Hersteller: Edelrid Modell: Hummingbird Bird Eco Dry 9,2mm 40 Meter Einsatzbereich: Sportklettern, vor allem Kletterhalle Funktionalität: sehr robustes leichtes…
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Hersteller: Edelrid
Modell: Hummingbird Bird Eco Dry 9,2mm 40 Meter
Einsatzbereich: Sportklettern, vor allem Kletterhalle
Funktionalität: sehr robustes leichtes Kletterseil mit geringer Dehnung
Preis/Leistung: hoher Preis
Edelrid Hummingbird Eco Dry kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

Das neue Edelrid Hummingbird Eco Dry 9,2mm ist ein leichtes hochwertiges Kletterseil vom Seilhersteller Edelrid aus dem Allgäu. Es ist mit einer umweltfreundlichen PFC-freien Eco Dry Behandlung ausgerüstet.
Handling:
Das Seil kommt aus der Verpackung nicht ganz krangelfrei, auch wenn der Hersteller es auf Grund 3D-Lapcoil verspricht. Nach mehrmaligen Durchziehen ist das Seil krangelfrei. Bei den ersten zwei Benutzungstagen krangelt das Seil am Ablassen leider doch wieder ein wenig. Im Laufe der Zeit gibt sich dieses Problem zum Glück.
Bei den ersten fünf Benutzungstagen ist das Seil am Ablassen sehr rutschig. Hier ist ein Feingefühl gerade beim Ablassen mit Petzl Grigri erforderlich. Es gibt nichts Unangenehmeres als beim Abgelassenwerden plötzlich das Gefühl zu haben, das es ungebremst nach unten geht. Nach dieser Zeit wird das Seil zunehmend griffiger und lässt sich beim Ablassen gut kontrollieren.
Das Seil lässt sich sehr gut in die Karabiner einhängen. Die Seildicke ist hier optimal. Auch das Hochziehen des Seils in den Karabiner geht sehr gut. Das Seil lässt sich auch aus dem Sicherungsgerät – getestet hier mit Petzl Grigri+ – sehr gut ausgeben. Der Kletterer freut sich über schnelles Seil beim Einhängen.
Auf das Hummingbird ist auch beim Topropen dank geringer Dehnung von nur 6% (statischer Dehnung) voller Verlass.
Hier geht es beim Zumachen nicht erst ewig nach unten.
Haltbarkeit:
Nach fünf Verwendungstagen hat sich an einem Seilende die Edelrid-Seilkennzeichnung verabschiedet.
Die Verschweißung der Seilenden ist nicht zufriedenstellend. Bereits nach fünf Benutzungstagen in der Kletterhalle ist die Verschweißung dahin.
Der Seilmantel ist sehr robust. Erreicht wird das mit einem hohen Mantelanteil von 44%. Verschleißerscheinungen am Mantelanteil sind kaum sichtbar.



Der Zustand des Seillendes nach einem Jahr Dauerbenutzung in der Halle.
Fazit:
Ein langlebiges nachhaltig produziertes Seil bei dem sich der Mehrpreis auf jeden Fall lohnt. Die am Ende aufgeplatzte Verschweißung ist nicht schlimmer geworden. Es entstand kein Mantelrutsch. Nach über einem Jahr Dauereinsatz in der Halle ist der Mantel etwas platt gedrückt. Andere Seile wären schon längst hinüber. Das Seil ist echt wahnsinnig robust.

Weitere Informationen bei Edelrid Hummingbird Eco Dry
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]]>Wir starten um 7 Uhr in Las Vegas, um 7:30 sind wir an der Mautstelle des Scienic Drive des Red…
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]]>Wir starten um 7 Uhr in Las Vegas, um 7:30 sind wir an der Mautstelle des Scienic Drive des Red Rock Canyon. Ein Ticket musste man sich vorher unter recreation.gov buchen. Wir fahren 15 Meilen auf dem Scienic Drive zum Parkplatz des Pine Creek Canyon, an dem die Wanderweg zum Zustieg startet. Wir wundern uns etwas, warum so viele Autos bereits vor uns da sind, wo man doch erst ab 7:30 in den Scienic Drive hineinfahren kann laut der Website recreation.gov. Bei uns bekannt wurde die Route durch das Video von Magnus Mitbo und Alex Honnold. Beide klettern die Tour free solo. Alex filmt nebenbei.
Zustieg:
Wir wandern zuerst den Pine Creek Trail hinab. Am Abzweig zum Knoll Trail am markanten Plastikschild Knoll Trail, biegen wir links auf den Knoll Trail ab. Linka steht ein verlassenes Haus. Dieser führt zunächst über einen Bach und dann aus dem Bachbett hinaus nach oben. Oben an der nächsten Verzweigung folgt man weiter dem Knoll Trail. Man folgt nicht dem Schild Pine Creek Loop. Am Knoll Trail Markierungspfosten geht man geradeaus weiter. Tendenziell hält man sich eher rechts an einen Wachholder. Dann wird leider etwas kryptisch man folgt stetig ein Bachbett mit riesigen Blöcken hinauf.

Es ist unübersichtlich. Beim Aufstieg haben wir nicht die schnellste und beste Linie erwischt. Beim Abstieg ist die Markierung durch Stoamandl besser zu erkennen. Am Ende des Bachbetts muss man auch wieder aus diesem hinaus finden. Es ist uns gelungen on sight die perfekte Linie zu finden. Nach dem Bachbett geht es die gelben Steinplatten hinauf zum Einstieg. Je nach Gehgeschwindigkeit und Wegfindungsgeschick benötigt man vom Parkplatz 1,5-2h. Wir haben 1h 45 min gebraucht.
Kletterlinie:
1. SL: 30m 5.8, Einstieg im gelben Gestein bei deutlich sichtbaren nicht weit entfernten Bohrhaken (BH). 2. Bohrhaken nicht allzu weit entfernt. 3. BH weiter weg im dunkelbraunen Gestein. 4. BH noch weiter weg. 5. Haken im Dunkeln Gestein. Hin zum Stand der weit links ist. Klettern an großen Griffen. Stand an zwei BH mit Ring.

1.SL – man sieht den Riss der 2. SL leicht rechts oben.
2. SL : 50m 5.9, zuerst ein Riss . Hier lassen sich Cams der Größe (Gr.) 0,4-0,5 legen. 1. BH nach 8-10 Metern. Der Riss lässt sich oben rechts etwas umgehen. Wobei der Riss recht griffig ist.
Über dem BH kommt ein großer Henkel. Danach klettert man in den nächsten Riss leicht nach rechts. Hier ist es nicht so einfach etwas zu legen. Erst weiter oben lässt sich der 0,3 Cam und im weiteren Verlauf kleine Rocks legen. Nach dem Riss geht wieder leicht nach rechts. Ein 1er Cam lässt hier beim Queren legen. Danach kommt ein BH im gelben Gestein. Danach kommen 5-6 Meter im dunkelbraunen Gestein wo sich nochmal mit kleinen Rocks (Gr.3-5) legen lassen. Dann kommt der Stand – 2 BH mit Ring.

Der Verlauf der 2 SL.
3. SL 50m 5.6 „ Schokoladenseillänge Zartbitter“ ohne BH. Hier geht es senkrecht in die Ritter Sportwand hinauf. Es lassen sich Rocks Gr.2-6 legen und Cam 0.3 bis 0,4 . Kurz vor dem Stand lässt sich der gelbe 2er Cam in einen Querriss legen – Stand 2 BH mit Ring.

Der Beginn der 3. SL.
4. SL : 30 m 5.6 „ weiter auf der „Rittersport Zartbitter“ . Hier lassen sich auch gut Rocks Gr. 2-7 und 0,4er Cam unterbringen. Stand an BH mit Ring.

Der Beginn der 4.SL.

Das Ende der 4.SL.
5. SL +,6.SL (5.SL hat keinen gebohrten Stand) 5+6 ca. 65m Start am Türmchen mit 0.5cam. Danach kommen 3 BH entlang der Kante. Der 2. BH ist rechts in der Platte und schwer zu finden. Danach kommt ein Absatz mit möglichen Zwischenstand an kleinen Rissen. Nach dem Absatz folgt ein Boulder an einem Bauch. Danach folgt eine dunkle Platte mit einem BH. Oben rechts ist der Stand mit 2 BH mit Ring in einem Einschnitt.

Der Beginn der 5. SL.
Ausstieg: Der Ausstieg ist noch etwas heikel. Man klettert eine ausgesetzte Kante ab, quert eine Platte und folgt den Stoamandl. Auf der anderen Seite klettert man wieder hinauf zu Gestrüpp. Hier quert man rechts hinaus und dann nach oben zum Gipfel. Wir haben die Passage weiterhin gesichert.

Blick vom Gipfel – im Hintergrund die die Skyline vom Stripe von Las Vegas.

Das Loch – nicht ganz trivial zum abklettern.
Am Gipfel treffen wir einen Amerikaner mit seiner Tochter. Sie beglückwünschen uns zu der Tour.
Wir ratschen lange mit dem erfahrenen Mann. Er gibt uns weitere Tourenvorschläge und erzählt uns von weiteren schönen Klettergebieten in den USA. Er verrät uns auch, dass man vor 7 Uhr in der Früh ohne Permit in den Scienic Drive einfahren kann. Das erklärt auch die vielen Autos, die vor uns da waren. Danach machen wir uns auf den Abstieg. Dieser ist gut mit Stoamandl markiert. An einer Stelle muss man das Loch finden, durch das man abklettern muss, um weiter den Pfad folgen zu können.
Am Einstieg angekommen, schauen wir noch einigen Seilschaften beim Klettern zu. Wir waren zuvor allein in der Wand. Dann folgen wir den Stoamandln wieder hinab durch das verblockte steile Bachbett. Diesmal erwischen wir die perfekte Linie.
Wir wandern weiter zum Parkplatz. Ein perfekter gelungener Klettertag geht zu Ende.

Das Material, dass wir dabei hatten.
Der Camping des Red Rock Canyon kann unter recreation.gov reserviert werden. Hier sind aber Reservierungen ein halbes Jahr vorher notwendig, um einen Paltz zu bekommen. Ansonsten gibt es in Las Vegas natürlich jede Menge zum Übernachten – unter der Woche ist es immer billiger, Freitag bis Sonntag deutlich teurer.
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]]>Hersteller / Modell: Ocun Ozone Art: Velcro-Kletterschuh Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen Highlights: Patentiertes 3-Force-System 3FS für Torsionssteifigkeit und dauerhafte…
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]]>| Hersteller / Modell: Ocun Ozone
Art: Velcro-Kletterschuh Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen Highlights:
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Auf der Ocun Homepage wird der Ozone folgendermaßen beworben: „Dank des patentierten 3-Force-Systems ist dieser Kletterschuh sehr präzise auf Mikrotritten, Leisten und in Löchern. Die Spannung im Fußgewölbe, die innere Kräfte zur Spitze leitet, die asymmetrische Form und die 3D-Zwischensohle garantieren maximale Unterstützung des Fußes beim Klettern. Die neue gummierte Spitze ermöglicht sichere Zehenarbeit.“

Technologie Ocun Ozone (Quelle: https://www.ocun.com/de/sites/new-ozone-2022)
Performance auf Minileisten ![]()
Der Ocun Ozone ist ein asymmetrisch gebauter Schuh mit unterstützender Zwischensohle, was die Stabilität auf kleinen Stritten ohne hohen Kraftaufwand ermöglicht. Zudem leistet das 3-Force-System in der Praxis ganze Arbeit. Der Kletterschuh sitzt beim Antreten minimalster Tritte perfekt am Fuß und dreht sich keinen Millimeter. Ein wirklicher Topschuh zum Stehen mikroskopischen Tritten im senkrechten und steilen Gelände.
Performance auf Reibung ![]()
Im Neuzustand ist die Reibungsperformance der 4mm dicken Vibram XS Grip Sohle noch etwas verhalten und unsensibel. Hat man den Schuh aber einige Male benutzt, verbessert sich dies signifikant! Da der Schuh relativ steif ist – was seiner Top Performance auf Minileisten entgegen kommt – muss man auf Reibung aber leider kleine Abstriche machen.
Performance in Löchern ![]()
Durch die spitze Schuhform, der sehr hohen Kantenstabilität durch das 3FS System und die nur moderat aufgestellten Zehen steht der Ocun Ozone sicher und kraftsparend in Löchern.
Performance bei Hooks ![]()
Dank des neuen Toehook- Vollgummi-Fußspitze sind die Hookfähigkeiten gegenüber dem grüngelben Vorgänger Modell noch deutlich verbessert worden. Hätte ich 2012 bei meinem Projekt „Zwischenhoch“ am Kraftwerk so einen Schuh mit Toehook-Vollgummi gehabt, hätte ich mich bei dem obligatorischen Toehook mit links sicherlich besseren Grip gehabt und hätte mehr vertrauen können das der Hook hält. Nicht nur für Boulderer eine deutliche Verbesserung.
Performance in Rissen ![]()
Durch die gummierte Oberseite auch nicht schlecht für Risse – soweit der Kletterschuh nicht in der Performance Größe (also in etwa eine halbe Nummer kleiner als bei deinen Straßenschuhen) gekauft wird. Wählst du ihn etwa eine halbe Nummer größer als deine Straßenschuhgröße, kannst du mit dem Ocun Ozone auch gut Risse und Mehrseillängen klettern. Naturgemäß leidet dann aber die Performance auf Mikrotritten.
Passform ![]()
Der Ozone ist perfekt für schmale Füße. Für breitere Füße gibt es den breiteren Leisten Ocun Ozone HV – ansonsten baugleich – nur breiter. Klappt man den Fersenteil hinunter, kann man relativ leicht in die Kletterschuhe hineinschlüpfen. Die Zunge ist beim jetzigen Modell beidseitig vernäht. Dies ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgängermodell. Dort war die Vernähung nur an der Innenseite des Schuhs. Die Zehen werden in der Zehenbox nur leicht aufgestellt. Auch für Kletterer die keine Lust auf Schmerzen für Leistung haben eine sehr gute Wahl.
Die beiden Velcro-Verschlüsse schließen gegenläufig optimal. Dies ist auch besser als beim Vorgängermodell. Ich habe den Schuh eine halbe Nummer kleiner als meine Straßenschuhgröße. Damit kann ich entspannt klettern, wenn ich zwischen den Touren die Kletterschuhe ausziehe. Für Mehrseillängen und dauerhaftes Tragen würde ich ihn eine halbe Nummer größer als meine Straßenschuhgröße nehmen.

Komfort ![]()
In der Performance Größe (Straßenschuhgröße minus halbe Nummer) kann man mit dem Schuh relativ lange klettern. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Schuhe immer nach dem Klettern auszieht. 8 Hallenrouten mit 18 Metern oder 5 Routen draußen mit 35 Metern lassen sich schmerzfrei klettern. Der Zug an der Ferse ist gut, drückt aber nicht. Das Kunstleder fühlt sich angenehm an. Der Schuh bleibt auch bei häufiger Benutzung geruchsneutal.
Haltbarkeit![]()
Die Haltbarkeit des Schuhs ist sehr gut. Die Verklebungen halten überall gut. Man merkt dem Kletterschuh sofort an, dass er in der EU handgenacht wird. Das 3FS System spielt bei der Haltbarkeit seine Leistung aus. Der Schuh bleibt damit formstabil und behält die gute Kraftübertragung zur Schuhspitze bei. Der Schuh dreht sich auch nach längerem Gebrauch nicht um den Fuß und die Kantenstabilität bleibt bestehen.
Ich habe zwei Vorgängermodelle. Diese lassen sich auch noch mit stark abgekletterter Sohle gut klettern. Man braucht zwar etwas Zehenpower, dafür steigt die Reibungsperformance deutlich an. Daher ideal für die Halle. Kein Vergleich zu früheren Five Ten Anasazi oder Lace Up Modellen, die im abgekletterten Zustand keine Performance mehr hatten.
Fazit und Einsatzbereich:
Der Ocun Ozone (baugleich Ocun Ozone HV für breite Füße) erreicht die Höchstwertung bei der Performance auf Minileisten und bei der Passform. Ein super Kletterschuh zum Sportklettern und Bouldern für präzises und kraftsparendes Stehen. Auch bei Hooks und beim Antreten in kleinen Löchern kann der Ocun Ozone auf ganzer Linie überzeugen.
Seine Qualitäten liegen im senkrechten und überhängenden Routen. Reibungsklettereien sind weniger sein Metier, wobei die Performance bei einem gut eigetragenem Kletterschuh auch hier gut ist.
Hervorzuheben ist auch die gute Verarbeitung (Made in EU) und die gute Passform.
Er ist somit erste Wahl für Kletterer und Boulderer die einen möglichst bequemen Kletterschuh für maximale Performance auf kleinsten Tritten suchen.

Der Ocun Ozone nach einigen Monaten im Einsatz.
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]]>Marinaio Di Foresta ist eine wunderschöne Mehrseillängenroute an der Pedra Longa an der Ostküste Sardiniens. Erstbegangen wurde sie im Herbst…
Der Beitrag Marinaio Di Foresta – Traumkletterei auf Sardinien erschien zuerst auf VerticalExtreme Blog.
]]>Marinaio Di Foresta ist eine wunderschöne Mehrseillängenroute an der Pedra Longa an der Ostküste Sardiniens.
Erstbegangen wurde sie im Herbst 2013 u.a. durch Maurizio Oviglia – Sardiniens Hauptsanierer.
Die Schwierigkeiten bewegen sich zwischen 5c und 6a, nur am Anfang der 5.Länge 6a+.
Vom Wirtshaus an der Pedra Longa die Steinstufen hinabzusteigen Meer, dann nach rechts zur Wand und bis vor zum Meer, der Einstieg ist bei einem alten großen rostigen Bootsring. Über Kopfhöhe ist der erste Petzl-Bohrhaken.

Ende 1.Länge
Die erste Länge zieht immer leicht nach links zum Stand bei Kette ( A4-Stahl) in 25m.
Nach ungefähr der Hälfte hat man die Wahl entweder rechts in einer eher brüchigen Verschneidung abzumühen oder elegant nach links zu ziehen und an nicht wirklich vielen guten Griffen hochzutänzeln. Lässiger ist linksrum, ist aber etwas unübersichtlich.
Die zweite Länge geht vom Stand rechts und mit immer guten Leisten und Auflegern ungefähr 20 Meter geradaeaus hoch. Dann noch gut 6-7 Meter horizontal nach links. Stand September 2021 war eine Markierungsschlinge im Bohrhaken, wo es nach links geht. Stand an zwei Bohrhaken. Stand September 2021 war im unteren Bohrhaken ein verzinktes Maillon verbaut. Länge knapp 30 Meter.

Ende 3.Länge
Die dritte Länge zieht vom Stand links raus. Auch immer gute Griffe und geht im weiterer Verlauf deutlich nach links. Zum Stand hin ein etwas weiterer Bohrhakenabstand. Stand an 2 Bohrhaken (12mm A4 u. 10mm A2). Ungefähr 35 Meter.

Ende 4.Länge
Die vierte Länge geht gute 15 Meter horizontal nach links. Den ersten sichtbaren Bohrhaken eventuell verlängern. Bei der der zweiten Sanduhrschlinge dann gerade hinauf. Diese auch verlängern. Beide Seilstücke sind nicht mehr im guten Zustand. Aber bisher habe ich jedesmal vergessen neue Seilstücke mitzunehmen. Hoffentlich denke ich nächste Mal daran welche mitzunehmen. Nach ungefähr 7 Metern geht es wieder deutlich nach links und am Ende wieder fast horizontal zum Stand an zwei Bohrhaken. Länge ungefähr 35 Meter.
Die fünfte Länge und sechste sind die Besten der Route.
Vom Stand gute 3 Meter auf dem Band nach links. Dann gerade nach oben zum ersten Bohrhaken. Im weißen löchrigen Gestein nach oben, paar Mal ordentlich Durchziehen (6a+ Stelle) und dann wieder nach links ins graue und rötliche Gestein. Bohrhaken teilweise etwas weiter auseinander. Nach der Kante im grauen Tropfochkalk am Leichtesten mit deutlicher Linksschleife. Stand an zwei Bohrkhaken (12mm A4 u. 10mm A2), Länge gute 30 Meter.

Beginn 5.Länge
Die sechste Länge geht Geradeausrichtungen für 25 Meter mit vielen tiefen Leisten und Henkeln in schönem Gestein – eine Traumlänge.
Die 20 Meter lange Ausstiegslänge zieht wieder ziemlich links zu einer steilen Verschneidung mit Bohrhaken mit lockerer Lasche. Diese hinauf und zu Stand an einem großen Wachholderbaum. Es wurde nach 2015 ein Klebehaken gesetzt und als Standhaken mit einem kleine Wachholderbaum verbunden. Der Klebehaken ist aber sehr ungünstig in hohles Gestein gesetzt worden und um das zu kaschieren großräumig mit Kleber zugeschmiert worden. Lieber mit einer 120 cm oder größer den großen Wachholderbaum nehmen.

Blick vom Wachholderbaum auf die letzte Länge
Nun kann entweder gleich absteigen oder die wenigen Meter noch zu Gipfel gehen. Der Abstieg geht vom Ausstieg erst wenige Meter nach unten mit Blick Richtung Land, dann wieder vor zum Meer und einen ausgesetzten Grat hinunter, den man teilweise abketten muss. Am Ende des Grates den Trittspuren erst horizontal, dann leicht aufsteigend folgen. Nun gute 15 Meter abklettern. Immer den Speckspuren hinterher.
Von dort den Steigspuren folgen und hinunter zum äußersten Rand des Klettergartens.
Man kann auch gleich zu Beginn des Abstieg linkshaltend an einem Stand abseilen, weiterer Stand mit neuer 316L Kette, dann abseilen am Wachholderbaum. Wie gut das funktioniert kann ich aber nicht sagen, da wir immer zu Fuß gestiegen sind – immerhin schon fünf Mal.

Abstieg
Eine sehr schöne Route, die man immer mal wieder klettern kann.
Zu beachten ist allerdings, dass die Bohrhaken auf Grund der direkten Meeresnähe starker Korrosion ausgesetzt sind. Man sollte Bohrhaken daher immer einem prüfenden Blick widmen und auch die nicht unmittelbar ins Auge stechende Spannungsrisskorrosion im Hinterkopf haben.
Man kann nur hoffen, dass diese tolle Tour in der Zukunft mit Titan-Haken saniert wird.
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]]>Selvaggio Blue ist der legendäre Trekking an der Ostküste von Sardinien. In den letzten Jahren ist er immer beliebter geworden.…
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]]>Selvaggio Blue ist der legendäre Trekking an der Ostküste von Sardinien. In den letzten Jahren ist er immer beliebter geworden. Seit 2019 benötigt man ein Permit. Dies kostet 30 €. Komischerweise egal ob an eine Nacht biwakiert oder mehrere. Die genauen Biwakppätze müssen angegeben werden. Am besten per Mail an infopointbaunei@tiscasli.it. Zuständig dort ist eine Alessandra.
Für die 2-Tages Expressvariante startet man auf der Golgohochebene, am Parkplatz der zur Cala Goloritze geht. Dieser ist ein gezäunt wegen der Wildschweine und es gibt ein Restaurant Su Porteddu. Mittlerweile ist auch dort unbekümmertes hinuterwandern nicht mehr möglich. Die Forstpolizei kontolliert . Man braucht eine Reservierung per Handy auf der App Heart of Sardegna. Dann kostet es pro Person 6€ um an den Strand der Cala Goloritze zu gelangen oder an der Aguila die Sole Incantatore zu klettern. Wohl dem der ein Smartphone hat. Wenn man aber für den Selvaggio Express dort mit dem Auto stehen bleibt und schon 30€ bezahlt hat, empfiehlt es sich der Alessandra dies mitzuteilen, dass sie bei Forstpolizei anruft, damit man keine weiteren 6€ pro Person bezahlen muss.
Wir wollten den spektakulärsten Teil des Selvaggio Blue machen, der Kletterausrüstung erfordert. Ganz ohne logistische Hilfe sind auch diese 2 Tage nicht möglich, es sei denn man kennt sich sehr gut aus, hat ein geländegängiges Auto und deponiert in der Nähe des Ovile Olobizzi Wasser und Essen, Schlafsack + Matte und das zweite 50m Halbseil. Das muss man aber sehr gut vorher auskundschaften. Verlaufen hat man sich schnell. Für uns machte die Logistik der Richard Felderer vom Lemonhouse in Lotzorai. Von ihm wusste ich, dass er dies neben seinem B&B anbietet. Wir trafen uns mit ihm in St. Maria Navarese und er schilderte uns noch ein paar Details und den Treffpunkt für all die Sachen, die wir ihm mitgaben. In diesen Fall ein 6x Pack 1,5L , Essen, Schlafsäcke, Therm-A-Rest Matte, 2tes 50m Seil.
Man braucht unbedingt die Selvaggio Blu Landkarte ( La Mappa di Sevaggio, Mario Verini Guilia Castelli) und ein GPS mit dem Track. Sehr empfehlenswert sind auch Seilstücke von 2-3 Metern zum Verstärken der Abseilstellen und Edelstahlschraubglieder (z.B. Peuget Maillon Rapide 8mm) zum Ersetzen der verrosteten.
Wir starten um 10 Uhr am Parkplatz zu Cala Goloritze. Alles geht glatt. Alessandra hat bei der der Forstpolizei angerufen. Sie wissen, dass wir den Selvaggio machen wollen. Wir müssen keine weiteren 6€ pro Person bezahlen. Wir wandern im leichten Regen den Weg zum Strand hinunter. Ungefähr auf Meereshöhe 120m öffnet sich links ein Tal.
Es geht leicht bergauf, gut zu finden. Man kommt an eine Steilstelle mit rotem Fixseil und Stahlseil. Dann ein kleiner Kessel mit Fixseil und viel losem Gestein – hohe Steinschlaggefahr bei mehr Leuten! – Blick von oben –
und eine Kletterei auf einem Wachholderstamm über eine Felsstufe mit Abschlussmantle in den Schotter, bei Unsicherheit ggf. sichern.
Danach läuft es sich gut. Es kommt eine Stelle an einem Steinmann, wo es abrupt nach links zwischen Sträuchern durchgeht. Zum on sighten echt schwer. Ich habe Steinmänner danach gebaut. Man erreicht das Ovile S`Arcu e su Tesaru. Verläßt es links auf guten Weg. Am besten nimmer auf der Gratschulter bleiben. Der gute Weg rechts unterhalb geht zum Meer. Es geht so dahin. Man muss immer schauen, wo es lang geht – Steine im Baum oder Steinmann. Man erreicht einen schönen Aussichtspunkt (3i).
Nun wieder ein kurzes Stück zurück und rechts (auf der Inlandseite) hinunter. Man kommt zu einem kleinen Sattel und ist wieder auf Meerseite. Es geht steil bergab. Als es zu grausig wird, seilen wir einmal ab (25m). Ich verstärke die vorhandenen Seilstücke . Es geht weiter steil nach unten, kurzes Fixseil dann Abseilkette CT A2-Stahl- einmal 25m abseilen. Man quert mehrere Höhlen.
. Es geht eine Felsband hoch und links ums Eck.
Hier (neue) Abseilstelle an Baum mit rotem Seilstück (anders als Karte 3p). Man überquert das Bacu Mudaloru. Netter Kiesplatz zum Übernachten. Man klettert an der rechten Seite des Kiesplatzes hinaus und kommt in einen Schotterkessel. Diesen bis zum Ende hinauf, wenig Steinmänner und rechtshaltend verlassen(3q). Es geht dahin im Wald. Man kommt zu einer Abzweigung (3t) . Der deutliche Weg geht nach oben zum Ovile Olibizzi. Der Selvaggio geht geradeaus weiter. Ein Wacholderbaum liegt waagrecht. Man glaubt erst gar nicht, dass der Weg dort geht, weil der Weg auf einmal sehr schmal ist und man ausgesetzt mit geringer Schuttauflage queren muss. Achtung bei uns waren Ziegen über uns und haben ordentlich Steinschlag ausgelöst. Wir mussten warten bis sie weg fahren. Auf einmal klettert man durch ein Loch im Felsen.
Es kommt eine Abseilstelle mit verzinkter Fixe Kette (25m) abseilen. Es kommt eine kurze Kletterstelle. Eine Felsenfester und eine Abseilstelle an roter Schlinge und Baum in das Bacu Patente.
Es geht rechtshaltend hoch. An einem großen Steinmann geht es rechts steil nach oben und nicht weiter ins Bacu (!). Schaut nicht einladend aus, geht aber gut. Alles andere führt zum Ende an Wänden. Der Weg geht nach oben zum Ovile Olobizzi. Hier war unser Übernachtungsplatz. Elena – die Frau vom Richard – hat uns unser Zeug gebracht. Hier ist es sicher einfacher an nächsten Tag zur Straße vom Ovile Olibizzi zugehen und von dort den deutlichen Weg Richtung Meer (4e). Wir wollten natürlich das Original gehen und sind am nächsten Tag zwischen 4c-d mit GPS in der Hand umhergeirrt. Wenig Steinmänner, Karstflächen, schwierige Orientierung.
Aber irgendwann waren bei 4d, wo der Weg vom Ovile Olobizzi kam. Diesen großen Weg geht man Stück, um in wenn dieser ans Meer runter geht, geradeaus weiter zu gehen. Unser GPS-Track stimmte hier nicht. Wieder mal umhergeirrt. Es geht dahin . Es geht bergab (4g). Es kommen drei Abseilstellen. Die erste an liegenden Baum mit schlechter Schlinge. Diese habe ich mit neuer 6mm Repschnurr verstärkt (25m). Dann 100m nach links queren leicht absteigend zu Ableistend an Baum mit rotem Schlinge und rostigem Maillon (25m). Nun 30m nach links queren zu Edelstahlkette mit zwei neuen A4 Stahl Bohrhaken verbunden mit verrosteten Bohrhaken und großen verrosteten Maillon zum Abseilen (40m). Man geht im Wald dahin . Es kommt eine Kletterstelle von 10 Metern im 4.Grad mit drei Bohrkronenbohrhaken und einer 15m Querung mit alten Bohrkronenhaken und A2-Einschlagankern nach rechts. Ich bin dies in einer Länge geklettert und habe Stand am Baum gemacht. Man braucht dann aber 8 Expressen. Die alten Kronenbohrhaken gehören ausgetauscht gegen neues Material. Danach geht es am Fels entlang und es kommt eine weitere 15m Klettereinlage mit Kette befestigt an verrosteten Bohrkronenhaken. Lieber am Fels festhalten. Was für ein Schrott. Es folgt eine Abseilstelle an einer Riesensanduhr mit verrosteter Kette und Seilstück (40m). Es geht dahin. Man durchquert ein Gebiert eines Monsterbergsturzes aus dem Jahr 2016 (!)
Der beste Weg ist nicht leicht zu finden. Kurz vor der Cala Sisine kommt man noch einer Fixkette zum Abseilstand, dann eine Kette mit alten Bohrhaken (20m).
Aus einer Höhle geht der Weg es unscheinbar zur Cala Sisine nach unten. Aufpassen irreführende Steine im Baum gehen nach oben. Ein menschenleerer Strand . 2 coole Tage total allein und das Anfang Juni.
Wir gehen die Straße ein Stück zurück. Richard holt uns ab.
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]]>Sonne, Meer und Felsen: Wir konnten einfach nicht genug von der Amalfiküste bekommen und so ging es im Herbst bereits…
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]]>Sonne, Meer und Felsen: Wir konnten einfach nicht genug von der Amalfiküste bekommen und so ging es im Herbst bereits zum vierten Mal in Folge dorthin in den Kletterurlaub.

Die Amalfiküste steht für Massentourismus und überfüllte Sehenswürdigkeiten. Nähert man sich den bekannten Küstenstädtchen Amalfi, Positano, Sorrent oder Salerno, dann bestätigt sich die Tatsache zu 100% – leider. Mit Schiffen und Bussen werden die Touristen an und weg und hin und her gekarrt. Die Gassen sind voll. Die kleine, urige Cappouccino-Bar nicht zu finden.
Dafür ist man beim Klettern fast immer alleine am Felsen. Nur selten verirren sich weitere Seilschaften an die rauen Touren.
Die Anreise aus Bayern ist weit. Für eine Woche zu weit, um ins Auto zu steigen. Der Zug – der wär’s , aber auch damit ist man 2 Tage unterwegs. Bleibt noch das klimaschädliche Flugzeug. Direktflug München – Neapel mit Lufthansa gibt es für ca. 170€ mit 23kg Gepäck. Von Haustür zu Haustür ist man zwar immer noch 9 bis 10 Stunden unterwegs (außer man wohnt am Flughafen). Der Flug dauert 1,5 Stunden. Für die Weiterreise nehmen wir immer einen Mietwagen. Damit geht es nochmal – je nach Verkehr 90 bis 120 Minuten weiter Richtung Positano.
Als Stützpunkt hat sich Montepertuso bewährt. Von hier aus kann man sehr viele Klettergärten zu Fuß erreichen. Autofahren macht nämlich an der Amalfiküste keinen Spaß! Parkplätze gibt es so gut wie keine. Die Straßen sind dauerhaft zugeparkt und Parkplätze für Anwohner reserviert. Wir haben immer zwischen Montepertuso und Nocelle an der Straße geparkt.
Wir übernachten immer im Agritourismo l‘ Associazione La Selva. Die Unterkunft ist ein zauberhafter Ort – ein absolutes Lieblingsplatzerl mit Blick über die Küstenlinie bis Capri. Sie liegt im Steilhang zwischen Positano und Montepertuso und ist nur zu Fuß über viele Treppen erreichbar. Man wohnt in einfachen, aber schönen Zimmern inmitten der Olivenhaine, aus denen sensationelles Olivenöl gewonnen wird, das man beim Abendmenü genießen kann, wenn Christiano und Antonino den Kochlöffel schwingen.

Leider ist das nicht jeden Abend der Fall. Die Outdoorküche, die wir die früheren Jahre benutzen konnten, gibt es leider auch nicht mehr. Ein einfaches Frühstück mit Marmelade, Brot, Müsli und Früchten wird dagegen immer angeboten.

Der Tag beginnt mit dem Blick auf das Meer und er endet mit dem Blick über das Meer.
Die Klettergebiete der Amalfiküste sind klein, dafür sind es viele. Es gibt in den Gebieten immer einige, aber leider oft wenige leichte Touren, beginnend bei 5c oder 6a – aber immerhin. Die Masse der Routen bewegt sich dann im Franzosen-7er. Franzosen-8er sind auch wenige zu holen.
Von unserer Unterkunft aus lässt sich alles bequem zu Fuß erreichen. Das spart deutlich Nerven.
Da die Gebiete alle auf Meereshöhe liegen, sollte man immer den Zustand der Haken im Auge haben. Viele Routen sind oder werden saniert. Sehr viele wurden erst in den letzten 5 Jahren erschlossen.
Speckigen Fels findet man so gut wie keinen. Die Kletterei spielt sich mit Ausnahme von Sintertouren meist an kleingriffiger Wandkletterei an rauem, oft scharfkantigem Fels ab. Fast alle Felsen sind nach Süden ausgerichtet und bekommen sehr viel Sonne. Wir waren bisher immer im Herbst dort klettern, von Ende Oktober bis Anfang November. Da waren die Temperaturen perfekt.
Übernachtet man im La Selva, braucht man ca. 45 Sekunden zur Hauswand. Hier gibt es etliche leichte Routen (5c, 6a, 6a+, 6b) einige 6c und 7a. La Selva bietet schöne Wandkletterei an scharfen Leisten, Kanten und Tropflöchern. Besonders lohnend: Barbalbero, 6b+, 33m, nach Sanierung in einer Länge kletterbar. Die Standardaufwärmroute heißt La Normale, mittlerweile auch saniert.

Nur 10 Minuten geht man Richtung Positano zum Klettergarten in einer riesigen Wand, in der es neben der Wandkletterei auch steile Touren in der Grotte gibt. Mirabella hat auch Mehrseillängentouren (4-5 Längen) zu bieten.

Der Klettergarten ist am rechten Ende der Felsen
Ein Klettergarten in einem tollen, einzigartigen Ambiente. Dafür sind die Touren eher kurz bis 20 Meter und Einzelstellenlastig. Der Ausblick und der Zustieg sind jedoch sehr sehenswert.

Black Athena 6c – ein Must do – mit sensationeller Kulisse auf das Meer
Der Klettergarten befindet sich direkt fast mittig auf dem berühmten Weg der Götter. Auf dem Weg ist man nie wirklich allein, am Felsen schon. Man wird von dem einen oder anderen Wanderer bestaunt und ist zu 100% Fotomotiv der Wanderer. Hier gibt es von schöner Wandkletterei bis zu steilen Sintern alles.
Von Montepertuso wandert man nach Novelle und dann noch einige Kilometer auf dem Weg der Götter. Die Wand kann ein Kletterer nicht verfehlen, der Zustieg dauert rund 1,5 Stunden. Dafür hat man schon eine schöne Wanderung gemacht und kann im Abendlicht die untergehende Sonne über Capri bewundern. Da es kein Topo im Kletterbuch gibt, hier eine Internetadresse mit Topo.
Eine schöne Aufwärmtour ist Limone 5c, super 6b+ ist die Ulisse, Nettuno und Poseidon 6b(+) sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Bei den schweren Touren haben wir uns bislang nur in der Perseo getummelt und kurz die Achille versucht. Hier ist der Lack sehr schnell ab. Deswegen macht das Spulen der leichteren Touren mehr Spaß.
Erschlossen würde die Wand 2016/2017 mit Raumer A4-Stahl (316L) Klebe- und Expansionhaken.
Mit einer kleinen Wanderung ist auch der Klettergarten Scolodromo verbunden. Er liegt auf einem schmalen Felsband. Hier befinden sich zwar wenige Touren, die aber durchaus lohnenswert sind:
Mane a cuppetell 5c ***** Sterne Aufwärmtour
Ne troppo amore 6a+ **** steil, großgriffig – macht Spaß
Ne troppo dolce 6a+ **** ähnlich steil an Sintern und großen Löchern
Le cremina die Tonino 6b+ – sehr schöne Route mit Schlüsselstelle am vorletzten Haken
Caffe sabbaudo * – nicht lohnenswert
Caffe Professor – oben schwer
Der Klettergarten ist fast durchgehend mit Raumer A2 – Stahl Klebehaken und Ketten ausgestattet.
Spaßklettern pur – bis der Lack ab ist, die Arme dicht sind oder Petrus das Licht ausschaltet.
Dieses Jahr sind wir dann doch auch einmal ins Auto gestiegen um zum Klettergarten Capo d’Orso zu gelangen. Er liegt 30 km von Positano entfernt – Fahrzeit 75 bis 90 Minuten – echt! Aber die Fahrt hat sich gelohnt.
Das Gebiet bietet tolle steile und griffige Henkeltouren. Eine besser als die andere. Und lang sind die Touren auch. Die Location ist ebenfalls sehr fein. Leider ist die Anfahrt im Kletterführer falsch beschrieben. Man parkt nicht direkt vor dem Restaurant, sondern bereits 700 Meter davor. Hier ist auch ein deutlicher Parkplatz für 6 bis 7 Autos. Ein Wegweiser zum Sentiero Telegrapho weist den Weg.
Die Touren am Capo d´Orso sind durchgehend mit Raumer A2- Stahl Klebe- und Expansionhaken eingerichtet.
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]]>Es gibt sie ja nicht am laufenden Band – Routen, die einen ästhetischen Felsklotz durchziehen, gut abgesichert sind und den…
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]]>Es gibt sie ja nicht am laufenden Band – Routen, die einen ästhetischen Felsklotz durchziehen, gut abgesichert sind und den 6a-Bereich nicht übersteigen.
Eine solche beeindruckende Route findet sich im Ubaye-Tal an der Aiguille Pierre André – Marmottes Grivée. Keine Neutour, aber immer noch absolut empfehlenswert, trotz des knapp zweistündigen Zustiegs von Maljassat.
Die Kletterei ist überwiegend sehr griffige Granitkletterei, mal steiler mal etwas plattiger. Der Routenname ist angeschrieben. Man benötigt 10 Expressen. Cams können fast nicht untergebracht werden.
Die erste Länge zieht gutgriffig an einer Kante nach oben und macht im oberen Teil eine kurze Rechtsschleife, obwohl der nächste Bohrhaken links ist. Man klippt nach der Schleife. Ungefähr 35 Meter Sportkletterseil und 9 Bohrhaken. Stand an Kette (Petzl Bohrhaken A2-Stahl 10 mm).
Die zweite Länge beginnt mit einem flacheren Band, dann wird es steil und es folgt angenehm griffige Kletterei. Im oberen Teil stellt sich die Frage Rechts- oder Linksschleife bei größerem Bohrhakenabstand. Bei Rechtsschleife steckt rechts noch ein Schlaghaken mit einer 120 cm Schlinge, dann muss man aber trotzdem wieder nach links. Besser ist es, gleich mit Linksschleife zu klettern, auch wenn der Hakenabstand weit ist und es eklig plattig ausschaut. Ungefähr 45 Meter, Stand an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).
Die dritte Länge zieht 35 Meter ziemlich gerade nach oben und ist eher plattig, aber griffig. Stände an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).

Die vierte Länge ist die steilste und zieht gleich steil weg vom Stand. Sehr schöne Kletterei, ungefähr 35 Meter, am Stand befinden sich zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).
Die fünfte Länge zieht nach dem Stand nach links an die Kante und geht dann in griffiger Kletterei nach oben bis zum Stand an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm). Bohrhaken gibt es in regelmäßigen Abständen – ca. alle 3-4 Meter.
Die letzte kurze Länge zieht nach links zum Gipfel. Es kommt nach 20 Metern eine Kette. Entweder dort Stand machen oder weiterklettern und am Gipfel an Köpferl sichern. Es gibt am Gipfel einen Stand auf einer Platte. Hierzu benötigt man allerdings 10 mm Bohrhakenlaschen und 10 mm Muttern, da nur die Stifte rausschauen.

Vom Gipfel geht man kurz an den Abstiegsspuren bergab bis zu einer Kette (könnte man auch mal austauschen). Dort seilt man gerade 27 Meter bis zur nächsten Kette. Von dort nochmal 45 Meter. Nun den Steigspuren zum Einstieg folgen.
Von Maljassat den gelb-rot markierten Weg Richtung Col du Mary. Der breite Weg kann am Anfang abgekürzt werden (blaue Markierung). Wenn der Weg in die Nähe des Baches führt, diesen auf einer Brücke überqueren und dem guten Pfad folgen, der in steilen Serpentinen zur Wand führt. Vor der Wand auf Steinmänner achten und in Rechtsschleife zum Einstieg.
Nähere Infos im Topoguide Band 2.
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]]>Nachdem Tassilandia im neuen Versante Sud Kletterführer (Seite 372 ff.) veröffentlicht wurde, möchte ich kurz etwas zu diesem Gebiet erzählen.…
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]]>Nachdem Tassilandia im neuen Versante Sud Kletterführer (Seite 372 ff.) veröffentlicht wurde, möchte ich kurz etwas zu diesem Gebiet erzählen.

Mitte 2014 bin durch Zufall zum Agritourismo Maso Naranch gekommen – einer 5 Sterne Location mit Blick auf den Gardasee. Lorenzo – der Betreiber – erzählte mir, dass es unterhalb von Narango ein tolles Klettergebiet mit leichteren Routen im 6. und. 7. Schwierigkeitsgrad gibt. Ich habe es daraufhin erkundet. 2016 waren wir dann erstmals mit Kletterzeug da. Der Zustand des Klettergartens war erbärmlich. Fixseile vermodert, Bohrhaken sowie Stände verrostet. Kein Wunder, wenn man Raumer A2-Stahllaschen mit verzinkten Expansionsankern verwendet. Den Erstbegehern war anscheinend das Problem von Korrosion durch verschiedene Stahltypen nicht bekannt.
Der Klettergarten liegt 500m über Nago mit grandiosem Blick auf den Gardasee. Aufgrund der Aussicht und dem ebenso herrlichen Fels, habe ich mich 2017 entschlossen, die besten Routen im Bereich 6a+ bis 6c mit Fixe PLX Bohrhaken (Duplexstahl) zu sanieren. Das sind:
Oasi 6c, 33m, 14 Bohrhaken, 12mm Kette mit Ring
Bella Vista 6b+, 35m, 15 Bohrhaken, 10mm Kette mit Ring
Testarda 6b, 30m, 14 Bohrhaken, 12mm Kette mit Ring
Il Proff 6a+, 32m, Stand erneuert mit 12mm Kette mit Ring + 1x 12mm Bolt

Zudem habe ich die modrigen Fixseile ausgetauscht.

Neues Fixseil zur Oasi
Empfehlenswert ist auch die Animal House 6a (mittlerweile auch saniert – Dezember 2019 mit Petzl Klebehaken und Fixe PLX 12mm Kette). Im Kletterführer-Topo ist diese falsch eingezeichnet. Gerade hoch ist die 6a und die Variante rechts ist 6b+.

Das gelbe Seil in der Mitte hängt im Animal House.
Es gibt noch einige Routen die dringend sanierungsbedürftig sind, vor allem die Tassosauro 6c (im Führer falsch mit eigenem Stand eingezeichnet, hat mittlerweile im Januar 2020 eine eigene Fixe PLX 12mm Kette bekommen), Quelliche 6b, 6b Route rechts neben Panta Rei.
Die vier Sterne Absicherung im Kletterführer ist äußerst fragwürdig. Anscheinend ging es den Führerautoren hauptsächlich darum, ein neues Gebiet aufzunehmen um mit dem Vertical Life Kletterführer konkurrenzfähig zu bleiben. Im welchen Zustand sich das Gebiet befindet, war wohl zweitrangig. Tassilandia ist ein altes Gebiet, erschlossen vermutlich vor 20 Jahren. In den letzten Jahren ist es in Vergessenheit geraten.
Für den Zustieg empfiehlt sich eine Heckenschere (wegen den Brombeersträuchen), lange Hosen und ein Spray gegen Zecken (ganz schlimm im Mai/Juni).
Diese Jahr haben wir den Weg Anfang April mit 2 Heckenscheren mehrmals freigeschnitten, im Herbst hätte man schon wieder schnipseln können…
Hier noch eine Anfahrtsskizze und viel Spaß an alle Kletterer, die die Touren in Tassilandia ausprobieren wollen!

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]]>Der Geiselstein, auch „Peitinger Matterhorn“ genannt, ist eine ästhetische Felsnadel im Ammergau. Seit 1995 bin ich dort beim Klettern unterwegs.…
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]]>Der Geiselstein, auch „Peitinger Matterhorn“ genannt, ist eine ästhetische Felsnadel im Ammergau. Seit 1995 bin ich dort beim Klettern unterwegs. Auch durch meinen Umzug Anfang 2015 nach Holzkirchen bleibt er für mich ein großes Stück Heimat. Daher habe ich beschlossen, einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der heimischen Kletterrouten zu leisten.

Der Geiselsteingipfel
Meine Wahl fiel auf die Route „Wunderland der Träume“, von der ich den oberen Teil ab dem markanten Grasband saniert habe. In Kombination mit der Route „Neue Nordwand“ ergibt sich somit eine nahezu perfekte Linie durch die Geiselstein-Nordwand. Nach Absprache mit dem Erstbegeher, der großen Wert auf die Beibehaltung des alpinen Charakters der Tour legt, stand einer 1 zu 1-Sanierung nichts mehr im Wege. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich die Tour jedoch gerne etwas entschärft und mit ein paar mehr Bolts ausgestattet.

Unten der alte Orginalbohrhaken, oben neue 10 bzw. 12 mm Bohrhaken
Die Sanierung erfolgte von oben. Dazu habe ich 300 Meter Statikseil in der Wand fixiert. Für die Statikseile und die Petzl Ascensions machte mir das Team von Vertical Exteme einen guten Preis. Vielen Dank für die Unterstützung!
Am 1. Juli 2018 sind wir die frisch sanierte Tour geklettert. Dazu stiegen wir über die Neue Nordwand/Schertelweg ein. Leider musste ich feststellen, dass die erste Länge vom oberen Wunderland (erste Länge vom Band in der Mitte der Wand) im oberen Teil sehr brüchig ist und die mit Kevlarschlingen ausgetauschten Sanduhren weit auseinander liegen. Ohne Streckenkenntnis bleibt dieser Teil bezüglich der Wegfindung eine Herausforderung. Hier könnte man mit einer Verlegung der Linie nach rechts in festeres Gestein und besserer Absicherung die Route deutlich aufwerten. Auch in der zweiten Länge bleibt die Wegfindung nach den vom Stand aus gut sichtbaren Bohrhaken schwierig. Hier muss man am zweiten Bohrhaken nach links und etwa 4 bis 5 Meter nach oben zu einem Bohrhaken. Danach geht es wieder leicht links über eine Felsrippe, dahinter folgt nochmal ein Bohrhaken. Das ist zwar nicht die Originallinie, aber dafür ist sie abgesichert. Ich brauchte die zwei Bolts zur Fixierung des Statikseils aufgrund der Querung der Route. Danach geht es immer links haltend auf einen kleinen Pfeiler. Die dritte Länge hat einen zusätzlichen Bohrhaken bekommen. Die Absicherung ist so immer noch zwingend genug.

In der dritten Seillänge
Die vierte Seillänge erfordert solides, sicheres 7er-Niveau. Die Abstände sind im Originalzustand geblieben und meiner Meinung nach zu weit. Der Haken im legendären Quergang sitzt nun tiefer als früher, worüber sich vor allem die Nachsteiger freuen dürften.

Für die fünfte Seillänge braucht man unbedingt einen gelben Black Diamond Camalot Größe 2 zwischen zweitem und drittem Bohrhaken. Der Abstand ist sonst furchterregend weit. Auch hier wäre ein Bohrhaken mehr sicher kein Luxus.
Oben geht es unter einem kleinen Dach mit Untergriffen kraftvoll rechts heraus. Hier habe ich bei einer späteren Begehung einen Schlaghaken entdeckt, den ich beim Sanieren nicht gesehen hatte und der dementsprechend nicht ausgetauscht wurde, ärgerlich. Man kann aber auch gut Camalots in Größe 0,5-2 legen. Der Stand am Pfeiler ist mit einer 12mm-Fixe-Kette ausgestattet.

Stand am Ende der fünften Seillänge mit einer 12mm Fixe-PLX Kette
An der nächsten 5er-Länge startet man kurz nach links und tänzelt unterhalb eines Bauches gleich nach rechts um den Bauch herum zum ersten und einzigen Bohrhaken bei einer Latsche. Man sieht diesen vom Stand aus. Auch hier wäre ein weitere Haken auf der Platte nach dem Stand wünschenswert. Danach geht es zum Stand leicht nach links. Die nächste Länge beginnt mit einer Platte, die mit einem neuen 12mm-Bohrhaken und einer leicht rostenden geklebten Gerüstöse ausgestattet ist. Nach Rücksprache mit dem früheren Leiter des DAV-Sicherheitskreises ist sie zum derzeitigen Zeitpunkt noch ausreichend tragfähig. Auf der Platte muss man 3 bis 4 Meter wegklettern bis man wieder eine SU-Schlinge erreicht. Ein weiterer Bohrhaken wäre hier sicherlich nervenschonend.
Summa summarum ist und bleibt der obere Teil vom Wunderland eine anspruchsvolle Alpinfahrt. Routenspürsinn und ein sicherer Umgang mit Cams (vor allem 0,4 bis 2) sind unbedingt erforderlich. Der Plaisirkletterer ist hier fehl am Platz. Bei einer früheren Begehung schwebte der Rettungshubschrauber Christoph 17 in der ersten Länge nach dem Band 50 Meter neben mir, um jemand aus dem „Achten Himmel“ in der Geiselstein-Ostwand zu retten. Um solche Einsätze zu vermeiden und die Krankenkassen vor unnötigen Kosten zu bewahren, sollte man immer Herr der Lage sein!
Generell würde ich mir als Sanierer eine größere Freiheit wünschen, denn wer macht schon einen Kniefall vor dem Erstbegeher, um eine Route 1 zu 1 zu sanieren? Vielleicht einmal, aber sicherlich nicht mehrfach. Die Konsequenz daraus ist, dass viele lohnenswerte Routen verfallen. Ein gewisser Mindeststandard an Absicherung sollte bei einer Sanierung möglich sein. Ansonsten werde ich sicherlich nicht mehr zur Bohrmaschine greifen. Die heroischen Zeiten des Klettern sind meiner Meinung nach definitiv vorbei.

Weitere Klettergebiete in der Region Oberammergau findet man in diesem Kletterführer.
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