petzl Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/petzl/ Thu, 25 Jun 2020 20:01:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://verticalextremeblog.de/wp-content/uploads/2018/06/icon.png petzl Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/petzl/ 32 32 Test Kletterseil – Petzl Volta 9.2 https://verticalextremeblog.de/test-petzl-volta-9-2-kletterseil/ <![CDATA[Martin Wagner]]> Sat, 15 Feb 2020 14:02:31 +0000 <![CDATA[Test Kletterausrüstung]]> <![CDATA[Einfachseil]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[halbseil]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterseil]]> <![CDATA[petzl]]> <![CDATA[seil]]> <![CDATA[sportklettern]]> <![CDATA[zwillingsseil]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1633 <![CDATA[

Petzl ist vor allem durch die hochqualitative Hardware bekannt. Das beliebte GRIGRI Sicherungsgerät oder die SPIRIT Expressschlingen sind längst bewährte…

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Petzl ist vor allem durch die hochqualitative Hardware bekannt. Das beliebte GRIGRI Sicherungsgerät oder die SPIRIT Expressschlingen sind längst bewährte Klassiker. Mit dem VOLTA 9.2 stellt Petzl ein passendes Kletterseil bereit. Das Seil hat ebenfalls Potential zum Klassiker und spielt in Sachen Leistung definitiv in vorderster Front mit den Wettbewerbsprodukten mit. Dabei gelingt Petzl der Spagat zwischen geringem Gewicht und hoher Flexibilität sowie Robustheit und Langlebigkeit. Das VOLTA muss dabei keinerlei Kompromiss eingehen. Durch die 3-fach Zertifizierung (Einfachseil, Zwillingsseil und Halbseil) weitet sich das Einsatzgebiet auf fast alle Spielarten des Bergsports aus. Somit ist das Petzl VOLTA nicht nur ein Hochleistungsseil, sondern auch flexibler Allrounder für alle Zwecke.

 

 

Extremtest in extremen Bedingungen

Um das Seil auf Herz und Nieren zu testen, haben wir es den extremen Bedingungen des Sportkletterns ausgesetzt. Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf Handling beim Sichern und Klettern, das Verhalten bei Stürzen und beim Ausbouldern von Routen, sowie die Haltbarkeit und Langlebigkeit gelegt. Das Seil wurde über lange Ausdauerrouten gezogen, über abgeschliffene Exen gequält und zwangsläufig auch Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt. Überzeugt hat das Seil dabei über die komplette Lebenszeit in allen Kategorien.

 

Handling im ersten Eindruck

Das VOLTA fällt zuerst durch die knallige orange Farbe auf, also eine gute Wahl für Kletterfotos. Viel wichtiger als die Farbe (gibt es nämlich auch in Grau) ist aber die Oberfläche und die Flexibilität des Seils. Die „Duratec Dry-Imprägnierung schützt vor Wasser-, Schmutz- und Abrieb. Dadurch kommt das mit 9,2mm Durchmessern relativ dünne Seil auch geschmeidig und glatt daher. Beim Auspacken fällt die „ClimbReady-Technologie“ positiv auf. Das Seil wurde so aufgewickelt, dass nervige Krangel und Knotengewirre beim ersten Gebrauch ausbleiben. In der ersten Route durfte das getestete Seil in der 80m-Ausführung sofort auf ganzer Länge zeigen, was es kann. Geschmeidig läuft es dank der Imprägnierung durch die Zwischensicherungen und trotz einiger Umlenkungen ist kaum Seilreibung zu spüren. Als ich nach 40m Kletterlänge den Umlenker einhänge, muss ich kaum am Seil ziehen. Die Geschmeidigkeit und das geringe Seilgewicht machen sich hier deutlich bemerkbar. Beim Sichern läuft das Seil erstaunlich leicht durch das Sicherungsgerät, trotzdem behält man das Seil sicher im Griff. Beim ersten Abseilen des Kletterers fällt auf, dass das Seil durch das GRIGRI 2 ein paar wenige Zentimeter langsam durchrutscht. Nach der zweiten Route ist dieser Effekt aber schon weg und auch ein Probesturz mit wenig ausgegebenem Seil wurde sicher und ohne Gefahr gehalten. Weitere Ausstattungen wie die gut sichtbare Seilmittelmarkierung machen das Seilhandling in langen Routen sicherer und komfortabler. Der obligatorische Knoten am Ende sollte trotzdem nie fehlen. Das „UltraSonic Finish“, also der Verbund von Kern und Mantel an den Enden mit Hilfe einer Ultraschallbeschichtung, macht die Seilenden stabil und das Seil platzt nicht auf, sobald es mal auf den Boden peitscht.

Der erste Eindruck: ein leichtes und sehr geschmeidiges Seil mit hervorragendem Handling beim Sichern und Klettern.

 

Handling auf lange Sicht

Viel wichtiger als der Eindruck in den allerersten Routen ist, wie sich das Seil über die Zeit und nach längerem Gebrauch verhält. Also haben wir das Seil gnadenlos in allen üblichen Klettersituationen gequält: Ausbouldern von Routen mit kurzen harten Stürzen, Durchstiegsversuche mit langen Stürzen, komplizierte Seilverläufe um Kanten und Ecken, sowie Topropeklettern, um steile Routen abzubauen. Außerdem setzten wir das Seil scharfkantigen Karabinern, sowie Nässe und Verschmutzung aus. Beim Ausbouldern im oberen Teil von längeren Routen fiel sehr positiv auf, dass sich die Seildehnung in Grenzen hält. Man kann sich ohne Probleme wieder zurück, nah an die Zwischensicherung, ziehen. Andere Seile sind hier deutlich weicher und gummiartiger, was in diesem Fall störend und kraftraubend wäre. Bei weiten Stürzen ist das Seil dynamisch genug, ohne unangenehm hart in die Wand zu krachen. Auch auf längere Sicht verändert sich das Seil diesbezüglich nicht. Beim Topropeklettern – speziell von langen Routen – fällt ebenfalls auf, dass sich das Seil nicht unangenehm dehnt. Gerade auf den ersten Metern von langen Topropetouren muss man also keine Angst vor Bodenstürzen haben. Auch nach langem Gebrauch bleibt das Seil Dank der „EverFlex-Veredelung“ dauerhaft geschmeidig und wird nicht steif.

Nach einem überraschenden Regenschauer wurde das Seil nass und stellenweise stark verschmutzt. Dank der Imprägnierung konnten wir aber schon nach kurzer Zeit ungehindert weiterklettern. Der Matsch ließ sich einfach abwischen und die Feuchtigkeit blieb außerhalb und trocknete schnell ab. Auch der häufig sehr staubige Untergrund in anderen Klettergebieten schadete dem Seil nicht groß und ließ sich einfach abklopfen. Dem Einsatz in alpinem Gelände oder auf dem Gletscher steht also nichts im Wege. Trotzdem ist eine Seilplane beim Sportklettern natürlich immer empfehlenswert.

 

Haltbarkeit und Langlebigkeit

Nach einigen Wochen intensivem Gebrauch in Kalymnos, Mišja peč, und den Tiroler Alpen, sieht man erste Verschleißerscheinungen. Allerdings bleibt das Seil trotzdem geschmeidig und stabil. Vor allem das Ausbouldern an scharfkantigen Zwischensicherungen oder kurze harte Stürze greifen den Mantel an den ersten Metern deutlich an. Das VOLTA wird zwar etwas pelzig, jedoch ist das Seil mit dem 42% Mantelanteil noch nicht durchgerieben. Ein Abschneiden der Enden ist noch nicht notwendig, während ich andere Seile nach vergleichbaren Belastungen schon 1-2 Mal um einige Meter kürzen musste. Obwohl der Mantel ein baldiges Abschneiden ankündigte, musste ich das VOLTA erstaunlicherweise erst deutlich später kürzen. Der Mantel blieb lange Zeit schützend intakt. Nach dem Abschneiden der Enden war das Seil wieder so, wie nach nur kurzem Gebrauch. Nach einem Jahr, 3-4 intensive Kletterurlauben und regelmäßigem Klettern 2-3 Mal die Woche, zeigt sich das Seil schon stark abgenutzt. Die Farbe ist ausgeblichen, der Mantel ist etwas pelziger geworden und die Enden wurden das ein oder andere Mal gekürzt. Dennoch bleibt das Seil geschmeidig und flexibel in der Handhabung beim Sichern und Klettern. Mantelverschiebungen, Beulen oder Mantelrisse blieben aus und das Seil bleibt weiterhin im Einsatz, etwas kürzer und weniger leuchtend. Andere Seile wurden nach ähnlichem Gebrauch bereits aussortiert.

 

Fazit

Das Volta 9.2mm zeigt sich über die gesamte Lebensdauer flexibel und stabil. Der Seilaufbau sowie die Imprägnierung machen das Seil langlebig und robust. Trotzdem eignet sich das Seil sehr gut auch für schwere lange Routen, wo das niedrige Gewicht und der geringe Seildurchmesser zum Tragen kommt. Der stabile Mantelaufbau hält harten Stürzen und intensivem Ausbouldern stand. Stürze werden sanft gefangen, ohne, dass sich das Seil unangenehm dehnt und federt.

 

 

Technische Spezifikationen

  • Durchmesser : 9,2 mm
  • Seiltyp : (CE EN 892, UIAA): entspricht mehreren Seiltypen – Einfach-, Halb- und Zwillingsseil
  • Gewicht pro Meter : 55 g
  • Mantelanteil : 42 %
  • Stürze mit Sturzfaktor 1,77 : 6 (Einfachseil), > 20 (Halbseil), > 30 (Zwillingsseil)
  • Statische Dehnung : 7,5 % (Einfachseil), 7,5 % (Halbseil), 6 % (Zwillingsseil)
  • Dynamische Dehnung : 33 % (Einfachseil), 30 % (Halbseil), 26 % (Zwillingsseil)
  • Fangstoß : 8,6 kN (Einfachseil), 6,8 kN (Halbseil), 10,5 kN (Zwillingsseil)
  • Konstruktion : 40-fach hohlgeflochten
  • Material : Polyamid

Leistungsverzeichnis

  • Ultraleichtes Seil mit geringem Durchmesser für Topkletterer:
    – optimal für Sicherungsgeräte geeignet
    – entspricht mehreren Seiltypen und kann als Einfach-, Halb- oder Zwillingsseil verwendet werden
    – Anwendung in Fels, Mixed, Schnee oder Eis
  • Hohe Lebensdauer und einfaches Handling bei allen Bedingungen:
    – Duratec Dry-Imprägnierung: Die wasserabweisende Imprägnierung erhöht die Wasser-, Schmutz- und Abriebresistenz. Gutes Handling, Griffigkeit und Leistungsmerkmale des Kletterseils bleiben bei Kälte und Nässe länger erhalten.
    – UltraSonic Finish: Kern und Mantel werden an den Enden mittels Ultraschallbeschichtung fest miteinander verbunden. Das UltraSonic Finish erhöht die Haltbarkeit und verhindert ein Aufplatzen des Seilendes.
    – ClimbReady-Technologie für einsatzbereite Seile: verhindert Fehler beim Abwickeln durch den Anwender und erhöht die Lebensdauer.
  • Effizientes Sichern:
    – Middle Mark-Markierung: Kennzeichnung der Seilmitte zur Vereinfachung der Seilmanöver.
    – EverFlex-Veredelung: spezielle thermische Veredelung, stabilisiert die Fäden und macht das Seil einheitlicher.

Quellen: https://m.petzl.com/CH/de/Sport/Seile/VOLTA-9-2-mm

 

 

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Marmottes Grivée (Aiguille Pierre André) – Eine Perle im Ubaye-Tal https://verticalextremeblog.de/marmottes-grivee-aiguille-pierre-andre-eine-perle-im-ubaye-tal/ <![CDATA[Elmar Wilde]]> Mon, 07 Oct 2019 17:08:09 +0000 <![CDATA[Tourenberichte]]> <![CDATA[Aiguille Pierre André]]> <![CDATA[alpinklettern]]> <![CDATA[bericht]]> <![CDATA[bohrhaken]]> <![CDATA[Granitkletterei]]> <![CDATA[klettergebiet]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[Marmottes Grivée]]> <![CDATA[petzl]]> <![CDATA[tourenbericht]]> <![CDATA[Ubaye-Tal]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1388 <![CDATA[

Es gibt  sie ja nicht am laufenden Band – Routen, die einen ästhetischen Felsklotz durchziehen, gut abgesichert sind und den…

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Es gibt  sie ja nicht am laufenden Band – Routen, die einen ästhetischen Felsklotz durchziehen, gut abgesichert sind und den 6a-Bereich nicht übersteigen.

Eine solche beeindruckende Route findet sich im Ubaye-Tal an der Aiguille Pierre André – Marmottes Grivée. Keine Neutour, aber immer noch absolut empfehlenswert, trotz des knapp zweistündigen Zustiegs von Maljassat.

Die Kletterei ist überwiegend sehr griffige Granitkletterei, mal steiler mal etwas plattiger. Der Routenname ist angeschrieben. Man benötigt 10 Expressen. Cams können fast nicht untergebracht werden.

Die erste Länge zieht gutgriffig an einer Kante nach oben und macht im oberen Teil eine kurze Rechtsschleife, obwohl der nächste Bohrhaken links ist. Man klippt nach der Schleife. Ungefähr 35 Meter Sportkletterseil und 9 Bohrhaken. Stand an Kette (Petzl Bohrhaken A2-Stahl 10 mm).

Die zweite Länge beginnt mit einem flacheren Band, dann wird es steil und es folgt angenehm griffige Kletterei. Im oberen Teil stellt sich die Frage Rechts- oder Linksschleife bei größerem Bohrhakenabstand. Bei Rechtsschleife steckt rechts noch ein Schlaghaken mit einer 120 cm Schlinge, dann muss man aber trotzdem wieder nach links. Besser ist es, gleich mit Linksschleife zu klettern, auch wenn der Hakenabstand weit ist und es eklig plattig ausschaut. Ungefähr 45 Meter, Stand an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).

Die dritte Länge zieht 35 Meter ziemlich gerade nach oben und ist eher plattig, aber griffig. Stände an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).

Die vierte Länge ist die steilste und zieht gleich steil weg vom Stand. Sehr schöne Kletterei, ungefähr 35 Meter, am Stand befinden sich zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm).

Die fünfte Länge zieht nach dem Stand nach links an die Kante und geht dann in griffiger Kletterei nach oben bis zum Stand an zwei Bohrhaken (Petzl A2 Stahl 10 mm). Bohrhaken gibt es in regelmäßigen Abständen – ca. alle 3-4 Meter.

Die letzte kurze Länge zieht nach links zum Gipfel. Es kommt nach 20 Metern eine Kette. Entweder dort Stand machen oder weiterklettern und am Gipfel an Köpferl sichern. Es gibt am Gipfel einen Stand auf einer Platte. Hierzu benötigt man allerdings 10 mm Bohrhakenlaschen und 10 mm Muttern, da nur die Stifte rausschauen.

 

Vom Gipfel geht man kurz an den Abstiegsspuren bergab bis zu einer Kette (könnte man auch mal austauschen). Dort seilt man gerade 27 Meter bis zur nächsten Kette. Von dort nochmal 45 Meter. Nun den Steigspuren zum Einstieg folgen.

 

Zustieg

Von Maljassat den gelb-rot markierten Weg Richtung Col du Mary. Der breite Weg kann am Anfang abgekürzt werden (blaue Markierung). Wenn der Weg in die Nähe des Baches führt, diesen auf einer Brücke überqueren und dem guten Pfad folgen, der  in steilen Serpentinen zur Wand führt. Vor der Wand auf Steinmänner achten und in Rechtsschleife zum Einstieg.

Nähere Infos im Topoguide Band 2.

 

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Test – Petzl Laser Speed Eisschraube https://verticalextremeblog.de/test-petzl-laser-speed-eisschraube/ <![CDATA[Marco Maier]]> Sat, 07 Jul 2018 09:49:21 +0000 <![CDATA[Test Kletterausrüstung]]> <![CDATA[ausrüstung]]> <![CDATA[bergsteigen]]> <![CDATA[black diamond]]> <![CDATA[eisklettern]]> <![CDATA[eisschraube]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[ice climbing]]> <![CDATA[petzl]]> <![CDATA[petzl laser speed]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[wasserfallklettern]]> https://verticalextremeblog.de/?p=715 <![CDATA[

Hersteller: Petzl Art: bissige Eisschraube mit Kurbel für die ganzjährige Verwendung Einsatzbereich: Eisklettern, Hochtouren, Alpinismus Highlights: ausklappbare Kurbel – für platzsparenden Transport und…

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Hersteller: Petzl

Art: bissige Eisschraube mit Kurbel für die ganzjährige Verwendung

Einsatzbereich: Eisklettern, Hochtouren, Alpinismus

Highlights:

  • ausklappbare Kurbel – für platzsparenden Transport und enge Placements
  • farblich unterschiedliche Kurbeln – zur Unterscheidung der Längen
  • sehr guter Biss im Eis

Spezifikationen:

  • Längen: grün 21 cm, blau 17 cm, gelb 13 cm, rot 10 cm
  • Gewicht: grün 161g, blau 143g, gelb 128g, rot 113g
  • Material: Aluhänger mit farbcodierter Kurbel: Das drehbare Plastikelement zum Kurbeln ist relativ groß und strukturiert.

Petzl Laser Speed Eisschraube kaufen im VerticalExtreme.de Eisklettern Shop!

 

Eisschraube Petzl Laser Speed im Test:

Während eines längeren Aufenthalts in Kanada konnte ich die Patzl LAser Speed Eisschraube in verschiedenen Längen testen. Dieses neue Modell von Petzl ersetzt die frühere Petzl Laser Sonic Eisschraube im Sortiment des französischen Herstellers.

Eisschrauben und weiteres Zubehör am Klettergurt (Foto: petzl.com)

Petzl Laser Speed am Klettergurt:

Die Petzl Laser Speed Eisschrauben lassen sich sehr angenehm an einem Standard Clipper befestigen. Es passen je 5­ bis 6 Schrauben auf einen Karabiner. Verglichen mit den Black Diamond Eisschrauben hängen sie jedoch ein klein wenig senkrechter nach unten. Ein Durchstechen der Hose im Oberschenkelbereich ist aber unwahrscheinlich und kann verhindert werden, indem man die Clipper weiter hinten anbringt.
Ich verwendete immer eine Mischung aus Petzl und Black Diamond Eisschrauben und muss sagen, dass es kein Problem ist, beide an einem Clipper zu haben, da sie sich doch recht ähnlich sind.

Eisschraube in Aktion (Foto: petzl.com)

Petzl Laser Speed in Aktion:

Hier überzeugt die neue Spitzenform der Petzl Eisschraube auf ganzer Linie. Sie lässt sich extrem schnell und leicht setzen und beißt schon nach 3 bis ­4 mal andrehen. Außerdem bleibt die Eisschraube schnell stecken, sodass man umgreifen und die Schrauben versenken kann. Hier wirkt sich besonders das gesparte Gewicht am Hänger und der Kurbel positiv aus, weil dadurch weniger Hebelkräfte auf die kaum gesetzte Schraube einwirken. Dadurch steckt die Schraube stabiler und die Gefahr, eine zu verlieren, ist deutlich geringer.

Die Petzl Laser Speed Eisschraube hat eine relativ lange Kurbel (Foto: petzl.com).

Durch die längere Kurbel lässt sich die Schraube auch in hartem Eis schnell und kraftsparend eindrehen. Die klappbare Kurbel spielt die Stärken ähnlich wie die Grivel 360 in engen Placements aus und kann je nach Bedarf weniger oder mehr ausgeklappt werden. Das farbige Plastikteil zum Festhalten während des Kurbelns ist nicht glatt, sondern genoppt und kann dadurch auch mit dicken Handschuhen bzw. gefühlstauben Fingern besser bedient werden.
Beim Herausdrehen der Schraube spielt die lange Kurbel natürlich wieder ihre Stärke aus, ebenso das größere Drehteil im Vergleich zu den Black Diamond Eisschrauben. Man hat seltener das Gefühl, die Schraube gleich zu verlieren.

Bei manchen Temperaturverhältnissen hatte ich das Gefühl, dass der Eiskern in den Petzl Schrauben eher steckenbleibt als bei den Black Diamond Eisschrauben. Das mag an meiner persönlichen Wahrnehmung liegen, kann aber auch mit einer etwas anderen Verarbeitung des Metalls bzw. an einer anderen Materialwahl der beiden Firmen zusammenhängen.

Petzl Laser Speed Eisschraube im Detail (Foto: petzl.com)

Fazit:

Nachdem Petzl Eisschrauben im Vergleichstest damals nicht sehr gut wegkam, hat der Hersteller nun seine Hausaufgaben sehr ordentlich gemacht und ein richtig gutes Produkt auf den Markt gebracht. Es wird sich zeigen, wie sich die Schraube im Langzeitgebrauch schlägt. Bisher kann ich ganz klar sagen, dass sie meine erste Wahl sind und ich die neuen Petzl Eisschrauben immer für die Schlüsselstellen aufgespart habe. Sie waren de facto einfach schneller im Eis als andere Eisschrauben.

PS: Für die Alpinisten unter euch ist die Petzl Laser Speed Light ein heißer Tipp, die mit einem Aluschaft noch einmal gut Gewicht spart. Leider ein wenig auf Kosten der langfrisitigen Haltbarkeit.

Video – Eisschrauben selber schleifen und schärfen:

YouTube Video

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