test kletterschuhe Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/test-kletterschuhe/ Thu, 20 Feb 2025 16:50:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://verticalextremeblog.de/wp-content/uploads/2018/06/icon.png test kletterschuhe Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/test-kletterschuhe/ 32 32 Test Kletterschuhe – Scarpa Instinct S https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-scarpa-instinct-s/ <![CDATA[Marco Bermejo]]> Tue, 14 May 2024 14:15:13 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[Hallenkletterschuh]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test kletterausrüstung]]> <![CDATA[test kletterschuhe]]> <![CDATA[testbericht]]> https://verticalextremeblog.de/?p=2276 <![CDATA[

  Hersteller / Modell:  Scarpa Instinct S Art: Kletterschuhe mit elastischer Passform für maximale Performance auf kleinen Tritten Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Indoor Highlights:…

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Hersteller / Modell:  Scarpa Instinct S

Art: Kletterschuhe mit elastischer Passform für maximale Performance auf kleinen Tritten

Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Indoor

Highlights:

  • Sehr bequemer Boulder- und Sportkletterslipper
  • speziell für schwere Routen entwickelt
  • top Performance auf Minileisten
  • top Performance bei Heelhooks und Toehooks
  • leichte Vorspannung und asymmetrischer Schnitt

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Highperformance Kletterschuhe für extreme Ansprüche

Scarpa steht für hochqualitative Kletterschuhe und mit dem Instinct S wird erneut ein Highperformance Schuh für extreme Ansprüche angeboten. Der Scarpa Instinct S ist dabei das neuste Mitglied der Instinct Familie, die für viele Kletterer seit Jahren als für extreme Routen und Boulder im Einsatz sind.
Neben seinen Modellkollegen Instinct Velcro (VS und VSR) und Laces kombiniert der Instinct S die Eigenschaften eines schnellen Einstiegs und der engen Fixierung am Fuß. Die Performance der Kletterschuhe überzeugt in Bereichen, wo man Präzise auf kleinen Tritten stehen muss oder gefühlvolle Hooks legen will.

 

Konstruktion
Der neue Instinct S ist die flexibelste Version in der Instinct Familie. Mit dem CTS System ausgestattet, hat er eine elastischen Passform bei gleichzeitiger Spannung, die präzises Stehen erlaubt.

Das CTS-Combined Tension System ist eine Kombination aus einem elastischen Spanngummi und einem weichen Gummi mit hoher Reibung. Das weiche M50-Gummi verteilt die Kraft gleichmäßig im Zehenbereich und reduziert den Druck auf die kleinen Zehen. Das härtere Spanngummi unterstützt den Großzehenbereich und die Innenkantenzone und ist direkt mit der Ferse verbunden. Das Ergebnis ist: eine perfektes anschmiegen der Zehen im Zehenbereich (vergleichbar zum Scarpa Drago) und eine perfekte Kraftübertragung, die eine überragende Festigkeit und Präzision auf kleinen Trittflächen ermöglicht.

Die 3.5 mm Vibram XS Grip 2 sorgt für perfekte Reibungs- & Hookperformance und ermöglicht gleichzeitig ein sehr gutes Trittgefühl.

Das ausgezeichnete Trittgefühl wird nicht nur durch den Gummi, sondern durch den aufwändigen Schnitt („Mapping“) erreicht. Im Kletterschuh (insbesondere im Zehenbereich) finden sich keine Nähte an sensiblen Belastungsstellen, wie z.B. unter dem großen Zeh, wo am meisten Kraft auf die Tritte übertragen wird. Um dies zu erreichen ist der Schuh kompliziert geschnitten und vernäht um ideales Trittgefühl und  dauerhafte und solide Stabilität zu liefern. (Ein Blick in den Schuh lohnt sich).

(siehe auch https://de.scarpa.com/product/23551464/instinct-s-flexibilitat-prazision)

 

Performance
Im Detail betrachtet kann der Instinct S wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden.

Performance auf kleinen Leisten:

Der Kletterschuh ist perfekt für schwere Routen und Boulder. Dank der Kantenstabilität und des leichten Downturns lassen sich kleinste Tritte präzise treten: die Kraft wird perfekt mit einem hohen Trittgefühl auf die Spitze übertragen. In steilem Gelände kann man sich die Tritte regelrecht angeln und den Körper in Position ziehen.

Wer allerdings die eine höhere Performance auf minileisten braucht greift eher zu einem härteren und steiferen Schuh.

Fazit: Wer ideale Kraftübertragung für kleine Tritte mit ausreichend Unterstützung aber dennoch einen etwas weicheren und gefühlsvollen Schuh sucht, ist mit diesem Kletterschuh perfekt bedient. Auf kleinen Leisten und Kieseln in Margalef oder winzigen Kanten im italienischen Kalk (Arco) konnte mich der Schuh bei vielen schweren Onsights unterstützen. High Performance statt Kompromiss.

 

 

Performance beim hooken: Sowohl Heel als auch toe-hooks gelingen ebenfalls präzise dank der Gummierung, ebenfalls mit XS Grip 2 im Fersen und im oberen Zehenbereich. Die blauen Gummibänder ermöglichen einen perfekten halt des Schuhs: die Ferse sitzt bombenfest und rutschte in keinem Moment beim hooken, was mich im Vergleich zu anderen Slippern (ohne Velcro oder Schnürung) positiv überrascht hat.

Performance bei Reibungskletterei: Dank des extra-griffigem XS Grip 2 Gummis  und der etwas weicheren Sohle ist der Instinct S sicher einer der besten in Punkto Reibung. Hier unterstützt der Gummi optimal und der Schnitt des Schuhs, lässt trotz Vorspannung flächige Reibungstritte zu, ohne dass die Zehen extrem gequetscht werden.

Performance in Löchern: Die Kombination aus Steifigkeit und Trittgefühl lässt auch engere Löcher frontal gut anstehen.

Passform / Komfort 

Der Instinct kommt eigentlich als Slipper daher, der sich aber dank der vier Zusatzgummis eng an den Fuß fixieren lässt. Ein Einklettern der Schuhe ist für eine optimale Passform kaum notwending: der Schuh passt vom ersten Moment wie gegossen!

Das Verlourleder passt sich ideal an den Fuß an, und die obere Gummierung verteilt den Druck im gesamten Zehenbereich sodass es nirgendwo drückt. Der Kletterschuh ist im Zehen- und Ballenbereich so geschnitten, dass selbst ein breiterer Vorderfuß nicht gequetscht ist. Auch wenn die Zehen aufgestellt im Schuh stecken, bietet die Vorspannung genug Unterstützung, dass die Zehen nicht nach oben gebogen werden und die punktuelle Belastung von der Spitze auf den ganzen Fuß übertragen wird. Die leicht asymmetrische Leistenform in Kombination mit dem leichtem Downturn verwandelt den Schuh in eine präzises Werkzeug. Dadurch eignet sich der Kletterschuh auch in längeren Sportkletterrouten und fängt nicht sofort an zu schmerzen. Auch beim Bouldern in der Halle muss man ihn nicht sofort nach jedem Boulder ausziehen.

Fazit: Am Ende ist die Bewertung der Passform subjektiv, da jeder Fuß eine andere Form hat. Für einen eher breiteren Fuß wie meinen, passt der Instinct S ideal.

 

Fazit und Einsatzbereich:
Der Scarpa Instinct S ist ein bequemer Alleskönner der insbesondere in überhängenden Routen und Bouldern seine Stärken zeigt. Kleine Tritte, Löcher, Platten oder komplizierte Hooks sind mit diesem

Kletterschuh kein Problem. Dank der Kantenstabilität und des Downturns lassen sich sehr klein Tritte präzise treten, wobei die Kraft ideal auf die Spitze übertragen und der Fuß somit optimal unterstützt wird. Durch den aufwändigen Schnitt bleibt aber auch das Trittgefühl bestehen. In steilem Gelände kann man sich die Tritte regelrecht angeln und den Körper in Position ziehen. Auch für Reibungskletterei ist der Schuh sehr gut: er lässt genügend Flexibilität zu.  Besonders bei komplizierten Heel und Toehooks macht sich der aufwändige Schnitt und der gute XSGrip 2 Gummi bezahlt. Der Schuh beweist sich als wahrer Hookkünstler unter den Slippern mit dem nötigen Feeling und Stabiltät am Fuß.

Alles in allem ein sehr gelungener Kletterschuh, der auch nach längerer Benutzung durch seine Formstabilität punktet und sicher zu einem meiner neuen Favoriten geworden ist!

 

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Test Kletterschuhe – Ocun Ozone https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-ocun-ozone/ <![CDATA[Elmar Wilde]]> Thu, 12 May 2022 16:03:13 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[Hallenkletterschuh]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test kletterschuhe]]> <![CDATA[test ocun kletterschuhe]]> <![CDATA[test ocun ozone]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[testbericht ocun ozone]]> https://verticalextremeblog.de/?p=1997 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  Ocun Ozone Art: Velcro-Kletterschuh Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen Highlights: Patentiertes 3-Force-System 3FS für Torsionssteifigkeit und dauerhafte…

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Hersteller / Modell:  Ocun Ozone

Art: Velcro-Kletterschuh

Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen

Highlights:

  • Patentiertes 3-Force-System 3FS für Torsionssteifigkeit und dauerhafte Spannung
  • moderate Vorspannung im Vorfußbereich – keine unangenehm aufgestellten Zehen
  • Top Performance auf kleinsten Tritten
  • Toehook Gummi für diffizile Moves in Überhängen
  • gute Verarbeitung – Made in EU
  • Obermaterial Kunstleder – dehnt sich auch nach längerem Gebrauch nicht

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Auf der Ocun Homepage wird der Ozone folgendermaßen beworben: „Dank des patentierten 3-Force-Systems ist dieser Kletterschuh sehr präzise auf Mikrotritten, Leisten und in Löchern. Die Spannung im Fußgewölbe, die innere Kräfte zur Spitze leitet, die asymmetrische Form und die 3D-Zwischensohle garantieren maximale Unterstützung des Fußes beim Klettern. Die neue gummierte Spitze ermöglicht sichere Zehenarbeit.“

Technologie Ocun Ozone (Quelle: https://www.ocun.com/de/sites/new-ozone-2022)

Performance auf Minileisten  

Der Ocun Ozone ist ein asymmetrisch gebauter Schuh mit unterstützender Zwischensohle, was die Stabilität auf kleinen Stritten ohne hohen Kraftaufwand ermöglicht. Zudem leistet das 3-Force-System in der Praxis ganze Arbeit. Der Kletterschuh sitzt beim Antreten minimalster Tritte perfekt am Fuß und dreht sich keinen Millimeter. Ein wirklicher Topschuh zum Stehen mikroskopischen Tritten im senkrechten und steilen Gelände.

Performance auf Reibung 3.5_Sterne_small

Im Neuzustand ist die Reibungsperformance der 4mm dicken Vibram XS Grip Sohle noch etwas verhalten und unsensibel. Hat man den Schuh aber einige Male benutzt, verbessert sich dies signifikant! Da der Schuh relativ steif ist – was seiner Top Performance auf Minileisten entgegen kommt – muss man auf Reibung aber leider kleine Abstriche machen.

Performance in Löchern

Durch die spitze Schuhform, der sehr hohen Kantenstabilität durch das 3FS System und die nur moderat aufgestellten Zehen steht der Ocun Ozone sicher und kraftsparend in Löchern.

Performance bei Hooks

Dank des neuen Toehook- Vollgummi-Fußspitze sind die Hookfähigkeiten gegenüber dem grüngelben Vorgänger Modell noch deutlich verbessert worden. Hätte ich 2012 bei meinem Projekt  „Zwischenhoch“ am Kraftwerk so einen Schuh mit Toehook-Vollgummi gehabt, hätte ich mich bei dem obligatorischen Toehook mit links sicherlich besseren Grip gehabt und hätte mehr vertrauen können das der Hook hält. Nicht nur für Boulderer eine deutliche Verbesserung.

Performance in Rissen 3.5_Sterne_small

Durch die gummierte Oberseite auch nicht schlecht für Risse – soweit der Kletterschuh nicht in der Performance Größe (also in etwa eine halbe Nummer kleiner als bei deinen Straßenschuhen) gekauft wird. Wählst du ihn etwa eine halbe Nummer größer als deine Straßenschuhgröße, kannst du mit dem Ocun Ozone auch gut Risse und Mehrseillängen klettern. Naturgemäß leidet dann aber die Performance auf Mikrotritten.

Passform

Der Ozone ist perfekt für schmale Füße. Für breitere Füße gibt es den breiteren Leisten Ocun Ozone HV – ansonsten baugleich – nur breiter. Klappt man den Fersenteil hinunter, kann man relativ leicht in die Kletterschuhe hineinschlüpfen. Die Zunge ist beim jetzigen Modell beidseitig vernäht. Dies ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgängermodell. Dort war die Vernähung nur an der Innenseite des Schuhs. Die Zehen werden in der Zehenbox nur leicht aufgestellt. Auch für Kletterer die keine Lust auf Schmerzen für Leistung haben eine sehr gute Wahl.

Die beiden Velcro-Verschlüsse schließen gegenläufig optimal. Dies ist auch besser als beim Vorgängermodell.  Ich habe den Schuh eine halbe Nummer kleiner als meine Straßenschuhgröße. Damit kann ich entspannt klettern, wenn ich zwischen den Touren die Kletterschuhe ausziehe. Für Mehrseillängen und dauerhaftes Tragen würde ich ihn eine halbe Nummer größer als meine Straßenschuhgröße nehmen.

Ocun Ozone Kletterschuhe
Komfort 4_Sterne

In der Performance Größe (Straßenschuhgröße minus halbe Nummer) kann man mit dem Schuh relativ lange klettern. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Schuhe immer nach dem Klettern auszieht. 8 Hallenrouten mit 18 Metern oder 5 Routen draußen mit 35 Metern lassen sich schmerzfrei klettern. Der Zug an der Ferse ist gut, drückt aber nicht. Das Kunstleder fühlt sich angenehm an. Der Schuh bleibt auch bei häufiger Benutzung geruchsneutal.

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit des Schuhs ist sehr gut. Die Verklebungen halten überall gut. Man merkt dem Kletterschuh sofort an, dass er in der EU handgenacht wird. Das 3FS System spielt bei der Haltbarkeit seine Leistung aus. Der Schuh bleibt damit formstabil und behält die gute Kraftübertragung zur Schuhspitze bei. Der Schuh dreht sich auch nach längerem Gebrauch nicht um den Fuß und die Kantenstabilität bleibt bestehen.

Ich habe zwei Vorgängermodelle. Diese lassen sich auch noch mit stark abgekletterter Sohle gut klettern.  Man braucht zwar etwas Zehenpower, dafür steigt die Reibungsperformance deutlich an. Daher ideal für die Halle. Kein Vergleich zu früheren Five Ten Anasazi oder Lace Up Modellen, die im abgekletterten Zustand keine Performance mehr hatten.

Fazit und Einsatzbereich:

Der Ocun Ozone (baugleich Ocun Ozone HV für breite Füße) erreicht die Höchstwertung bei der Performance auf Minileisten und bei der Passform. Ein super Kletterschuh zum Sportklettern und Bouldern für präzises und kraftsparendes Stehen. Auch bei Hooks und beim Antreten in kleinen Löchern kann der Ocun Ozone auf ganzer Linie überzeugen.

Seine Qualitäten liegen im senkrechten und überhängenden Routen. Reibungsklettereien sind weniger sein Metier, wobei die Performance bei einem gut eigetragenem Kletterschuh auch hier gut ist.

Hervorzuheben ist auch die gute Verarbeitung (Made in EU) und die gute Passform.

Er ist somit erste Wahl für Kletterer und Boulderer die einen möglichst bequemen Kletterschuh für maximale Performance auf kleinsten Tritten suchen.

Der Ocun Ozone nach einigen Monaten im Einsatz.

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Test Kletterschuhe – Scarpa Furia S https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-scarpa-furia-s/ <![CDATA[Martin Wagner]]> Wed, 19 Jun 2019 13:22:22 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrung scarpa furia s]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[furia s]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe]]> <![CDATA[test kletterschuhe]]> <![CDATA[test scarpa furia s]]> <![CDATA[testbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[testbericht scarpa furia s]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1330 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  Scarpa Furia S Art: ultra weicher und sensibler Klettersocken Einsatzbereich: Bouldern, Indoorbouldern, eingeschränkt: Sportklettern Highlights: ultra weicher…

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Hersteller / Modell:  Scarpa Furia S

Art: ultra weicher und sensibler Klettersocken

Einsatzbereich: Bouldern, Indoorbouldern, eingeschränkt: Sportklettern

Highlights:

  • ultra weicher „Klettersocken“
  • maximale Sensibilität für die kleinsten Unebenheiten
  • super Performance bei Heelhooks und Toehooks
  • komfortabel trotz engen Sitz

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Der Scarpa Furia S ist ein ultra flexibler und weicher Schuh mit Velcroverschluss. Der Kletterschuh sitzt wie eine zweite Haut am Fuß und bietet damit ein besonders sensibles Trittgefühl und die Möglichkeit Tritte zu greifen

Die Stärken spielt der Schuh ideal beim modernen Bouldern aus. An flachen Volumen oder Reibungstritten in der Halle klebt der Schuh förmlich an der Wand. Tritte im Überhang kann man sich durch den starken Downturn mühelos angeln. Große Gummiflächen im Zehen- und Versenbereich unterstützen bei Toehooks und Heelhooks. Der Auffällige blaue Streifen an der Sohle hält den Schuh trotz seiner Weichheit unter Spannung, für eine ideale Kraftübertragung von der Schuhspitze bis zur Verse. Extrem weich und flexibel formt sich der Schuh nicht nur ideal um den Fuß, sondern überträgt auch das Trittgefühl ohne Umwege. Der Velcroverschluss, sowie das 3D geformte Insert im Vorfußbereich kombiniert die Anpassungsfähigkeit an den Fuß mit unterstützender Wirkung beim Treten. Die 3,5mm dicke Vibram XS Grip 2 Sohle in Kombination mit einer 1mm dicken Zwischensohle im Zehenbereich verleiht optimale Reibung in jeder Situation.

Technoligie Scarpa Furia S (Quelle: https://www.scarpa.net)

Performance

Weichheit und Flexibilität bringt natürlich auch Nachteile mit sich. Die Kantenunterstützung auf kleinen Tritten sowie die Haltbarkeit des Gummis ist geringer. Man erhält wenig Kraftunterstützung und muss auf kleinen Tritten oder spitzen Hooks deutlich mehr Kraft aufbringen als bei steiferen Kletterschuhen. Fürs moderne Bouldern – speziell in der Halle sowie draußen auf Felsarten mit guter Reibung wie Bleau oder im Tessin – kann der Scarpa Furia S seine Stärken besonders ausspielen – somit ist der Furia S ein ausgesprochener Spezialist!

Performance auf Minileisten 2.5_Sterne_small

Durch den weichen und flexiblen Aufbau des Schuhs und der Sohle hat man bestes Trittgefühl auf jeder Oberfläche. Die Kraftübertragung und Unterstützung fällt aber dafür sehr gering aus. Die 3,5mm Virbram XS Grip Sohle lässt den Kletterer förmlich jede Struktur spüren. Allerdings muss man deutlich mehr Kraft aufbringen als bei steiferen Kletterschuhen. Kantenstabilität ist Fehlanzeige. Kommt beim Bouldern oder der steilen Sportkletterroute doch Mal ein kleiner Tritt daher ist man aber nicht gleich ganz verloren. Bei entsprechend hohem Krafteinsatz kann man auch hier für kurze Zeit gut stehen – die Betonung liegt auf KURZ. Der starke Downturn lässt es zu, sich in steilen Routen auch kleinere Tritte zu angeln. Für Touren mit scharfen, kleinen Tritten oder für längere Touren ist der Kletterschuh aber gänzlich ungeeignet.

Performance auf Reibung

Hier kann der Schuh auf ganzer Linie punkten. Die weiche Sohle schmiegt sich flächig an alle Oberflächen, wodurch man beste Reibung erhält. Ideal auf großen Volumen in der Boulderhalle, oder an flachen Reibungstritten wie z.B. in Fontainbleau oder auf Granit. Hier rutscht der Fuß garantiert nicht mehr ab und klebt förmlich an der Wand.

Der Scarpa Furia S beim Steigen auf Volumes – genau sein Wetter

Perfomance in Löchern 2_Sterne

Löcher kann man mit dem Schuh gezielt antreten, da sich der Schuh optimal an den Lochrand formt. Die Kraftübertragung von der oft kleinen Trittfläche ist aber wegen der fehlenden Kantenstabilität sehr gering. Sehr kleine Löcher werden also schnell zum Alptraum. Tritt man die Löcher auf Reibung an, hat man schon bessere Chancen.

Performance bei Hooks

Die Vollgummierung um den Schuh lässt jede mögliche Hookvariante zu und nutzt dabei die Reibungwerte des Highperformance Gummis. Die Ferse ist mit 2mm Virbram XS Grip ausgestattet und der auffällige blaue Gummistreifen von der Ferse bis nach vorne überträgt die Spannung von der Ferse zum Mittelfuß. Toehooks werden durch die 3D geformte MR50 SRT Vollgummiausstattung zum Kinderspiel. Sobald man aber kleine Kanten hooken will, gibt es vom weichen Schuh wenig Unterstützung. Für Mantlemoves oder Hooks an Kanten und Volumen ist der Schuh aber ideal und überträgt sein sensibles Hookgefühl ohne Umwege an den Fuß.

Der Scarpa Furia S beim Heelkook – hält!

Perfomance in Rissen 1_Sterne

Wie eine Knotenschlinge kann man den Fuß in jeden Riss stopfen. Unterstützung durch Verkanten ist allerdings nicht zu erwarten. Das sensible Trittgefühl des Schuhs verwandelt sich in Rissen zu einem schmerzenden Folterinstrument. Für Risse greift man definitiv besser zu einem anderen Schuh.

Passform

Das flexible Microfasermaterial sowie die weiche Sohle ermöglichen dem Kletterschuh sich ideal um jeden Fuß zu schlingen. Die Fußform oder die Breite spielen dabei eine untergeordnete Rolle, da der Schuh so flexible ist und sich somit sehr gut anpasst. Der Velcroverschluss lässt zwar kein Feintuning zu, aber fixiert den Fuß gepaart mit der engen Passform sicher am Fuß.

Komfort 4_Sterne

Obwohl der Furia S sehr sportlich mit asymmetrischem Leisten und aggressivem Downtourn daherkommt, muss der Fuss im Kletterschuh keinesfalls leiden. Aufgrund der weichen Materialien gibt der Kletterschuh soweit nach, dass man es auch länger im Schuh aushalten kann. Eine Session in der Boulderhalle – kein Problem! Schon den 3ten Tag in Folge an den Blöcken unterwegs – kein Problem! Wie ein Socken schmiegt sich der Furia S an den Fuß.
Da der Schuh weich ist und recht schnell nachgibt ist es wichtig den Schuh möglichst eng zu kaufen, ohne dass er beim Gebrauch schmerzt.

Die voll gummierte Front beim Scarpa Furia S – freundliche Einladung zum Toehooken.

Haltbarkeit 3_Sterne

Um den Kompromiss zwischen Flexibilität auf Kosten der Haltbarkeit kommt der Furia S nicht herum. Der dünne Gummi ist relativ schnell durch. Da der Schuh aber für flächiges Ansteigen auf Reibung konzipiert ist, wird sich die Sohle im Zehenbereich gleichmäßig abgeklettert.
Die Verklebungen von Sohle und Gummis, sowie der Velcroverschluss sind sehr stabil und gehen auch nach intensivem Gebrauch nicht auf. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Die Form bleibt dauerhaft stabil.

Fazit und Einsatzbereich

Der Scarpa Furia S ist ein absoluter Spezialist. Wie unser ausführlicher Test zeigt erreicht er in den Kategorien „Performance auf Reibung“, „Performance beim Hooken“ und „Passform“ die volle Punktzahl und kann auf ganzer Linie überzeugen! Für andere Kategorien wie z.B. dem Antreten auf kleinen Leisten oder scharfen Löchern ist er jedoch nicht geeignet.
Der Furia S passt sich dem Fuss an wie eine Socke und ermöglicht somit echtes Barfuss-Feeling. Man kann kleine Strukturen direkt greifen und auch fühlen. Insbesondere bei diffizilen Hellhooks ein großer Vorteil. Der Kletterschuh fühlt sich auch eine ganze Session gut am Fuss an, ohne schmerzhaft zu drücken.
Der Scarpa Furia S ist so mit eine absolute Kaufempefehlung für das Indoorbouldern – aber auch für Bouldertrips in Gebiete wie Fontainebleau oder ins Tessin, wo Reibung Trumpf ist.

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