Wochen im Test keine überdurchschnittliche Abnutzung feststellen. Im Gegenteil, am Seil ließ sich nur eine ganz leichte Abpelzung am Mantel sehen, der blieb jedoch völlig stabil und unverformt.


Als tägliches Sportkletterseil ist das Edelrid Swift Protect Pro Dry im Vergleich zu anderen Seilen etwas zu teuer, da man die herausragende erhöhte Schnittfestigkeit nicht wirklich benötigt. Als Alpinkletterseil hält es allerdings sein Versprechen und hat abgesehen von seiner extremen Leichtigkeit und dem guten Handling einen großen Pluspunkt: die erhöhte Sicherheit durch die extra Schnittfestigkeitseigenschaften. Edelrid hat mit dem Swift Protect Pro Dry definitiv einen Meilenstein gesetzt, was die Seilfertigung angeht. Sie haben ein Seil entwickelt, das für Alpinkletterer und Alpinisten definitiv eine Investition wert ist!
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]]>Hersteller: Edelrid Modell: Canary Pro Dry 8,6mm Einsatzbereich: Alpine Touren in Fels und Eis, Sportklettern Funktionalität: ultraleichtes und sehr robustes…
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]]>| Hersteller: Edelrid
Modell: Canary Pro Dry 8,6mm Einsatzbereich: Alpine Touren in Fels und Eis, Sportklettern Funktionalität: ultraleichtes und sehr robustes Highperformance-Seil für alle Disziplinen Preis- / Leistung: angemessen Edelrid Canary Pro Dry 8,6mm Kletterseil kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop |
Edelrid ist einer der führenden Hersteller für Bergsport- und Kletterausrüstung, außerdem stellt Edelrid Material für Adventurepark, Arbeitssicherheit und Industriekletterei her. Besonders in der Seilproduktion verfügt Edelrid über großes und langjähriges Know-how und Technologie. Kein Wunder also, dass Kletterseile von Edelrid zu den besten auf dem Markt zählen.

Das Edelrid Canary Pro Dry 8,6mm kann durch seine 3-fach-Zertifizierung (Einfachseil, Halb- und Zwillingsseil) in fast allen Disziplinen des Bergsports eingesetzt werden. Egal ob Fels oder Eis, Hochtour oder extremes Klettern: Mit diesem robusten Leichtgewicht ist man bestens gerüstet. Es besticht durch sein geringes Metergewicht von 5,1g/m, den extrem dünnen Durchmesser von 8,6mm, zugleich aber durch seine Robustheit dank des hohen Mantelanteils und der durchdachten Imprägnierung.
Die Pro Dry Imprägnierung fängt schon bei den Kerngarnen an, wird im Flechtprozess auf Kern und Mantel ausgeweitet und thermisch fixiert. Dadurch ist das Seil stark wasserabweisend und vor Schmutz geschützt. Auf Gletscher und im Eis bleibt das Seil also geschmeidig, flexibel und leicht, ohne etwas an den Sicherheitsreserven einzubüßen. Die Imprägnierung in Kombination mit dem 47% Mantelanteil schützen das Seil vor Abrieb und machen es robust und langlebig. Somit wird das Seil vom Hersteller als das perfekte Seil für den Leichtgewichtalpinismus bezeichnet und ist eines der dünnsten und leichtesten Einfachseile auf dem Markt.

Es klingt nach dem perfekten Seil. Doch wo sind die Schwächen? Der Hersteller empfiehlt den Einsatz für Hochtouren, Gletscher und Eis, für Alpines Felsklettern oder als leichtes Durchstiegsseil beim Sportklettern. Zum Ausbouldern und Projektieren von Routen oder Topropen sei das Seil nicht geeignet. Und genau hier wollen wir beim Test ansetzen. Die Stärken liegen offensichtlich auf der Hand. Was aber, wenn man das Seil mit häufigen und weiten Stürzen quält und beim Ausbouldern immer die gleiche Stelle des Seils über teilweise abgeschliffene Exen zieht? Alltag beim Sportklettern und Extrembelastung für das Seil. Die Erwartung an dieses Seil zur Langlebigkeit bei solchen Belastungen war entsprechend gering, jedoch hat es mit seiner Robustheit überrascht und überzeugt. Das Seil kann also sehr wohl mit den reinen Sportkletterseilen mithalten.

Das Canary macht seinem Namen alle Ehre und fällt mit seiner knalligen Farbe auf. Neon Grün oder Pink sticht ins Auge und macht sich nicht nur auf Fotos gut. Auf dem Gletscher und im Eis bleibt das Seil mit Sicherheit immer sichtbar. Der geringe Durchmesser und das niedrige Metergewicht machen das 80m Bündel kompakt und leicht. Ideal für den Transport im Rucksack bei langen Zustiegen. Am Fels angekommen können wir dank dem 3D Lapcoiling sofort starten, ohne lästige Krangel oder Knoten im Seil zu haben.
Zum Sichern nutzen wir das neue GriGri, welches für den Gebrauch von Seilen ab einem Durchmesser von 8,5mm geeignet ist. Der erste Zug und Sturztest wird im weiteren Testverlauf bestätigt: Das GriGri greift ohne Probleme, ohne dass das Seil durchrutscht. Das Seil liegt dabei erstaunlich gut in der Hand und lässt sich trotz des geringen Durchmessers beim Sichern sehr gut handeln. Beim Klettern selbst fällt sofort die Geschmeidigkeit des Seils auf. Die Imprägnierung schützt nicht nur vor Wasser und Schmutz, sondern macht das Seil auch angenehm glatt. Beim Klippen kann man das Seil locker durch die Finger gleiten lassen.
Als erste Route wählen wir gleich eine lange Sportklettertour und nutzen fast die komplette Seillänge. Seilreibung ist hier definitiv kein Thema. Auch das geringe Seilgewicht ist deutlich spürbar. Hier wird man nicht durch das Seilgewicht nach unten gezogen. Spätestens beim Ablassen merkt man, dass wir kein Gummiseil in den Händen halten. Abruptes Abbremsen lässt das Seil nicht groß nachfedern. Trotzdem sind Stürze mit viel und wenig ausgegebenem Seil nicht hart. Beim Ausbouldern bleibt man auf Hakenhöhe ohne abzusacken. Die Mittelmarkierung hilft bei der Orientierung besonders in langen Routen und ist hilfreich beim Abseilen in Alpinrouten oder beim Handling auf dem Gletscher.

Auch nach längerem Gebrauch ändert sich nicht viel am Seil. Unzählige Routen, Stürze und Ausboulderaktionen später bleibt das Seil geschmeidig und flexibel. Weder die südfranzösische Hitze, noch Regenschauer können dem Seil etwas anhaben. Die Pro Dry Imprägnierung lässt das Seil in keinster Weise nass erscheinen, dreckig oder schwer werden, als es eine Weile im Regen hängt und anschließend auf den staubigen Boden fällt.
Häufig werden die Finger beim Sichern schwarz, sobald Seile länger im Einsatz ist. Das Canary zeigt diesen Effekt nicht und bleibt sogar nach längerem Gebrauch knallig bunt. Die Dynamik des Seils bleibt auch über längere Zeit so wie am Anfang. Weder wird es steifer, noch dehnt es sich mehr durch die zahlreichen Stürze beim Projektieren. Das Seil lässt sich gut greifen und man kann sich wunderbar zurück an den Haken ziehen ohne gleich wieder abzusacken.
Eine kritische Situation kann beim Topropen von langen Routen in Bodennähe auftreten, wenn viel Seil ausgegeben ist. Zwar zeigt das Seil eine gewisse und übliche Dehnung. Allerdings stellen wir auch hier wieder fest, dass wir kein Gummiseil in den Händen halten. Mit der Zeit raut das Seil an den stark strapazierten Enden etwas auf, was beim Handling aber keinen negativen Effekt hat.

Bezüglich Verschleiß, Haltbarkeit und Langlebigkeit zeigt sich nach längerem und intensivem Gebrauch, wie sich das Seil in den „schwachen“ Disziplinen schlägt. Ausbouldern und häufige Stürze bringen das Seil an die Verschleißgrenze. Die Belastung auf den Mantel ist hier extrem. Das Canary überrascht aber mit seiner Robustheit. Natürlich raut das Seil an den Enden, wo es beim Ausbouldern häufig über die Expressschlinge umgelenkt wird, auf. Jedoch hält sich dies im Rahmen und ist nicht unbedingt viel schlechter als die reinen Sportkletterseile. Hierfür ist zum einen die Imprägnierung, welche als Schutz dient, als auch der hohe Mantelanteil von 47% verantwortlich.
Auch wenn sich das Seil an den kritischen Stellen etwas aufraut, müssen wir das Seil erst unerwartet spät kürzen, sobald der Mantel extrem stark durchgerieben ist. Die Imprägnierung schützt das Seil zudem vor Verschmutzung, wodurch das Seil ebenfalls geschmeidig und langlebig bleibt. Vergleicht man das Seil mit dicken, robusten reinen Sportkletterseilen, welche für das Projektieren ausgelegt sind, kann man feststellen, dass das Canary zwar etwas früher verschleißt, allerdings nicht so wesentlich, wie man es nach Empfehlung des Herstellers erwarten würde.
Auch wenn wir das Seil nicht über den Gletscher gezogen haben, steht die Eignung hierfür außer Frage. Die Imprägnierung zeigt bei unserer Anwendung einen dauerhaften Schutz vor Schmutz und Nässe. Dadurch kann man folgern, dass auch Schnee und Gletschereis dauerhaft abgehalten werden können.
Das Canary Pro Dry 8,6mm überzeugt und erstaunt in jeglicher Hinsicht. Ohne Zweifel ist es der ideale Begleiter für sämtliche alpine Unternehmungen in Fels und Eis, wo es auf Gewicht und Schutz gegen Nässe und Schmutz ankommt. Gegen die Empfehlung des Herstellers ist es aber auch zum Sportklettern sehr wohl geeignet. Es kann extremen Belastungen beim Projektieren wie ein reines Sportkletterseil standhalten und schneidet in Sachen Haltbarkeit unter solchen Belastungen nur geringfügig schlechter ab als die wesentlich dickeren anderen Einfachseile.
Damit kann man das Canary als ein ultraleichtes und sehr robustes Highperformanceseil betrachten, welches für alle Disziplinen geeignet ist. Wer sich nur aufs Sportklettern konzentriert, hat mit diesem Seil sicher einen guten und leichten Wegbegleiter. Es eignet sich ideal zum Durchsteigen schwerster Routen bei dem geringes Seilgewicht und Geschmeidigkeit wichtig sind. Fürs reine Projektieren gibt es aber eventuell noch passendere oder günstigere Alternativen.

Quellen: https://www.edelrid.de/de/microsite/kletterseil-canary-pro-dry.php
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]]>Petzl ist vor allem durch die hochqualitative Hardware bekannt. Das beliebte GRIGRI Sicherungsgerät oder die SPIRIT Expressschlingen sind längst bewährte…
Der Beitrag Test Kletterseil – Petzl Volta 9.2 erschien zuerst auf VerticalExtreme Blog.
]]>Petzl ist vor allem durch die hochqualitative Hardware bekannt. Das beliebte GRIGRI Sicherungsgerät oder die SPIRIT Expressschlingen sind längst bewährte Klassiker. Mit dem VOLTA 9.2 stellt Petzl ein passendes Kletterseil bereit. Das Seil hat ebenfalls Potential zum Klassiker und spielt in Sachen Leistung definitiv in vorderster Front mit den Wettbewerbsprodukten mit. Dabei gelingt Petzl der Spagat zwischen geringem Gewicht und hoher Flexibilität sowie Robustheit und Langlebigkeit. Das VOLTA muss dabei keinerlei Kompromiss eingehen. Durch die 3-fach Zertifizierung (Einfachseil, Zwillingsseil und Halbseil) weitet sich das Einsatzgebiet auf fast alle Spielarten des Bergsports aus. Somit ist das Petzl VOLTA nicht nur ein Hochleistungsseil, sondern auch flexibler Allrounder für alle Zwecke.

Um das Seil auf Herz und Nieren zu testen, haben wir es den extremen Bedingungen des Sportkletterns ausgesetzt. Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf Handling beim Sichern und Klettern, das Verhalten bei Stürzen und beim Ausbouldern von Routen, sowie die Haltbarkeit und Langlebigkeit gelegt. Das Seil wurde über lange Ausdauerrouten gezogen, über abgeschliffene Exen gequält und zwangsläufig auch Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt. Überzeugt hat das Seil dabei über die komplette Lebenszeit in allen Kategorien.
Das VOLTA fällt zuerst durch die knallige orange Farbe auf, also eine gute Wahl für Kletterfotos. Viel wichtiger als die Farbe (gibt es nämlich auch in Grau) ist aber die Oberfläche und die Flexibilität des Seils. Die „Duratec Dry-Imprägnierung schützt vor Wasser-, Schmutz- und Abrieb. Dadurch kommt das mit 9,2mm Durchmessern relativ dünne Seil auch geschmeidig und glatt daher. Beim Auspacken fällt die „ClimbReady-Technologie“ positiv auf. Das Seil wurde so aufgewickelt, dass nervige Krangel und Knotengewirre beim ersten Gebrauch ausbleiben. In der ersten Route durfte das getestete Seil in der 80m-Ausführung sofort auf ganzer Länge zeigen, was es kann. Geschmeidig läuft es dank der Imprägnierung durch die Zwischensicherungen und trotz einiger Umlenkungen ist kaum Seilreibung zu spüren. Als ich nach 40m Kletterlänge den Umlenker einhänge, muss ich kaum am Seil ziehen. Die Geschmeidigkeit und das geringe Seilgewicht machen sich hier deutlich bemerkbar. Beim Sichern läuft das Seil erstaunlich leicht durch das Sicherungsgerät, trotzdem behält man das Seil sicher im Griff. Beim ersten Abseilen des Kletterers fällt auf, dass das Seil durch das GRIGRI 2 ein paar wenige Zentimeter langsam durchrutscht. Nach der zweiten Route ist dieser Effekt aber schon weg und auch ein Probesturz mit wenig ausgegebenem Seil wurde sicher und ohne Gefahr gehalten. Weitere Ausstattungen wie die gut sichtbare Seilmittelmarkierung machen das Seilhandling in langen Routen sicherer und komfortabler. Der obligatorische Knoten am Ende sollte trotzdem nie fehlen. Das „UltraSonic Finish“, also der Verbund von Kern und Mantel an den Enden mit Hilfe einer Ultraschallbeschichtung, macht die Seilenden stabil und das Seil platzt nicht auf, sobald es mal auf den Boden peitscht.
Der erste Eindruck: ein leichtes und sehr geschmeidiges Seil mit hervorragendem Handling beim Sichern und Klettern.
Viel wichtiger als der Eindruck in den allerersten Routen ist, wie sich das Seil über die Zeit und nach längerem Gebrauch verhält. Also haben wir das Seil gnadenlos in allen üblichen Klettersituationen gequält: Ausbouldern von Routen mit kurzen harten Stürzen, Durchstiegsversuche mit langen Stürzen, komplizierte Seilverläufe um Kanten und Ecken, sowie Topropeklettern, um steile Routen abzubauen. Außerdem setzten wir das Seil scharfkantigen Karabinern, sowie Nässe und Verschmutzung aus. Beim Ausbouldern im oberen Teil von längeren Routen fiel sehr positiv auf, dass sich die Seildehnung in Grenzen hält. Man kann sich ohne Probleme wieder zurück, nah an die Zwischensicherung, ziehen. Andere Seile sind hier deutlich weicher und gummiartiger, was in diesem Fall störend und kraftraubend wäre. Bei weiten Stürzen ist das Seil dynamisch genug, ohne unangenehm hart in die Wand zu krachen. Auch auf längere Sicht verändert sich das Seil diesbezüglich nicht. Beim Topropeklettern – speziell von langen Routen – fällt ebenfalls auf, dass sich das Seil nicht unangenehm dehnt. Gerade auf den ersten Metern von langen Topropetouren muss man also keine Angst vor Bodenstürzen haben. Auch nach langem Gebrauch bleibt das Seil Dank der „EverFlex-Veredelung“ dauerhaft geschmeidig und wird nicht steif.
Nach einem überraschenden Regenschauer wurde das Seil nass und stellenweise stark verschmutzt. Dank der Imprägnierung konnten wir aber schon nach kurzer Zeit ungehindert weiterklettern. Der Matsch ließ sich einfach abwischen und die Feuchtigkeit blieb außerhalb und trocknete schnell ab. Auch der häufig sehr staubige Untergrund in anderen Klettergebieten schadete dem Seil nicht groß und ließ sich einfach abklopfen. Dem Einsatz in alpinem Gelände oder auf dem Gletscher steht also nichts im Wege. Trotzdem ist eine Seilplane beim Sportklettern natürlich immer empfehlenswert.



Nach einigen Wochen intensivem Gebrauch in Kalymnos, Mišja peč, und den Tiroler Alpen, sieht man erste Verschleißerscheinungen. Allerdings bleibt das Seil trotzdem geschmeidig und stabil. Vor allem das Ausbouldern an scharfkantigen Zwischensicherungen oder kurze harte Stürze greifen den Mantel an den ersten Metern deutlich an. Das VOLTA wird zwar etwas pelzig, jedoch ist das Seil mit dem 42% Mantelanteil noch nicht durchgerieben. Ein Abschneiden der Enden ist noch nicht notwendig, während ich andere Seile nach vergleichbaren Belastungen schon 1-2 Mal um einige Meter kürzen musste. Obwohl der Mantel ein baldiges Abschneiden ankündigte, musste ich das VOLTA erstaunlicherweise erst deutlich später kürzen. Der Mantel blieb lange Zeit schützend intakt. Nach dem Abschneiden der Enden war das Seil wieder so, wie nach nur kurzem Gebrauch. Nach einem Jahr, 3-4 intensive Kletterurlauben und regelmäßigem Klettern 2-3 Mal die Woche, zeigt sich das Seil schon stark abgenutzt. Die Farbe ist ausgeblichen, der Mantel ist etwas pelziger geworden und die Enden wurden das ein oder andere Mal gekürzt. Dennoch bleibt das Seil geschmeidig und flexibel in der Handhabung beim Sichern und Klettern. Mantelverschiebungen, Beulen oder Mantelrisse blieben aus und das Seil bleibt weiterhin im Einsatz, etwas kürzer und weniger leuchtend. Andere Seile wurden nach ähnlichem Gebrauch bereits aussortiert.
Das Volta 9.2mm zeigt sich über die gesamte Lebensdauer flexibel und stabil. Der Seilaufbau sowie die Imprägnierung machen das Seil langlebig und robust. Trotzdem eignet sich das Seil sehr gut auch für schwere lange Routen, wo das niedrige Gewicht und der geringe Seildurchmesser zum Tragen kommt. Der stabile Mantelaufbau hält harten Stürzen und intensivem Ausbouldern stand. Stürze werden sanft gefangen, ohne, dass sich das Seil unangenehm dehnt und federt.

Quellen: https://m.petzl.com/CH/de/Sport/Seile/VOLTA-9-2-mm
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]]>| Hersteller: Fixe (bzw. Roca)
Modell: Standard Dry 9.2 Einsatzbereich: Sportklettern Funktionalität: für lange Sportklettertouren, insbesondere beim Onsight Klettern oder Projektieren von besonders langen Touren jenseits der 40m. Preis- / Leistung: sehr gut Fixe Siurana 9.6 Kletterseil kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop |
Roca ist mit mehr als 125 Jahre Erfahrung einer der ältesten Seilhersteller der Welt. Das Unternehmen gehört seit 2012 zu Fixe. Die gesamte Produktion wird in Spanien in Sant Quirze de Besora (Barcelona) hergestellt.
Mit einem besonders geringen Gewicht von 56g/m ist das Fixe Standard Dry 9.2 das ideale Seil für alle diejenigen, die Wert auf geringes Gewicht und angenehmes Handling legen, wie besonders beim Klettern von langen Sportkletterrouten über 40m.
Das Seil beeindruckt einen schon vom ersten Moment in der Hand, es fühlt sich besonders leicht, weich und geschmeidig an. Dies macht sich sowohl beim Klettern, wie auch beim Sichern bemerkbar:
Erfahrungen beim Klettern
Beim Klettern bewährt sich das geringe Gewicht und lässt einen selbst in den letzten Metern in besonders langen Touren im Flow bewegen. Zum Klippen muss man das Fixe Standard Dry 9.2 Kletterseil kaum noch in den Mund nehmen, um es nachzuziehen: es gleitet leicht zwischen Daumen und Zeigefinger bis zur nächsten Exe, was oft bei schwereren Seilen allein durch das höhere Gewicht – insbesondere ab einer gewissen Höhe- nicht möglich ist oder unangenehm auf der Haut zwischen Daumen und Zeigefinger wäre.

Sturztest – jetzt muss das Fixe zeigen was es kann
Andererseits handelt es sich mit einem Durchmesser von 9,2mm um ein Seil bei dem man sich nach einem Sturz noch sehr gut hochziehen kann, was wiederum bei besonders dünnen Seilen unangenehm ist.
Beim Stürzen fühlt es sich überraschend weich an: selbst bei relativ „harten“ Stürzen arbeitet das Seil optimal und fängt den Kletterer besonders weich und geschmeidig auf.
Für den Sicherer liegt das Fixe Standard Dry 9.2 Kletterseil wunderbar in der Hand, es fühlt sich weich und geschmeidig an und lässt sich sehr angenehm und leicht über das Sicherungsgerät führen (Für den Test wurde ein Grigri 2 benutzt).
Konstruktion
Die sogenannte Endurance-Konstruktion sorgt laut Hersteller für eine angenehme Haptik, bessere Gleitfähigkeit und ca. 30 % höhere Abriebfestigkeit. Dies konnten wir insbesondere in Bezug auf die Haptik bzw. beim Stürzen im Vergleich zu anderen Seilen im Durchschnitt bestätigen.
Die sogenannte SPD-Technologie verbessert laut Hersteller die Leistung der Fasern, womit sich die Sturzzahl um 30% erhöht und der Fangstoß dabei reduziert. Die Seile sollen dabei bei gleichem Durchmesser die gleichen Eigenschaften von Seilen mit vergleichbar größerem Durchmesser erzielen. Dies konnten wir nur beschränkt bestätigen: beim Stürzen hat sich das Fixe Standard Dry 9.2 Kletterseil überraschend angenehm und „sturzdämpfend“ angefühlt.

Die sogenannte Dry-Technologie verhindert laut Hersteller das Eindringen von Eis, Staub und Sand zwischen den Fasern weitgehend, was die Lebensdauer verlängern soll. Das Seil fühlte sich auch nach leichtem Regen nicht unangenehm nass an.
Langlebigkeit
Wie für ein Seil mit so angenehmem und weichem Handling zu erwarten war, konnten wir nach einem harten Test mit vielen Stürzen keine überdurchschnittliche Langlebigkeit bestätigen.

Seilenden vom Fixe 9,2 nach einem ausgiebigem Sturztest
Fazit
Das Fixe Standard Dry 9.2 stellt sich als idealer Kompromiss zwischen Gewicht, Handhabung, Haptik und Langlebigkeit dar und scheint somit ideal zum OnSight Klettern oder Projektieren für lange Sportkletterrouten oder für Go`s, wo jedes Gramm zählt. Das Versprechen von Leichtigkeit und Geschmeidigkeit beim Klettern und im Handling enttäuscht nicht. Für „hartes Ausbouldern“ von Touren ist es wohl zu dünn und wahrscheinlich zu schade, wobei man sich natürlich immer ein etwas längeres Seil zulegen und es entsprechend bei Bedarf abschneiden kann: den Kompromiss zwischen Handling und Langlebigkeit muss natürlich jeder für sich abwägen.
Ein vergleichbar gutes Handling bei etwas mehr Gewicht, aber eben auch einer besseren Langlebigkeit bietet das Fixe Siurana 9,6 – nur 3g/m schwerer!

Das Fixe Siurana 9,2 im Einsatz
Quellen:
https://www.fixeclimbing.com/de/sport-climbing/cuerdas/?pr=92-standard-dry https://www.fixeclimbing.com/de/tecnologia-cuerdas-fixe-roca/
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]]>Bis dass der Tod uns scheidet, oder vielleicht doch lieber vorher austauschen? Das Kletterseil waschen und pflegen und somit die…
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]]>Bis dass der Tod uns scheidet, oder vielleicht doch lieber vorher austauschen?
Das Kletterseil waschen und pflegen und somit die Haltbarkeit maximieren.
Das Kletterseil ist die Lebensversicherung eines Kletterers und schützt im Fall des Falles vor dem unsanften Bodenkontakt. Moderne Kletterseile halten viel aus und haben einige Sicherheitsreserven, doch natürlich sind auch hier schnell Grenzen gesetzt. Wann wird es gefährlich und wann tauscht man das Seil besser aus? Und was kann man tun, um die Lebensdauer eines Seils zu verlängern, wie zum Beispiel das Kletterseil waschen? Antworten zu Sicherheit und Seilpflege werden in diesem Artikel beantwortet.

Ein weiter Sturz beim Sportklettern, kann ein Grund zum Austauschen eines Klettereils sein. (Martin Wagner beim Victoryjump vom Umlenker in Aquilles 7c+, Rodellar)
Oft stellt man sich die Frage, wie lange man ein Seil verwenden kann und wann es Zeit wird, es auszutauschen. Die Lebensdauer eines Seiles ist stark vom Gebrauch, dem Umgang und der Pflege des Seils abhängig. Wer ein Kletterseil stark strapaziert oder nicht sorgsam damit umgeht, darf es schnell austauschen. Ein gut gepflegtes Seil kann abhängig von der Häufigkeit der Nutzung recht lange halten. Eine grobe Orientierung gibt folgende Tabelle:
| Häufigkeit der Nutzung | Lebensdauer des Kletterseiles |
| ständig (fast täglich) | weniger als ein Jahr |
| häufig (jede Woche) | bis zu einem Jahr |
| regelmäßig (mehrmals pro Monat) | bis zu 3 Jahre |
| gelegentlich (ca. einmal pro Monat) | bis zu 5 Jahre |
| selten (ein- bis zweimal pro Jahr) | bis zu 7 Jahre |
| nie | max. 10 Jahre |
Davon abweichend gibt es allerdings einige Faktoren, welche die Lebensdauer eines Seiles stark verkürzen oder einen sofortigen Tausch notwendig machen…
Hersteller raten nach einem extrem harten Sturz mit Sturzfaktor 1 das Seil auszutauschen, da die extremen Belastungen unsichtbare Beschädigungen am Seil verursachen können. Der Sturzfaktor berechnet sich aus der Fallhöhe geteilt durch ausgegebenes Kletterseil bei statischem Fixpunkt, sprich hartem Sichern. (Mehr zum Normsturz im Artikel „Kaufberatung Kletterseile“).
Hohe Sturzbelastungen sind beim Sportklettern aber eher selten – häufig wird ein Sturzfaktor von maximal 0,3-0,4 erreicht. Auch muss man die härteren Sportkletterstürze nicht überbewerten. Wie der Sicherheitsexperte Pit Schubert in „Normprüfung von Bergseilen“ schreibt, sind Seilrisse ohne Scharfkantenkontakt so gut wie unmöglich. Dennoch ist bei harten Stürzen mit hohem Sturzfaktor, wie z.B. ein Sturz vom Standplatz ohne Zwischensicherung oder ein harter Sturz in den ersten Haken, Vorsicht geboten. Wir raten daher lieber früher als später in ein neues Kletterseil zu investieren und besonders die weiteren Anzeichen zu beurteilen.

Kletterseil am Limit – aufgeriebener Seilmantel: der Kern schaut schon heraus.
Bei Schäden am Seilmantel gilt Alarmbereitschaft. Sollte bereits der Kern durch den Mantel schauen, Schnittverletzungen sichtbar oder das Seil stark aufgepelzt und knickbar sein, ist es höchste Zeit das Kletterseil zu kürzen oder auszusortieren. Häufig sind die genannten Beschädigungen 2-5 Meter vom Seilende entfernt zu finden, da hier die Belastung auf das Seil beim Ausbouldern oder kleinen Stürzen besonders hoch ist. In diesem Fall reicht es, den beschädigten Teil des Seils abzuschneiden, sofern der Rest des Seils noch in Ordnung ist. Hierbei ist zu beachten, dass die Mittenmarkierung dann nicht mehr stimmt und die verkürzte Seillänge bei langen Routen beachtet werden muss. Ein Knoten am anderen Ende des Seils ist Pflicht! Sind Mantelschäden in der Mitte des Seils oder über das Seil verteilt zu finden, führt kein Weg am Kauf eines neuen Kletterseils vorbei.

Vergleich aufgepelzter Seilmantel und unbeschädigtes Kletterseil
Felskanten, Seil-auf-Seil-Reibung und scharfe Karabiner am Umlenker oder an den Zwischensicherungen können erhöhten Seilabrieb verursachen. Mit der Zeit pelzt das Seil auf, der Seilmantel wird dünner und fransiger, und Mantelschäden wie oben beschrieben werden schon bei geringeren Belastungen oder schon nach kürzerer Zeit sichtbar. Sofern das Abschneiden der geschädigten Enden nicht mehr reicht oder Schäden in der Seilmitte sichtbar werden, ist ein Austausch des Kletterseils notwendig. Auch wenn sich das Kletterseil vollkommen knicken lässt, ist ein Kürzen oder Austauschen des Seils notwendig.

Alles in Ordnung – das Kletterseil lässt sich nicht vollständig knicken.

Zeit zum Austauschen oder Abschneiden – das Kletterseil lässt sich vollständig knicken.
Ähnlich wie der Abrieb, können Schmelzverbrennungen verursacht werden. Dies passiert am häufigsten bei Stürzen in scharfe Karabiner oder bei schnellem Ablassen über spitze Felskanten oder über scharfe Umlenker. Der Mantel zeigt sich einseitig hart und weist eine Verschmelzung der Mantelgarne auf. Damit büßt das Kletterseil nicht nur die Flexibilität ein, sondern der schützende Mantel ist ernsthaft beschädigt. Je nach Ausmaß der Verbrennung muss das Seil getauscht werden.

Stark abgeschliffener Karabiner mit scharfer Kante.
Intensives Topropen verursacht häufig größere Mantelverschiebungen, was bis hin zu Verformungen oder Beulen im Mantel führen kann. Die Seilfestigkeit ist dadurch zwar nicht vermindert, allerdings wird das Handling schnell schlechter. Im Extremfall lassen sich Beulen nicht mehr durch die Sicherungsgeräte ziehen oder bauen sich am Umlenkpunkt so auf, dass verstärkt Belastung auf den Mantel kommt. Dies wiederum kann Mantelbeschädigungen und Risse verursachen. Die Wahl eines geeigneten Seiles z.B. mit einer Kern-Mantel-Verbindung bzw. die richtige Verwendung kann diesen Effekt reduzieren.

Kletterseil mit typischem Wulst durch Mantelverschiebung.
Alterung durch Temperatureinwirkung und UV-Licht sowie Verschmutzung des Seils oder geringe Schmelzverbrennungen können das Seil versteifen. Damit wird nicht nur das Handling schlechter, sondern auch die dynamischen Eigenschaften werden herabgesetzt. Spätestens wenn das Seil zu unflexibel wird und sich Einschränkungen beim Sichern und Klettern ergeben, sollte das Kletterseil ausgetauscht werden.
Durchnässte Seile, die hohen Belastungen ausgesetzt werden, verlieren an Festigkeit und sollten ersetzt werden. Sofern nass gewordene Seile, die im nassen Zustand keiner harte Belastung ausgesetzt waren, wieder schonend getrocknet werden (nicht in der prallen Sonne), können sie danach wieder uneingeschränkt genutzt werden. Wer eine Nutzung in nassem Terrain plant, sollte unbedingt auf eine entsprechende Imprägnierung achten, damit der Seilkern geschützt bleibt.

Typisches Seilstück, das lange Sonne und Wetter ausgesetzt war.
Lange und direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen verspröden das Kletterseil und machen es steif. Die dynamischen Eigenschaften werden dadurch reduziert und das Seil verliert auf die Dauer an Festigkeit und Flexibilität. In diesem Fall führt kein Weg an einem Austausch des Seils vorbei. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mehr im sonnigen Süden klettern darf, sondern nur, dass man Kletterseile nicht wochenlang in der Sonne liegen und hängen lassen sollte, sondern entsprechend schonend lagert. Wenn das Seil lange im Sand benutzt wurde, sollte man danach das Kletterseil waschen.
Kontakt mit Chemikalien ist in jedem Fall zu vermeiden. Bei Kontakt muss das Kletterseil sofort ausgesondert werden, da die innere Struktur der Seile empfindlich geschädigt wird und schon bei sehr geringen Kräften reißen kann. Besonders bei der Lagerung oder dem Transport sind beispielsweise auslaufende Autobatterien oder Laugen und Säuren eine Gefahr. Spiritus, Benzin, Diesel oder Essigsäure fügen dem Seil keinen großen Schaden zu, sollte aber trotzdem vermieden werden.
Starke Verschmutzungen machen das Seil nicht nur steif und unflexibel, sondern schädigen auch weiteres Sicherungsmaterial. Sofern es sich nur um Dreck und Staub handelt, kann Waschen das Seil retten, in anderen Fällen ist ein Austausch des Kletterseiles anzuraten. Vorbeugend sollte immer ein Seilsack oder eine Seilplane verwendet werden.
Wer sein Kletterseil gut pflegt, kann es lange und ohne Sorge benutzen. Der richtige Umgang mit einem Seil schont nicht nur die Kletterausrüstung, sondern ist im Zweifelsfall lebenswichtig. Neben der korrekten Verwendung von Sicherungsgeräten und Knoten gibt es noch ein paar weitere Punkte, die bei der Verwendung eines Kletterseils wichtig sind und Seil und Material schonen. Hier seien beispielhaft nur ein paar aufgeführt:

Seilaufbau: Mantel und Kern eines Kletterseils

Beal Unicore Kletterseile eignen sich gut zum Topropen. (Jeffrey Horvath im „Sandler“ 6a, Achleiten).
Um ein Seil stets sauber zu halten und vor anderen Einflüssen zu schützen, ist die richtige Aufbewahrung wichtig. Zum Transport empfiehlt sich ein Seilsack, welcher mit Plane auch während der Nutzung des Seils vor Staub und Schmutz schützt. Die Enden können an den vorhandenen Schlaufen verknoten werden, um einen Knoten mitten im Seil zu verhindern bzw. das Seilende zu markieren. Zum Transport oder der Lagerung sollte das Kletterseil nicht aufgenommen werden, sondern lose im Seilsack bleiben. Dies verhindert Krangel im Seil. Die Lagerung erfolgt am besten in einem vor Hitze und direktem Sonnenlicht geschützten und trockenem Raum. Dauerhaftes Lagern im Auto ist gerade im Sommer nicht anzuraten, da das Seil schnell steif wird, sobald es der Hitze ausgesetzt ist. Am besten eignet sich der Keller oder ein Schrank. Auch sollte das Kletterseil nicht hängend gelagert werden, da sonst Belastung auf die immer gleiche Stelle des Seils kommt. Nasse Seile sollten offen langsam getrocknet werden und nicht in feuchtem Zustand im Seilsack verbleiben, da sich sonst Schimmel bilden kann. Kontakt mit Chemikalien ist in jedem Fall zu vermeiden.

Fertig zum Weiterklettern – Kletterseil mit abgeschnittenem Ende.
Von intensivem Ausbouldern oder kurzen Stürzen ins Seil scheuern die Seilenden häufig auf. Der Mantel ist aufgerieben, der Kern schaut durch oder das Kletterseil lässt sich komplett knicken. Wenn der Rest des Seiles aber noch in Ordnung ist, dann kann man das Seil kürzen und danach weiterverwenden. Man sucht sich also die Stelle am Kletterseil ca. 30cm nach der beschädigten Seilstelle (sofern das Seil dort wieder in Ordnung ist) und schneidet es unter leichtem Zug mit einem geeigneten Messer durch. Nun streicht man den Mantel etwas aus, um Mantelverschiebungen auszugleichen. Nach weiteren 20cm (sofern Mantel und Kern vorhanden sind) umklebt man die Seilstelle straff mit zwei Wicklungen Tape und durchtrennt das Seil unter leichtem Zug an der getapten Stelle mit einem sauberen Schnitt, sodass mind. 1cm Tape am guten Ende verbleibt. Nun wird das Ende noch mit einem Feuerzeug angeschmolzen und zusammengedrückt, um Mantel und Kern zu verbinden. Es empfiehlt sich, dass man die Seilenden immer wieder wechselt, um über die Zeit gleichmäßig von beiden Seiten zu kürzen. Wichtig ist, dass man die verkürzte Seillänge einkalkuliert und auf jeden Fall einen Knoten ins Seilende macht. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Mittelmarkierung nicht mehr stimmt und bei Bedarf erneuert werden sollte. Tipps hierzu im nächsten Punkt.
Werden Seilenden gekürzt oder ist die Mittenmarkierung nicht mehr sichtbar, ist es sinnvoll die Seilmitte neu zu markieren. Markierungsstifte gibt es von einigen Seilherstellern. Die Hersteller empfehlen für die Seile entsprechend nur die eigenen Stifte zu verwenden, da diese am besten auf das Material angepasst sind. Von der Verwendung von Edding und Co. wird dringend abgeraten, da diese aggressive Chemikalien enthalten können. Natürlich unterscheiden sich die Seilmaterialien nicht wirklich und es können Markierungsstifte aller Seilhersteller für alle Kletterseile verwendet werden.
Vorbeugend sollte man die Verschmutzung eines Seils verringern, wofür sich Seilplanen bzw. Seilsäcke eignen. Irgendwann kann es aber dennoch Zeit werden, das Kletterseil zu waschen. Schmutz und Staub im Seil reiben nicht nur die Fasern des Seils gegenseitig auf und verschleißen so das Kletterseil, auch die Flexibilität des Seils reduziert sich. Dies ist beim Handling schnell störend und das Seil läuft nicht mehr so geschmeidig durch die Sicherungsgeräte oder Zwischensicherungen. Seilreibung ist die Folge. Auch werden durch Schmutz und Staub die Karabiner schneller abgenutzt und scharf geschliffen. Äußerlicher Dreck und Staub sollte regelmäßig mit einer Seilbürste entfernt werden. Hierzu zieht man die Bürste mehrfach über das trockene Kletterseil.

Kletterseil waschen mit dem Beal Rope Cleaner
Zum Kletterseil waschen nutzt man am besten eine Wanne mit handwarmen Wasser. Schonende Synthetik Waschmittel können genutzt werden, besser ist aber extra dafür vorgesehene Waschmittel zu verwenden. Auch hier kann die Seilbürste nochmals Einsatz finden. Die Waschmaschine im Schongang bei 30°C ist eine Alternative. Allerdings können so leicht Seilkrangel entstehen, weshalb ich davon abrate.
Zum Trocknen des Seiles, das Kletterseil am besten gleichmäßig und locker über einen Wäscheständer auslegen (nicht hängen) oder auf dem Boden ausbreiten. Direkte Sonneneinstrahlung oder Hitze sollte aber in jedem Fall vermieden werden. Vor dem Zusammenpacken zurück in den Seilsack, sollte das Kletterseil vollständig trocken sein, da sich ansonsten Schimmel bilden kann.
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