kletterschuhe Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/kletterschuhe/ Thu, 15 May 2025 14:17:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://verticalextremeblog.de/wp-content/uploads/2018/06/icon.png kletterschuhe Archive - VerticalExtreme Blog https://verticalextremeblog.de/tag/kletterschuhe/ 32 32 Test Kletterschuhe – Scarpa Generator/Generator Mid https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-scarpa-generator-generator-mid/ <![CDATA[Marco Bermejo]]> Thu, 06 Feb 2025 16:16:39 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[alpinklettern]]> <![CDATA[alpinkletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[generator]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[rissklettern]]> <![CDATA[scarpa]]> <![CDATA[scarpa generator]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe test]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[testbericht]]> https://verticalextremeblog.de/?p=2543 <![CDATA[

  Hersteller / Modell: Scarpa – Generator Art: Bequeme und stabile Kletterschuhe zum Rissklettern und Alpinklettern Einsatzbereich: Alpinklettern, Trad, Rissklettern…

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Hersteller / Modell: Scarpa – Generator
Art: Bequeme und stabile Kletterschuhe zum Rissklettern und Alpinklettern
Einsatzbereich: Alpinklettern, Trad, Rissklettern
Der GENERATOR ist ein besonders komfortabler Kletterschuh für lange Tage an der Wand. Durch seine Steifigkeit im Vorfuß und Flexibilität ab dem Mittelfuß, ist er perfekt für Riss- und Alpinklettern geeignet.


Einführung
Der Scarpa Generator ist ein speziell für das Rissklettern und Alpinklettern entwickelter Kletterschuh, der für seine hervorragende Passform und Performance in Rissen und auf langen Klettertouren geschätzt wird. Der Schuh kombiniert Präzision, Komfort und Stabilität und richtet sich an Kletterer, die häufig in Rissen unterwegs sind, aber auch bei langen Mehrseillängenrouten und beim traditionellen Klettern eine hohe Leistung benötigen.

Scarpa Generator, der perfekte Schuh zum Rissklettern im Indian Creek – UTAH – USA

Den Scarpa Generator gibt es in zwei Varianten, Scarpa Generator (Variante mit freiem Knöchel) und Scarpa Generator Mid (Variante mit Knöchelschutz).

 

Design und Verarbeitung
Der Scarpa Generator ist in erster Linie für das Rissklettern und das traditionelle Klettern (Trad-Klettern) konzipiert. Er fällt durch sein klassisches Design und die Verwendung robuster, langlebiger Materialien auf. Der Schuh besteht aus hochwertigem, atmungsaktivem Leder, das sich gut an den Fuß anpasst und eine lange Lebensdauer verspricht. Die Verarbeitung ist hervorragend, mit stabilen Nähten und einem besonders widerstandsfähigen Obermaterial, das den Schuh gut vor Abrieb schützt.
Der Scarpa Generator hat eine gerade Leistenform, die für das Rissklettern optimal ist, da sie den Fuß gut in den Schuh einbettet und gleichzeitig genügend Spielraum bietet, um die Füße beim Rissklettern zu verdehnen.

 

Passform und Komfort

Der Scarpa Generator hat eine relativ entspannte Passform, die ideal für das traditionelle Klettern und Rissklettern ist. Im Gegensatz zu vielen aggressiveren, performanceorientierten Kletterschuhen, die einen hohen Druck auf die Zehen ausüben, bietet der Generator eine angenehmere Passform, die den Fuß nicht unnötig einengt. Das Leder passt sich mit der Zeit gut an den Fuß an und sorgt für einen angenehmen Tragekomfort, auch bei längeren Klettereinheiten, was gerade für lange Touren oder Bigwall perfekt ist.

 

Performance im Rissklettern

Als Risskletterschuh punktet der Scarpa Generator in mehreren Bereichen:

Stabilität und Unterstützung: Der Schuh ist mit einer steifen Sohle ausgestattet, die dem Fuß im Riss optimalen Halt bietet und eine gute Kraftübertragung ermöglicht. Diese Steifigkeit ist besonders bei langen Klettertouren von Vorteil, da sie dem Fuß unterstützt was zu weniger Ermüdung führt. Es ermöglicht auch, dass man eher einen entsprechenden größeren Schuh tragen kann.

Präzision und Sensibilität: Während der Scarpa Generator auf die steife Sohle verzichtet kann man trotzdem erstaunlich gut auf kleinen Tritten stehen. Die Gummimischung „Vibram XS Edge“ sorgt für ausreichend Haftung auf verschiedenen Felsarten, was sowohl bei Rissklemmen als auch bei flachen Tritten und Reibungsplatten von Vorteil ist. Die Gummimischung ermöglicht auch relativ gute Langlebigkeit (gerade im Granit oder Sandstein von Vorteil).

Vielseitigkeit: Obwohl der Scarpa Generator speziell für das Rissklettern entwickelt wurde, ist er auch eine sehr gute Wahl für Kletterer, die regelmäßig auf Mehrseillängenrouten unterwegs sind. Dank der komfortablen Passform eignet sich der Schuh auch für längere Klettertouren, ohne dass der Fuß übermäßig ermüdet oder Druckstellen entstehen. Für Kletterer, die auch im Trad-Bereich aktiv sind und auf der Suche nach einem vielseitigen, aber dennoch leistungsfähigen Schuh sind, stellt der Generator eine ausgezeichnete Option dar.

 

Rissklettern im Indian Creek – UTAH – USA

 

Preis-Leistungs-Verhältnis
Obwohl der Scarpa Generator kein Schnäppchen ist, spielt er in der selben Preisliga wie Konkurrent La Sportiva TC Pro: die hohe Verarbeitungsqualität, die langlebigen Materialien und der Komfort, den der Schuh über längere Zeiträume hinweg bietet, rechtfertigen allerdings den etwas höheren Anschaffungspreis.

 

Auf dem Half Dome – Yosemite Valley – USA

 

Fazit

Der Scarpa Generator ist ein ausgezeichneter Kletterschuh, der besonders durch seine Stabilität, Komfort und Vielseitigkeit überzeugt. Für Kletterer, die regelmäßig in Rissen klettern oder lange Mehrseillängenrouten unternehmen, bietet der Schuh eine ideale Mischung aus Unterstützung und Anpassungsfähigkeit. Die hervorragende Verarbeitung, die steife Sohle und die präzise Passform machen ihn zu einem zuverlässigen Begleiter für traditionelle Klettertouren. Auch wenn er nicht die Aggressivität eines reinen Performance-Schuhs bietet, liefert der Generator in seiner Kategorie herausragende Leistungen.
Ein idealer Risskletterschuh für Kletterer, die Wert auf Komfort, Stabilität und Präzision legen. Ein absolutes Must-have für Trad- und Risskletterer!

Wer gerne Offwith Kletterei macht kann gerne die Mid Version ergattern, ansonsten reicht wahrscheinlich der „normale“ Generator für alle aus.

 

Beim Bigwall klettern auf der Nose – El Capitan – Yosemite Valley – USA

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Test Kletterschuhe – Ocun Ozone https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-ocun-ozone/ <![CDATA[Elmar Wilde]]> Thu, 12 May 2022 16:03:13 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[Hallenkletterschuh]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test kletterschuhe]]> <![CDATA[test ocun kletterschuhe]]> <![CDATA[test ocun ozone]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[testbericht ocun ozone]]> https://verticalextremeblog.de/?p=1997 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  Ocun Ozone Art: Velcro-Kletterschuh Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen Highlights: Patentiertes 3-Force-System 3FS für Torsionssteifigkeit und dauerhafte…

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Hersteller / Modell:  Ocun Ozone

Art: Velcro-Kletterschuh

Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Halle, Mehrseillängen

Highlights:

  • Patentiertes 3-Force-System 3FS für Torsionssteifigkeit und dauerhafte Spannung
  • moderate Vorspannung im Vorfußbereich – keine unangenehm aufgestellten Zehen
  • Top Performance auf kleinsten Tritten
  • Toehook Gummi für diffizile Moves in Überhängen
  • gute Verarbeitung – Made in EU
  • Obermaterial Kunstleder – dehnt sich auch nach längerem Gebrauch nicht

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Auf der Ocun Homepage wird der Ozone folgendermaßen beworben: „Dank des patentierten 3-Force-Systems ist dieser Kletterschuh sehr präzise auf Mikrotritten, Leisten und in Löchern. Die Spannung im Fußgewölbe, die innere Kräfte zur Spitze leitet, die asymmetrische Form und die 3D-Zwischensohle garantieren maximale Unterstützung des Fußes beim Klettern. Die neue gummierte Spitze ermöglicht sichere Zehenarbeit.“

Technologie Ocun Ozone (Quelle: https://www.ocun.com/de/sites/new-ozone-2022)

Performance auf Minileisten  

Der Ocun Ozone ist ein asymmetrisch gebauter Schuh mit unterstützender Zwischensohle, was die Stabilität auf kleinen Stritten ohne hohen Kraftaufwand ermöglicht. Zudem leistet das 3-Force-System in der Praxis ganze Arbeit. Der Kletterschuh sitzt beim Antreten minimalster Tritte perfekt am Fuß und dreht sich keinen Millimeter. Ein wirklicher Topschuh zum Stehen mikroskopischen Tritten im senkrechten und steilen Gelände.

Performance auf Reibung 3.5_Sterne_small

Im Neuzustand ist die Reibungsperformance der 4mm dicken Vibram XS Grip Sohle noch etwas verhalten und unsensibel. Hat man den Schuh aber einige Male benutzt, verbessert sich dies signifikant! Da der Schuh relativ steif ist – was seiner Top Performance auf Minileisten entgegen kommt – muss man auf Reibung aber leider kleine Abstriche machen.

Performance in Löchern

Durch die spitze Schuhform, der sehr hohen Kantenstabilität durch das 3FS System und die nur moderat aufgestellten Zehen steht der Ocun Ozone sicher und kraftsparend in Löchern.

Performance bei Hooks

Dank des neuen Toehook- Vollgummi-Fußspitze sind die Hookfähigkeiten gegenüber dem grüngelben Vorgänger Modell noch deutlich verbessert worden. Hätte ich 2012 bei meinem Projekt  „Zwischenhoch“ am Kraftwerk so einen Schuh mit Toehook-Vollgummi gehabt, hätte ich mich bei dem obligatorischen Toehook mit links sicherlich besseren Grip gehabt und hätte mehr vertrauen können das der Hook hält. Nicht nur für Boulderer eine deutliche Verbesserung.

Performance in Rissen 3.5_Sterne_small

Durch die gummierte Oberseite auch nicht schlecht für Risse – soweit der Kletterschuh nicht in der Performance Größe (also in etwa eine halbe Nummer kleiner als bei deinen Straßenschuhen) gekauft wird. Wählst du ihn etwa eine halbe Nummer größer als deine Straßenschuhgröße, kannst du mit dem Ocun Ozone auch gut Risse und Mehrseillängen klettern. Naturgemäß leidet dann aber die Performance auf Mikrotritten.

Passform

Der Ozone ist perfekt für schmale Füße. Für breitere Füße gibt es den breiteren Leisten Ocun Ozone HV – ansonsten baugleich – nur breiter. Klappt man den Fersenteil hinunter, kann man relativ leicht in die Kletterschuhe hineinschlüpfen. Die Zunge ist beim jetzigen Modell beidseitig vernäht. Dies ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgängermodell. Dort war die Vernähung nur an der Innenseite des Schuhs. Die Zehen werden in der Zehenbox nur leicht aufgestellt. Auch für Kletterer die keine Lust auf Schmerzen für Leistung haben eine sehr gute Wahl.

Die beiden Velcro-Verschlüsse schließen gegenläufig optimal. Dies ist auch besser als beim Vorgängermodell.  Ich habe den Schuh eine halbe Nummer kleiner als meine Straßenschuhgröße. Damit kann ich entspannt klettern, wenn ich zwischen den Touren die Kletterschuhe ausziehe. Für Mehrseillängen und dauerhaftes Tragen würde ich ihn eine halbe Nummer größer als meine Straßenschuhgröße nehmen.

Ocun Ozone Kletterschuhe
Komfort 4_Sterne

In der Performance Größe (Straßenschuhgröße minus halbe Nummer) kann man mit dem Schuh relativ lange klettern. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Schuhe immer nach dem Klettern auszieht. 8 Hallenrouten mit 18 Metern oder 5 Routen draußen mit 35 Metern lassen sich schmerzfrei klettern. Der Zug an der Ferse ist gut, drückt aber nicht. Das Kunstleder fühlt sich angenehm an. Der Schuh bleibt auch bei häufiger Benutzung geruchsneutal.

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit des Schuhs ist sehr gut. Die Verklebungen halten überall gut. Man merkt dem Kletterschuh sofort an, dass er in der EU handgenacht wird. Das 3FS System spielt bei der Haltbarkeit seine Leistung aus. Der Schuh bleibt damit formstabil und behält die gute Kraftübertragung zur Schuhspitze bei. Der Schuh dreht sich auch nach längerem Gebrauch nicht um den Fuß und die Kantenstabilität bleibt bestehen.

Ich habe zwei Vorgängermodelle. Diese lassen sich auch noch mit stark abgekletterter Sohle gut klettern.  Man braucht zwar etwas Zehenpower, dafür steigt die Reibungsperformance deutlich an. Daher ideal für die Halle. Kein Vergleich zu früheren Five Ten Anasazi oder Lace Up Modellen, die im abgekletterten Zustand keine Performance mehr hatten.

Fazit und Einsatzbereich:

Der Ocun Ozone (baugleich Ocun Ozone HV für breite Füße) erreicht die Höchstwertung bei der Performance auf Minileisten und bei der Passform. Ein super Kletterschuh zum Sportklettern und Bouldern für präzises und kraftsparendes Stehen. Auch bei Hooks und beim Antreten in kleinen Löchern kann der Ocun Ozone auf ganzer Linie überzeugen.

Seine Qualitäten liegen im senkrechten und überhängenden Routen. Reibungsklettereien sind weniger sein Metier, wobei die Performance bei einem gut eigetragenem Kletterschuh auch hier gut ist.

Hervorzuheben ist auch die gute Verarbeitung (Made in EU) und die gute Passform.

Er ist somit erste Wahl für Kletterer und Boulderer die einen möglichst bequemen Kletterschuh für maximale Performance auf kleinsten Tritten suchen.

Der Ocun Ozone nach einigen Monaten im Einsatz.

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Test Kletterschuhe – La Sportiva Solution Comp https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-la-sportiva-solution-comp/ <![CDATA[Paul Schrader]]> Tue, 19 Jan 2021 12:34:31 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[boulderschuhe]]> <![CDATA[erfahrung]]> <![CDATA[erfahrungen]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[La Sportiva]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[solution comp]]> <![CDATA[sportklettern]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[wettkampf kletterschuhe]]> https://verticalextremeblog.de/?p=1929 <![CDATA[

  Hersteller / Modell:  La Sportiva Solution Comp Art: Schnürer mit Fast-Lacing-System Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern Highlights: Perfekt für Indoor-Wettkämpfe Optimale…

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Hersteller / Modell:  La Sportiva Solution Comp

Art: Schnürer mit Fast-Lacing-System

Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern

Highlights:

  • Perfekt für Indoor-Wettkämpfe
  • Optimale Gummierung für Toehooks
  • Dauerhafte Formbeständigkeit
  • Schmales Fersenprofil zur Unterstützung des Heelhooks auf Mikro-Griffen

La Sportiva Solution Comp Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Highperformance Kletterschuhe für extreme Ansprüche

La Sportiva steht für hochqualitative (Kletter-) Schuhe und mit dem Solution Comp wird ein

Highperformance-Schuh für die extremen Ansprüche des Wettkampfkletterns angeboten. Der

La Sportiva Solution zählte von Anfang an zum Sortiment und ist schon längst zum Klassiker für

extreme Routen und Boulder geworden. Das Kultmodell La Sportiva Solution wurde nochmals

optimiert und bietet äußerst vielseitige Einsatzmöglichkeiten im modernen Klettersport.

Die Performance der Kletterschuhe überzeugt in allen Bereichen, wo man präzise auf kleinen

Tritten stehen muss oder gefühlvolle Hooks oder Toe-Hooks legen will. Ein weiterer Pluspunkt ist

seine Langlebigkeit sowie geringe Verformung auch bei mehrmaliger Nutzung pro Woche.

 

Fotografin: Miriam Mayer

 

Performance

Im Detail betrachtet kann der Solution Comp wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden:

 

Performance auf Minileisten 4.5_Sterne_small

Genial! Der ambitionierte Kletterer kann sich hier voll und ganz auf den Schuh verlassen. Hier liegt sicherlich die Stärke des Schuhs, denn aufgrund der Kantenstabilität und des Downturns lassen sich kleinste Tritte präzise treten. Dennoch: Der Schuh verlangt präzise geklettert zu werden, wer dies nicht tut, wird seine Schwierigkeiten haben.

Von der Platte über senkrechte Kletterei bis hin zum Überhängenden, jede noch so kleine Leiste kann in Angriff genommen werden. Zurückzuführen ist dies auf das Randing System P3 (Permanent Power Platform) welches sowohl den La Sportiva Solution als auch die Wettkampf-Variante auszeichnet. Der Schuh wurde für das Wettkampfklettern auf höchster Ebene entwickelt und liefert in der Halle wie am Fels eine hervorragende Performance.

Fazit: Wer ideale Kraftübertragung für kleine Tritte mit ausreichend Unterstützung, aber dennoch Trittgefühl sucht, ist mit diesem Kletterschuh perfekt bedient. Von den kleinsten Wülsten im Kalk der Zellerwand bis hin zu den schmierigen Dual-Texture Leisten in der Tölzer Boulderhalle konnte mich der Schuh bei meinen schwersten Routen und Bouldern ideal unterstützen. Definitiv kein Kompromiss, sondern eine Waffe. Vermutlich gehört zu dieser Performance auch die passende Größe, hier wird der erfahrene Wettkampf-Kletterer sicher die richtige Entscheidung treffen.

 

Performance auf Reibung 3.5_Sterne_small

Einen Schuh, der alles perfekt kann, wird es wohl nie geben. Zwar konnte der Solution Comp sowohl im

rutschigen Kalk des Taubensteins eine gute Performance zeigen, jedoch wird man nicht an die gute

Leistung auf Mini-Leisten heran kommen. Gerade in diesem Bereich ist die Differenz zwischen

Halle und Fels deutlich spürbar. Im Vergleich zum La Sportiva Theory ist dieser Schuh etwas härter

und besitzt eine stabilere Konstruktion. Die Vibram Sohle XS-Grip2 performt zuverlässig

Fazit: Zum Balancieren auf Volumes in Boulderwettkämpfen gibt es sicherlich bessere Schuhe,

dennoch ist die Leistung gut. Der Gummi haftet auch bei den häufig als besonders rutschig

wahrgenommenen Tritten mit Dual-Texture zufriedenstellend. An diesem Punkt sollte hinzugefügt werden, dass

durch sauberes Treten eine hohe Performance bei jeglicher Reibungskletterei erzielt werden kann.

 

Perfomance in Löchern 3.5_Sterne_small

Aufgestellte Zehen und ein etwas breiterer Schnitt lassen es nicht zu, tief in schmalen Löchern zu

stehen. Allerdings unterstützt der Kletterschuh mit seiner ausgezeichneten Kantenstabilität genug,

um sicheren Halt am Lochrand zu haben. Das Trittgeühl ist hoch und man spürt die Tritte. Durch

das P3-System besitzt der Schuh eine gute Druckverteilung, sodass er hier ein wenig mehr Fehler

verzeiht als beim Antreten auf Mikro-Leisten. Durch den Downturn der Spitze kann man sich gut

über den Fuß ziehen.

Fazit: Die Kombination aus Steifigkeit und Trittgefühl lässt alle Löcher anstehen und bietet eine

hohe Performance.

 

Performance bei Hooks 4.5_Sterne_small

Der LaSportiva Solution war bereits das non-plus-ultra in Sachen Hooks. Durch die runde, schmale

Ferse überzeugt der Schuh in allen Bereichen und lässt einen nie im Stich. Hinzu kommt, dass das

Fast-Lacing-System mit Unterstützung durch die P3-Konstruktion perfekten Halt sowie ideale

Kraftübertragung gewährleistet. Die Ferse ist vollgummiert, wirkt in Kombination mit dem

Toehook Gummi fast wie ein Gummistiefel. Die Optimierung des Toehook-Gummis des Solution

ist ein Erfolg. Komplizierte, anspruchsvolle Toehooks halten, sind jedoch technisch anspruchsvoll,

wenn man den Schuh in einer Größe kauft, in der die Leistenperformance am höchsten ist.

Aufgestellte Zehen in der Zehenbox verändern hierbei die Schuh-Oberfläche und man sollte nicht

enttäuscht sein, wenn man hier etwas an der Performance einbüßt.

Fazit: Der La Sportiva Solution bietet außergewöhnlich gute Hooks, lediglich für die Toehooks gibt

es weiterhin Potenzial.

 

Perfomance in Rissen 3.5_Sterne_small

Während meiner Testphase der Kletterschuhe war ich nicht wirklich in reiner Risskletterei

unterwegs, allerdings forderten einige Routen im oberbayerischen Kalk das Stehen in senkrechten

Schlitzen oder kleinen Rissen. Dank der Vollgummierung im Zehenbereich, welcher eigentlich für

Toehooks gedacht ist, findet man in schmalen Schlitzen oder Rissen zwar sicheren Halt, allerdings

sollte man etwas Schmerzresistenz mitbringen. Für reine Rissketterei greift man sicher zu einem

anderen, etwas steiferen Schuh, um sich im Riss verkeilen zu können.

Fazit: Zum reinen Rissklettern wählt man besser einen anderen Schuh. Wenn doch mal ein Riss

daher kommt, ist man aber nicht völlig verloren. Inzwischen ist bekannt, dass selbst im Weltcup ein

Riss vorkommen kann, da kann man vermutlich auch die Zähne zusammenbeißen, durchziehen und

den Schuh reindrücken.

 

Passform 4.5_Sterne_small Komfort  3.5_Sterne_small

In den La Sportiva Solution Comp kann man gut reinschlüpfen. Der schmalere Schnitt in

Kombination mit dem Velourleder sorgt für eine gute Passung von Fuß und Schuh. Durch das P3-

System erhöht sich die Spannung im Schuh beim Antreten und lässt mit Lösen des Drucks

wieder nach. Vorteil hierbei ist es, dass man sich beim An- und Ausziehen leichter tut. Insbesondere am

Anfang benötigt man einige Zeit, um den Schuh wirklich einzuklettern und muss hier ein paar

unangenehme Stunden im Schuh verbringen.

Der schmale Schnitt der Ferse sorgt nicht nur für ein Anschmiegen der Ferse an die Form, sondern

auch für stabile und zuverlässige Hooks. Im Kletterschuh-Vergleich von La Sportiva wurde der

Schuh als durchschnittlich bis eher schmal kategorisiert. Dem kann man sich nur anschließen. Die

Zehenbox passt perfekt und auch leicht aufgestellte Zehen schmerzen nur kaum. Der Vorfuß hat

ausreichend Platz, wird jedoch weder gequetscht noch rutscht er hin und her. Zu verdanken ist dies

dem Fast-Lacing-Systems, das mit der Lock-Harness-Konstruktion verbunden ist und eine präzise

und schnelle Schnürung zulässt. Je nach Fußform kann dabei die Schnürung so angepasst werden,

dass der Fuß mehr oder weniger in die Ferse hineingedrückt wird.

Die Leistenform in Kombination mit dem P3-System verwandelt den Schuh in eine präzise Waffe

und eignet sich gut für Sportkletterrouten. Beim Projektieren am Fels beginnt auch dieser Schuh zu

schmerzen, was jedoch nicht verwunderlich ist, schließlich wurde er auf das Wettkampfklettern

zugeschustert. Man kann ihn ausreichend lang tragen und seine Leistung zeigen, ohne eine einzige

Sekunde an die engen Schuhe zu verschwenden. Nach circa 10 bis 15 Minuten möchte man dann

aber doch wieder raus. Insbesondere beim Bouldern in der Halle muss man ihn nicht sofort

nach jedem Boulder ausziehen. Zum Sichern oder den Pausen zwischen den Bouldersessions zieht

man den Schuh aber dann doch lieber wieder aus. Für lange Alpinrouten behält man den Schuh

auch besser nicht durchgehend an.

Fazit: Am Ende ist die Bewertung der Passform subjektiv, da jeder Fuß eine andere Form hat. Dem

einen passt er besser, dem anderen schlechter. Der Schnitt ist zumindest aus meiner Perspektive

ideal zum Wettkampfklettern. Beim Felsklettern im Winter bekommt man schneller kalte Füße, was

bedeutet, dass man diese Waffe gezielt einsetzen sollte. Dies kann man allgemein auf den Schuh

beziehen.

 

Haltbarkeit 4.5_Sterne_small

Der La Sportiva Solution Comp überzeugt neben der Performance als Indoor Kletterschuh auch am

Fels. Zu verdanken ist dies unter anderem der Formstabilität nach längerem Gebrauch. Das

Problem, dass La Sportiva- Schuhe sich um einiges weiten, konnte ich nicht beobachten. Der Schuh

lieferte konstant Leistung und bog sich immer zurück in seine ursprüngliche Form. Das

Verlourleder ist rundum mit Gummi für die Hooks so verstärkt, dass die Vorspannung und

Kraftübertragung sehr lange erhalten bleibt. Die geringfügig ansteigende Flexibilität ist auf die

Temperatur zurückzuführen und hängt mit der Gummi-Mischung von Vibram zusammen. Da die

verwendete Gummi-Mischung weit verbreitet ist, wird dies im Wettkampf wohl kaum einen

Unterschied machen.

Auch nach mehrmonatiger Testung behielt der Schuh die Kantenstabilität und erzielte hohe Werte in der

Reibung und im Trittgefühl. Nähte, Gummi und Sohle bleiben auch bei intensivem Gebrauch stabil

und fixiert, und reiben sich kaum durch. Hervorzuheben ist, dass im Gegensatz zum ursprünglichen

Solution der Verschluss sehr wenig Verschleiß aufweist. Hier hat La Sportiva sein Material

offensichtlich nochmals optimiert.

Sollte die Sohle dann doch mal durchgeklettert sein, bietet La Sportiva eine sehr gute

Wiederbesohlung an, bei der die ganze Sohle ausgetauscht und passgenau ersetzt wird, ohne die

Form des Schuhs zu verändern. Inzwischen gibt es viele weitere Unternehmen, die dies mit höchster

Präzision durchführen können.

Fazit: Der ideale Wettkampf-Kletterschuh, der lange formstabil bleibt und den Fuß bei den

diffizilsten Tritten und Hooks unterstützt. Man kann ihn über längere Zeit hinweg mit gutem

Gewissen tragen.

 

Fotografin: Miriam Mayer

 

Fazit und Einsatzbereich:

Der La Sportiva Solution Comp ist die ideale Waffe für schwere senkrechte, aber vor allem

überhängende Routen und Boulder. Kleine Tritte, komplizierte Hooks und Volumen-Kletterei sind

mit diesem Kletterschuh kein Problem. Dank der Kantenstabilität und des P3-Systems lassen sich

kleinste Tritte präzise treten, wobei die Kraft ideal auf die Spitze übertragen und der Fuß optimal

unterstützt wird. Der Schuh bietet die Grundlage für den Erfolg beim Indoor-Klettern und überzeugt

als perfekt angepasster Schuh für diesen Bereich. Auch am Fels ist die Performance hoch, solange

die Kletterei senkrecht bis überhängend ist. Plattenkletterei, Risskletterei und Mehrseillängen

empfehlen sich weniger, sind aber dennoch zu meistern. Der technisch versierte, hochklassige

Kletterer wird höchste Leistung abrufen können. Im Anfänger- oder Hobbybereich wird man den

Schuh in einer Größe wählen, durch die auch ein Teil der Performance verringert wird. Für diese

Bereiche bietet La Sportiva jedoch eine große Bandbreite an Schuhen. Darauf kann man auch

zurückkommen, sollte einem der Schuh aufgrund des eher schmalen Schnitts nicht passen.

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Test Kletterschuhe – La Sportiva Theory https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-la-sportiva-theory/ <![CDATA[Luca Holzer]]> Tue, 19 Jan 2021 10:36:36 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[Hallenkletterschuh]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[La Sportiva]]> <![CDATA[La Sportiva Theory]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[testbericht]]> https://verticalextremeblog.de/?p=1910 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  La Sportiva Theory Art: Slipper mit Velrcrostrap Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern Highlights: Perfekt für den Indoor-Einsatz Maximale Sensibilität Besonders…

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Hersteller / Modell:  La Sportiva Theory

Art: Slipper mit Velrcrostrap

Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern

Highlights:

  • Perfekt für den Indoor-Einsatz
  • Maximale Sensibilität
  • Besonders geeignet für breite Volumen und dynamische Bewegungen
  • Outdoor super in plattigen Touren
  • D-Tech™-Technologie: die Sohle umhüllt den Schuh seitlich

La Sportiva Theory Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Der La Sportiva Theory wurde im Jahr 2020 veröffentlicht und erfreut sich seither steigender Beliebtheit. Eigentlich wurde der Theory zum Indoor Bouldern designt, man sieht ihn aber auch immer öfter draußen beim Bouldern und sogar beim Sportklettern. Wir haben uns daher den Kletterschuh genauer angeschaut:

Technologie La Sportiva Theory (Quelle: https://www.lasportiva.com)

Technologie La Sportiva Theory (Quelle: https://www.lasportiva.com)

 

Technologie

Der Theory ist ein Indoor-Kletterschuh, der für eine perfekte Anpassung an die Formen der Griffe und Volumen des Indoor-Kletterns entwickelt wurde. Die extreme Sensibilität und die hohe Dynamik erlauben eine einzigartige Anpassungsfähigkeit an den Kanten, somit eignet sich der Schuh perfekt für den Indoor-Einsatz.

Grundlage der Entstehung des Theory ist eine Studie der R&D-Abteilung von La Sportiva über das Greifverhalten der Gorilla und die Sensibilität von Katzenpfoten, kombiniert mit der Ermittlung der Entwicklungen der neuen Kletterrouten in den Hallen, die durch sehr breite Volumen und extrem dynamische Bewegungen geprägt sind. Dieser Schuh wurde entwickelt, um das Maximum an Kraft und Geschicklichkeit zu entfalten und gleichzeitig die höchste Sensibilität auf jeder Art von Griffen zu bewahren.

Neue Konstruktion mit exklusiver D-Tech™-Technologie (Dynamic Technology): die Sohle umhüllt den Schuh seitlich, um die seitlichen Kanten verschwinden zu lassen und somit dynamisches Antreten und Anpassungsfähigkeit an die Formen der modernsten Indoor-Griffe zu gewährleisten. Die Sohle aus einer Mischung Vibram® XS-Grip2 mit differenzierten Stärken auf der Spitze unterstützt den Grip auf die Kanten, während die Ferse mit reduziertem Volumen maximale Präzision beim Heelhook ermöglicht. Die Gummispitze deckt 90% der vorderen Oberfläche des Schafts, um beim Toehook zu unterstützen und gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Fußarten zu bewahren.

Die gesamte Konstruktion des Schuhs erleichtert dank der hohen Anpassungsfähigkeit die Druckausübung auf den Volumen der modernen Indoor-Routensetzung sowie den Halt beim Kreuztritt. Der obere Klettverschluss ermöglicht eine optimale Spannungsregulierung. Theory: climbing-species evolution!

 

Der La Sportiva Theroy Kletterschuh im Überhang.

Der La Sportiva Theroy Kletterschuh im Überhang. Fotografin: Miriam Mayer

Performance auf Reibung 4.5_Sterne_small

Der La Sportiva Theory ist durch seine weiche Sohle und seine D-Tech (Dynamic Technology) eine wahre Waffe auf Volumes und Reibung. Die weiche Sohle in Verbindung mit dem Vibram® XS-Grip2 lässt diesen Schuh auf glatten Platten und Volumes regelrecht kleben. Die federnde D-Technology unterstützt dynamische Züge, welche beim modernen Bouldern immer öfters verlangt werden. Den Theory würde ich als absolut „sticky“ beschreiben. In schweren Verschneidungsrouten, wo es extrem wichtig ist, auf Reibung gut zu stehen, hat er sich als echtes Ass erwiesen. Unebene Plattenstellen, in welchen Gefühl und gutes Stehen sehr wichtig sind, lassen sich spielerisch meistern. Der Theory gibt perfektes Feedback darüber, was unter Ihm passiert.

Performance auf Minileisten 3_Sterne

Durch die hohe Sensibilität und Flexibilität lassen sich auch kleinste Leisten präzise und gefühlvoll antreten. Man hat durch die fehlende Zwischensohle und die hochgerundeten Kanten einen extrem weichen Schuh und benötigt aufgrund der geringeren Kantenstabilität viel Kraft beim Antreten von ganz kleinen Leisten. Dadurch, dass der Schuh so weich ist, hat man ein ziemlich gutes Gefühl, wie man gerade auf dem Tritt steht. Das Ertasten eines Trittes und dessen Beschaffenheit bzw. Stabilität, um diesen richtig belasten zu können, ist mit dem Theory optimal möglich.

Performance in Löchern 2_Sterne

Da man im Theory so viel Gefühl hat und er so flexibel ist, kommt man zwar gut in die Löcher hinein. Durch die niedrigere Kantenstabilität und aufgrund dessen, dass der Schuh so weich ist, kann dies jedoch schnell zu einer schmerzhaften Angelegenheit werden. Das ganze funktioniert mal für ein paar Sekunden, ist aber nicht so gedacht 😉

Performance bei Hooks 3.5_Sterne_small

Hooks lassen sich durch das verringerte Volumen im Fersenbereich perfekt und präzise platzieren. Der Grip ist durch den Vibram® XS-Grip2 einfach hervorragend. Da der Gummi 90% der Spitze bedeckt, ist der Theory ein wahrer Profi für Toehooks und das Anlegen der Fußspitze an Kanten. Durch diesen fast „vollgummierten“ Schuh hält alles, was man an- bzw. auflegt.

Performance in Rissen 2_Sterne

In Rissen verhält es sich ähnlich wie in Löchern: man kann den flexiblen, weichen Schuh super platzieren, aber durch die geringere Stabilität an den Kanten wird das schnell zu einem schmerzhaften Unterfangen.

Der La Sportiva Theory Kletterschuhe auf schmierigen Kalkgestein

Der La Sportiva Theory Kletterschuhe auf schmierigen Kalkgestein Fotografin: Miriam Mayer

Passform, Komfort 4.5_Sterne_small

Da er so weich ist, wird der Theory schnell zum Hausschuh. Der Schuh wird nach dem Eintragen zur zweiten Socke.
Der obere Klettverschluss sorgt für eine optimale Spannungsregulierung. Ähnlich wie bei anderen La Sportiva Modellen gibt der Theory von der Größe her etwas nach. Da der Schuh sehr weich ist, sollte man dies beim Kauf bedenken, um einen Performance-Verlust zu verhindern. Daher meine Empfehlung: Straßenschuhgröße minus 2,5 EUR für ambitionierte Kletterer.

Haltbarkeit 3.5_Sterne_small
Die Verarbeitung macht einen hervorragenden Eindruck. Die Form des Schuhs verliert auch nach intensivem Tragen nicht an Struktur. Auch die Laschen um den Schuh an- bzw. auszuziehen sind so gut verarbeitet, dass man keine Angst haben muss, sie auszureißen. Die Dynamic Technology verliert nicht an Wölbung und hält, was sie verspricht. Aufgrund der dünnen Sohle ist der La Sportiva Theory aber sicher kein Dauerläufer.

 

Fotografin: Miriam Mayer

 

Fazit und Einsatzbereich

Gefühl und Flexibilität für die Anforderungen des modernen Boulderns und Kletterns trifft den Nagel auf den Kopf.

Der Schuh ist – neben dem Indoor Boulder, was ja seine eigentliche Bestimmung ist – eine wahre Waffe in plattigen, steilen Routen, in welchen man oft auf Reibung treten muss. Auch in eher glatten Verschneidungen hat man durch diesen Schuh einen super Vorteil. Durch seinen D-Tech Sohlenaufbau wird das moderne, dynamische Bouldern optimal unterstützt. Egal ob beim Antreten von Volumes oder Hooken, der Theory steht für eine gute Performance.

 

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Test Kletterschuhe – La Sportiva Katana https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-la-sportiva-katana/ <![CDATA[Marco Maier]]> Mon, 09 Mar 2020 17:48:51 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[erfahrung katana]]> <![CDATA[erfahrung la sportiv aktana]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[katana]]> <![CDATA[kletterschuh test]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[La Sportiva]]> <![CDATA[la sportiva kletterschuhe test]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test katana]]> <![CDATA[test la sportiva katana]]> <![CDATA[testbericht]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1656 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  La Sportiva Katana Art: Bequemer Allround Kletterschuh für Fortgeschrittene und ambitionierte Einsteiger Einsatzbereich: Allround – Sportklettern, Bouldern, Mehrseillängen …

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Hersteller / Modell:  La Sportiva Katana

Art: Bequemer Allround Kletterschuh für Fortgeschrittene und ambitionierte Einsteiger

Einsatzbereich: Allround – Sportklettern, Bouldern, Mehrseillängen 

Highlights:

  • komfortabler Sitz – geringe Vorspannung und kaum asymmetrischer Schnitt, keine aufgestellten Zehen
  • gute Verarbeitung 

La Sportiva Katana Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Der Katana gilt als der Allround Kletterschuh zum Sportklettern und für Mehrseillängen und macht auch beim Bouldern in gemäßigter Steilheit Spaß. Parallel zum hier gestesten Velcro Modell gibt es noch einen Schnürer mit dem Namen Katana Laces, der aber einen steiferen Sohlenaufbau mitbringt und ingesamt nicht mit der Velcro Variante vergleichbar ist.

La Sportiva Katana Technische Informationen

Technologie La Sportiva Katana (Quelle: https://www.lasportiva.com)

Performance

Ich habe den Schuh relativ groß genommen, um ihn auf Mehrseillängentouren bequem tragen, aber immer noch präzise steigen zu können, und bin von meiner Straßenschuhgröße zwei Nummern runtergegangen. Gemäß den Erfahrungswerten bei den Kletterschuhspezialisten von VerticalExtreme wird der Katana aber in der Regel auch nicht kleiner gekauft, da der typische Katana Käufer einen bequemen aber dennoch leistungsfähigen Schuh sucht. Leute auf der Suche nach dem letzten Quäntchen Performance kaufen in der Regel andere Kletterschuhe.
In welcher Größe der Katana gewählt wird hat natürlich Auswirkungen auf die Performance. Ein nicht zu enger Kletterschuh hat Vorteile bei der Reibung, in Rissen und natürlich beim Komfort – jedoch Nachteile bei Minileisten, Hooks und Löchern.
Im Detail betrachtet, kann der Katana wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden:

Performance auf Minileisten 3.5_Sterne_small

Der Katana hat eine durchgehende LaSpoflex Zwischensohle mit 1,1 mm und eine 4mm dicke Vibram XS Edge Sohle, wodurch man meinen könnte, dass die Kantenperformance insgesamt sehr gut ist. Leider hat sich im Test herausgestellt, dass durch den ingsesamt weichen Schuhaufbau die Sohle im Bereich der Zehen sehr weich ist und stärker wegknickt als erwartet. Das braucht natürlich dann viel Kraft in den Zehen, um den Druck aufrecht zu erhalten.

La Sportiva Katana Minileisten

Der La Sportiva Katana – eine durchschnittliche Performance auf kleinen Tritten.

Performance auf Reibung 4.5_Sterne_small

Was für das Steigen auf Minileisten eher nachteilig ist, wird auf Reibungsplatten zum Vorteil. Obwohl der Schuh noch recht neu war konnte er sich auf den Kalkplatten im Tennengebirge schnell bewähren und seine Stärke ausspielen. Durch den weichen, ungefütterten Schuhaufbau im vorderen Bereich, ist es ein Leichtes viel Gummi an den Fels zu bringen. Plattenklettern ist zwar nicht mehr so hoch im Kurs, aber in Form von Volumes in jeder Boulderhalle beliebt und wieder stark im Kommen.   

La Sportiva Katana auf Reibung.

Der La Sportiva Katana – eine Wucht auf Reibung.

Performance in Löchern 3.5_Sterne_small

Aufgrund der nur kaum aufgestellten Zehen ist der Katana noch flach genug, um auch kleinere Löcher sicher ansteigen zu können. Da der Schuh aber aufgrund der etwas weiteren Zehenbox nicht ganz so spitz zuläuft, kann es bei ganz kleinen Löchern schwieriger sein als mit Modellen der Konkurrenz. 

Performance bei Hooks 3_Sterne

Der Fersensitz und somit die Performance bei Heelhooks ist ganz klar kein Hauptaugenmerk bei der Konstruktion des Kletterschuhs gewesen. Die Kombination aus flachem, gemütlichen Schuh und einer eher neutralen Fersenbox machen den Schuh nicht zu einem Hook-Monster. Über ein Downsizen der Schuhgröße könnte man hier vielleicht die Performance ein bisschen verbessern, aber es wird aus dem Schuh auch dann keine Boulderwaffe machen. 

Für Toehooks gibt es auf dem Bereich der großen Zeh keinen Toepatch, was für die Reibung natürlich eher ungünstig ist. Die nur moderate Vorspannung und die weiche Konstruktion im Zehenbereich kommt einem aber hier zugute, weil es dem Kletterer erlaubt, auch mal die Zehen anzuziehen und sich im Hook festzukrallen, was mit Schuhen mit sehr starkem Downturn nur schwer umsetzbar ist. 

Performance in Rissen 3.5_Sterne_small

Die Kombi aus weichem vorderen Schuhteil und nur ganz leicht aufgestellten Zehen, macht den Schuh zu einem passablen Risskletterschuh. Da jedoch ein schützender Gummi im Zehenbereich fehlt wird das ganze eher schmerzhaft und ist nur kurzfristig sinnvoll.

La Sportiva Katana im Detail.

Der La Sportiva Katana im Detail.

Passform / Komfort 4.5_Sterne_small

Auffällig ist bereits beim ersten Anziehen, dass die der Katana sehr schmal geschnitten ist – somit bezieht sich die Passformempeflung nur auf Kletterer mit einem schmalen Fuß, mit breitem Fuß macht der Katana keinen Sinn.
Beim Außenmaterial kommt eine Mischung aus Leder und Microfiber zum Einsatz und auch beim Innenfutter gibt es eine Materialmischung. Im Zehenbereich ist der Schuh ungefüttert, um mehr Gefühl für die Tritte vermitteln zu können, während der Schuh im Schaftbereich gefüttert ist. Meine Zehen sind bei der gewählten Größe nur minimal aufgestellt und auch die Asymmetrie ist äußerst gering bzw. eigentlich nicht vorhanden. Die Ferse passt gut und “schiebt” nur geringfügig nach vorne. Bei kühleren Temperaturen kann ich so den Schuh auch für mehrere Seillängen am Stand anlassen und nur wenn es sehr warm wird oder bei einer längeren Route ziehe ich den Schuh an geeigneten Ständen aus, um meine Achillesferse zu schonen.

Mit den beiden gegenläufigen Klettverschlüssen lässt sich der Schuh schnell an- und ausziehen, recht gut auf die gewünschte Passform einstellen und auch mal schnell nachkorrigieren, wenn man Richtung Crux unterwegs ist.

Haltbarkeit 4_Sterne

Zur Haltbarkeit des Schuhs kann ich nach nur 2 Monaten nichts sagen, da ich den Schuh dafür noch nicht lange genug in die Mangel nehmen konnte. Die Verarbeitung ist jedoch auf einem sehr hohen Niveau.

Fazit und Einsatzbereich

Der La Sportiva Katana erreich in unserem Test bei den Punkten „Reibung“ und „Passform / Komfort“ sehr gute Werte. In den anderen Bereichen hält er eine passable Leistung.
Somit kommt der La Sportiva Katana dem idealen Allround Kletterschuh – gerade für Genusskletterer – schon sehr nahe,  soweit man einen schmalen Fuß hat!
Der Katana ist ein sehr guter Kletterschuh für ambitioniertere Einsteiger und fortgeschrittene Kletterer, die auf Downturn, Asymmertrie und Toepatches gut verzichten können und ihren Kletterschuh bei Mehrseillängenrouten oder im Klettergartenlänger am Stück tragen wollen. 

Weitere Interessante Testbericht und noch viel mehr findet ihr bei unserem Partner:
https://www.sicher-am-berg.de/testberichte/

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Test Kletterschuhe – La Sportiva Skwama https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-la-sportiva-skwama/ <![CDATA[Martin Wagner]]> Sat, 30 Nov 2019 10:11:36 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[boulderschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[La Sportiva]]> <![CDATA[la sportiva skwama]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[review skwama]]> <![CDATA[skwama]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test skwama]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[testbericht skwama]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1573 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  La Sportiva Skwama Art: Slipper mit Velrcrostrap Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern Highlights: Allrounder auf höchstem Niveau besonderes…

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Hersteller / Modell:  La Sportiva Skwama

Art: Slipper mit Velrcrostrap

Einsatzbereich: Bouldern, Wettkampf, Indoor, Sportklettern

Highlights:

  • Allrounder auf höchstem Niveau
  • besonderes gute Reibung
  • Toepatch perfekt für steile Boulder
  • hohe Präzision – perfekt bei Löchern und Mikrotritten

La Sportiva Skwama Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Der La Sportiva Skwama hat sich in kürzester Zeit zu einem neuen Kletterschuhklassiker entwickelt. In diesem Schuh werden alle wichtigen Technologien der Firma La Sportiva vereint, um einen leistungsstarken Kletterschuh zu kreieren. Ein idealer Allroundschuh zum Bouldern und Klettern, der selbst in sehr anspruchsvollen Passagen seine Performance zeigt. Der Skwama ist in Sachen Passform und Leistung seinem Wettbewerbermodell Scarpa Instinct VS sehr ähnlich.

Technologie La Sportiva Skwama

Technologie La Sportiva Skwama (Quelle: https://www.lasportiva.com)

Performance

Im Detail betrachtet, kann der Skwama wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden.

Performance auf Minileisten 4_Sterne

Die LaSpoFlex 0.8mm Zwischensohle in Kombination mit der Vibram XS Grip2 3,5mm Sohle gibt eine gute Kantenstabilität, wodurch das Treten kleiner Strukturen und Griffe zum Kinderspiel wird. Für dauerhafte Unterstützung und Kraftübertragung auf die Spitze ist der Schuh in der Zwischensohle mit dem bewährten P3 System (Permanent Power Platform) ausgestattet. Damit bleibt die Stabilität und Form langfristig bestehen. Trotz stabilem Sohlenaufbau bleibt das Trittgefühl nicht auf der Strecke. Der Verzicht auf Fütterung im Zehenbereich gibt die Rückmeldung der Tritte ohne Umwege weiter ohne gleich unbequem zu werden. Mit der Schuhspitze lässt sich dank dem moderaten Downturn auch in steilem Gelände jeder Tritt angeln, wobei der Skwama in diesem Bereich nicht an das Level vom La Sportiva Solution heran reicht .
Fazit: Es gibt Kletterschuhe mit denen man mit weniger Anstrengung auf kleinsten Tritten steht, wenn man wiederum Abstiche beim Treten auf Reibung macht. Der Skwama vereint beide Anforderungen perfekt. Mit etwas Gefühl lässt sich der Schuh in eine Präzisionswaffe für diffizile Tritte verwandeln.

Der La Sportiva Skwama - steht mühelos auf kleinsten Tritten.

Der La Sportiva Skwama – steht gut auf kleinen Tritten.

Performance auf Reibung 4_Sterne

Der Skwama performt mit seiner mittelharten Sohle sehr gut auf Reibung. Die Vibram XS Grip2 Sohle ist für gute Reibung bekannt. Allerdings muss man auf Reibungstritten gerade in der Einkletterphase etwas gegen den Downturn drücken. Sobald der Schuh eingeklettert ist und sich ein an den Fuß angepasst hat, lassen sich Reibungstritte super meistern. Also keine Panik, wenn das steile Projekt einen plattigen Ausstieg hat. Für reine Plattenkletterei wählt man aber besser einen weicheren Schuh mit weniger Downturn wie z.B. den La Sportiva Futura oder den Scarpa Furia S
Fazit: Es gibt Kletterschuhe die noch besser auf Reibung stehen, aber nur wenige vereinen eine so gute Performance auf Reibung UND auf kleinen Tritten wie der Skwama. Die optimale Reibung stellt sich jedoch erst nach einer Einkletterphase von einigen Sessions ein.

Performance in Löchern 4_Sterne

Durch die etwas breitere Schuhform und der etwas aufgestellten Zehen kann man schmale Löcher nicht besonders tief antreten. Durch die gute Kantenstabilität in Kombination mit den guten Reibungseigenschaften bekommt man aber selbst an kleinen Lochrändern sehr guten Halt. Frontal angetreten ist man mit diesem Schuh also gut aufgestellt.
Fazit: Die durchdachte Kraftübertragung und Kantenstabilität unterstützt beim Antreten von Löchern aktiv. Der Skwama ist also auch eine gute Wahl fürs Frankenjura.

Performance bei Hooks 4.5_Sterne_small

Der Skwama trumpft vor allem bei Toehooks voll auf. Die Schuhspitze ist im oberen Bereich vollflächig mit Gummi ausgestattet, damit jeder Toehook mühelos gelingt. Der Verzicht auf eine Fütterung gibt dabei optimales Feeling ohne schmerzhaft zu werden. Für Heelhooks kommt die S-Heel Fersenschale zum Einsatz, die man schon vom Solution kennt. Die Konstruktion verleiht starke Stabilität und hohen Torsionsschutz beim Hooken. Allerdings geht durch das Formteil Flexibilität und Sensibilität verloren und Leute mit schmaler Ferse haben sogar etwas Luft im Fersenbereich. Das weniger an Feeling wird durch brachiale Kraftübertragung entschädigt. Der eine Velcroverschluss hält den Schuh stabil am Fuß – ganz an die Leistung eines Schuh mit doppeltem Velcroverschluss kommt die Lösung im Extembereich aber nicht heran. Auch die Reibung des Formteils an der Ferse könnte in Extremsituationen aber besser sein, weshalb der Skwama hier keine 5 Sternebewertung erhält.
Fazit: Der Skwama ist zum komplizierten Hooken in Bouldern und Routen konstruiert und spielt seinen Trümpfe aus. Die steife Ferse ist des einen Freund, des anderen Leid.

Der La Sportiva Skwama beim Hooken.

Performance in Rissen 4_Sterne

Durch die Kombination aus der Vollgummierung im Zehenbereich, der hohen Sensibilität auf Reibung und der guten Unterstützung auf kleinen Tritten mach der Skwama auch in Rissen eine gute Figur. Wenn der Skwama allerdings recht eng gewählt wurde wird das ganze zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit. Soll der Skwama zum Rissklettern verwendet werden sollte man ihn daher nicht zu eng wählen – was aber zu Abstichen bei der Performance im Bereich Kantenstabilität führt!
Fazit: Der Skwama kann auch Risse!

Passform / Komfort 4_Sterne

Durch den elastischen Einstieg lässt sich der Schuh mühelos anziehen und mit dem einfachen Velcroverschluss sicher und schnell am Fuß fixieren. Durch den etwas breiteren Schnitt im Vorfuß drückt der Schuh seitlich nicht, wird aber dank der steifen P3 Zwischensohlenkonstruktion vor Torsion geschützt. Die asymmetrische Form in Kombination mit der hohen Zehenbox erfordert leicht aufgestellte Zehen für eine ideale Kraftübertragung. Die Materialkombination aus Verlourleder und Mikrofaser macht den Schuh auch bei längeren Routen oder Bouldern angenehm zu Tragen, obwohl auf Fütterung verzichtet wurde. Dennoch zieht man den Schuh zum Sichern oder bei Pausen in längeren Bouldersessions zwischendrin auch gerne aus. Im Fersenbereich ist das Innenmaterial etwas über den Fersengummi hinausgezogen. Damit schneidet der Skawma an der Ferse nicht ein. Wichtig beim Skwama ist es dem Kletterschuh etwas Zeit zum Einklettern zu gönnen, da er sich erst nach mehrmaligen Tragen perfekt an die Fußform anpasst und seine volle Stärke ausspielen kann.
Fazit: Der Schuh sitzt sicher am Fuß und lässt sich schnell an und ausziehen. Der Velcroverschluss lässt aber keine Feinanpassung der Passform zu. Mit mittelbreiten und breiten Füßen ist man mit dem Skwama gut bedient. Für schmale Füße gibt es sinnvollere Alternativen wie z.b. den Ocun Ozone.

Haltbarkeit 4.5_Sterne_small

Das P3 Zwischensohlensystem spielt hier seine Leistung aus. Der Schuh bleibt damit formstabil und behält die gute Kraftübertragung zur Schuhspitze bei. Außerdem dient der Sohlenaufbau und die Vollgummierung im Zehenbereich einem stabilen Torsionsschutz. Der Schuh dreht sich auch nach längerem Gebrauch nicht um den Fuß und die Kantenstabilität bleibt bestehen. Die S-Heel Fersenkappe reibt kaum ab und behält die Steifigkeit und Kraftunterstützung über den kompletten Gebrauchszyklus. Neu aus der Box dehnt sich der Skwama minmal um etwa eine halbe Größe und passt sich an den Fuß an, wird aber mit der Zeit nicht zu groß oder gar labbrig. Der Schuh lässt sich also bis zum Ende in voller Leistung einsetzen.
Fazit: Ein Performancekletterschuh der auch nach längerem Gebrauch form- und kantenstabil bleibt. Performance vom ersten bis zum letzten Tritt.

Fazit und Einsatzbereich

Der La Sportiva Skwama erreicht in unserem Test in allen Bereichen eine hohe Wertung. Der Skwama ist somit in keinem Bereich ein Spezialist, aber er kann alles gut. Das macht den Skwama zu einem Allround Kletterschuh auf hohem Niveau. Egal ob kleine Leisten oder Reibung – der Skwama kann überzeugen. Auch die Passform und die Haltbarkeit sind sehr gut. Der Schuh sitzt sicher am Fuß und lässt sich schnell an und ausziehen. Mit mittelbreiten und breiten Füße ist man mit dem Skwama gut bedient. Für schmale Füße gibt es sinnvollere Alternativen. Der La Sportiva Skwama ist eine gute Wahl für steile, aber auch senkrechte Routen und Boulder. Punktuelle Kraftübertragung auf die Schuhspitze und eine langzeitstabile Sohlenkonstruktion geben dauerhaft perfekte Unterstützung auf kleinen Leisten. Mit dem moderaten Downturn lassen sich Tritte angeln und dank der guten Reibung der Sohle kann man dem Schuh beim Stehen zu 100% vertrauen. Der Hook ist für modernes Klettern mit Hooks und Toehooks konstruiert. Die Fersenschale unterstützt zwar aktiv bei der Kraftübertragung, ist aber ein bisschen steif und könnte etwas besser reiben. Neu aus der Box dehnt sich der Skwama minmal um etwa eine halbe Größe und passt sich an den Fuß an, wird aber mit der Zeit nicht zu groß oder gar labbrig.
Eine ausgezeichnete Wahl für modernes Sportklettern und Bouldern in der Halle und am Fels.

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Test Kletterschuhe – La Sportiva Testarossa https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-la-sportiva-testarossa/ <![CDATA[Martin Wagner]]> Fri, 18 Oct 2019 10:27:29 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[boulderschuhe]]> <![CDATA[erfahrung]]> <![CDATA[erfahrungen]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[La Sportiva]]> <![CDATA[la sportiva testarossa erfahrung]]> <![CDATA[la sportiva testarossa review]]> <![CDATA[la sportiva testarossa test]]> <![CDATA[la sportiva testarossa testbericht]]> <![CDATA[review]]> <![CDATA[sportklettern]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1487 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  La Sportiva Testroassa (Modell ab 2019) Art: High-End Leistung bei hohem Komfort – der Schnürer für Fortgeschrittene…

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Hersteller / Modell:  La Sportiva Testroassa (Modell ab 2019)

Art: High-End Leistung bei hohem Komfort – der Schnürer für Fortgeschrittene Kletterer

Einsatzbereich: Sportklettern, Mehrseillängen

Highlights:

  • sensible Schnürung für perfekte Anpassung an den Fuß
  • aggressiver Downturn – zum Tritte angeln in steilen Routen
  • hohe Präzision – perfekt bei Löchern und Mikrotritten

La Sportiva Testarossa Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Der La Sportiva Testarossa gehört mittlerweile zu den bewährten Klassikern von La Sportiva. Mit der Neuauflage erhielt der Schuh nicht nur ein optisches Tuning, sondern wurde auch speziell an der Ferse überarbeitet.

La Sportiva Testarosse Technische Daten

Technologie La Sportiva Testarosse (Quelle: https://www.lasportiva.com)

Performance
Im Detail betrachtet kann der Testarossa wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden.

Performance auf Minileisten4.5_Sterne_small

Hier kann der La Sportiva Testarossa seinen Trumpf sehr gut ausspielen. Die starke Vorspannung in Kombination mit dem P3 System (Permanent Power Plattform) der Zwischensohle bietet optimale Kraftübertragung auf die Schuhspitze. Die patentierte Konstruktion am Rand unterstützt ebenfalls bei der Kraftübertragung und verbessert die Stabilität des Schuhs. Da sich der Schuh aber nach kurzer Zeit etwas weitet, geht auch etwas Spannung verloren und die Unterstützung ist nicht mehr ganz so optimal wie beim ersten Tragen. Sobald sich der Schuh geweitet hat, kann man zwar immer noch kleine Tritte antreten, allerdings benötigt man etwas mehr Kraft und der Schuh fühlt sich vergleichsweise weich an. Dafür hat man dann etwas bessere Reibung. Ausgestattet ist der Schuh im vorderen Fußbereich mit dem bewährten Vibram XS-Grip 2 Gummi, also ideale Haftung auf Fels und Plastik. Die 3,5 mm Sohle unterstützt beim Treten, dennoch hat man genug Gefühl, um die Tritte aktiv stehen zu können. Im steilen Gelände kann man durch die fast zum Haken geformte Schuhspitze selbst kleine Tritte angeln und sich an den Fels ziehen. Allerdings muss man bedenken, dass sich dieser Trumpf schnell in Luft auflösen könnte, sofern der Schuh zu groß gewählt wird. Also lieber anfangs schön eng wählen, da sich der Schuh noch dehnt.

La Sportiva Testarossa Test

Performance auf Reibung 4_Sterne

Der Vibram XS- Grip 2 Gummi bietet optimale Reibung auf Fels oder Plastik und Volumes. Durch die starke Vorspannung kann es auf Reibungsplatten aber ungemütlich werden. Die aggressive Schuhspitze will nur ungern auf Platten gezwängt werden. Dies ändert sich aber sobald sich der Schuh etwas weitet, dann lässt sich auch eine plattige Passage problemlos meistern. Durch die guten Reibungswerte des Gummis fühlt man sich auf Reibungstritten sicher aufgehoben. Für reine Plattenkletterei wählt man aber besser einen anderen Schuh. Im Notfall lässt sich der Testarossa aber auch lockerer schnüren, so dass auch etwas längere Plattenstellen überwunden werden können.

Performance in Löchern

Durch die stark ausgeprägte Schuhspitze und die Vorspannung des La Sportiva Testarossa ist das Treten in Löchern ein Kinderspiel. Ohne Probleme kann man auch kleine Löcher anstehen. Die einerseits steife Schuhspitze unterstützt bei kleiner Trittfläche, lässt aber trotzdem genug Flexibilität, um sich an oder in Löcher im Fels oder Plastik zu formen. Wird die Schuhgröße zu groß gewählt, kann man Löcher zwar immer noch gut antreten, jedoch muss man deutlich mehr Kraft aufbringen.

La Sportiva Testarossa Test

Performance bei Hooks 3.5_Sterne_small

La Sportiva verspricht mit der überarbeiteten Fersenpartie eine bessere Möglichkeit zu hooken. Auch in kompliziertem Winkel kann man nun das seitliche Fersengummi gut nutzen. Der Gummizug über die Achillessehne hilft auch dabei, dass der Schuh tatsächlich am Fuß bleibt, wenn man viel Kraft auf die Ferse aufbringen muss. So lässt sich fast jede Heelhook-Situation meistern. Allerdings fällt die gefühlt etwas geringere Reibung des rot gefärbten Gummis auf. Was an rauem Fels kaum bemerkbar ist, könnte an manchen glatteren Flächen problematischer sein. Zudem ist die Fersenpartie für größere Kraftunterstützung im Vergleich zum alten Modell deutlich steifer geworden. Zusammen mit der Fütterung macht es das Hooken zwar schmerzfrei und angenehm, allerdings geht etwas Hookgefühl verloren, wie man es mit weicheren Gummis bzw. dem alten Modell hatte. Zum Toehooken fehlt im vorderen Fußbereich der Gummi. Die Schuhform erlaubt zwar das Toehooken in den meisten Fällen recht gut, zu viel Reibung braucht man allerdings speziell an flachen Plastikgriffen oder seichten Felskanten nicht erwarten. Hookt man an Felsnasen oder spitzen Kanten, hält die Schnürung den Fuß aber trotzdem häufig an der Wand.La Sportiva Testarossa Test

Performance in Rissen 2_Sterne

Man kann mit dem Schuh durchaus den ein oder anderen Riss antreten. Zum reinen Rissklettern ist der Schuh aber wenig geeignet. Durch die stark aufgestellten Zehen in der Zehenbox kommt man schwer in schmale Risse. Auch fehlt die Gummierung auf der Oberseite des Schuhs, was empfindlich schmerzhaft werden kann. Andererseits ist der Schuh sehr torsionsstabil, wodurch man in breiteren Rissen mit dem Schuh gut arbeiten kann.

Passform 4.5_Sterne_small

Der stark vorgespannte und asymmetrische Leisten des Schuhs verleiht dem Schuh eine starken Downturn. Die Zehenbox ist so gestaltet, dass die Zehen stark aufgestellt im Schuh sitzen. Dadurch erhält man unter anderem die gute Kraftübertragung auf die Schuhspitze. Um die Performance des Schuhs vollständig ausspielen zu können, muss der Schuh anfangs extrem eng getragen werden, da er sich noch dehnt. Der tiefe Einstieg mit der Schnürungsmöglichkeit bis ganz vorne macht das Anziehen aber sehr leicht und der Komfort bleibt erstaunlicherweise nicht auf der Strecke. Die Schnürung bis ganz nach vorne erlaubt es, den Schuh an breite und schmale Füße ohne Probleme anzupassen. Der Schuh kann außerdem individuell nach Fußform geschnürt werden, sodass er Performance und Komfort ideal vereint. Da sich der Testarossa relativ schnell etwas weitet, geht etwas Vorspannung zu Lasten der Kraftübertragung verloren, jedoch geschieht dies zugunsten des Tragekomforts.

Komfort 4_Sterne

Das Velourleder/Lorica Obermaterial sowie Polyamid Polyurethan Materialmix macht den La Sportiva Testarossa flexibel und angenehm zu tragen. Im Zehenbereich und an der Ferse ist der Schuh gefüttert, sodass keine schmerzhaften Druckstellen an Nähten oder sensiblen Bereichen entstehen. Im mittleren Teil ist der Schuh ungefüttert, wodurch man im Testarossa nicht sofort schwitzt. Die Drybest Zunge macht auch eine kräftige Schnürung nicht unangenehm. Dadurch liegt der Schuh sehr angenehm am Fuß. Durch die starke Vorspannung wird aus dem Schuh trotzdem kein Wanderschuh. Für steile und extremere Routen und Boulder kann man den Schuh ohne weiteres auch über längere Zeit am Fuß behalten. Trotzdem zieht man Ihn zwischendurch auch mal wieder aus. Da sich der Schuh relativ schnell etwas weitet, geht etwas Vorspannung zu Lasten der Kraftübertragung verloren, jedoch zugunsten des Tragekomforts.

La Sportiva Testarossa Test

Haltbarkeit 4_Sterne

Hier macht sich die gute Verarbeitungsqualität von La Sportiva sowie die hochwertig gewählten Materialien bezahlt. Abrieb und Verschleiß halten sich im Rahmen für eine gute allgemeine Haltbarkeit. Die P3 Sohle sowie die seitliche Konstruktion zur Stabilisierung halten den Schuh weitestgehend in Form. Nur die anfängliche leichte Dehnung geht zu Lasten der Vorspannung. Im weiteren Gebrauch bleibt eine andauernde Dehnung aber aus, sodass man den Schuh relativ lange im Einsatz haben kann. Wir empfehlen, den Schuh zwischen den Routen, auch während der Bouldereinheiten immer wieder auszuziehen und zwischen den Klettertagen gut austrocknen zu lassen. Für eine längere Haltbarkeit des Gummis sollte man die Sohle sauber halten. So bleiben auch Griffe und Fels länger rau.

Fazit und Einsatzbereich

Der stark vorgespannte Schuh bleibt ein ideales Werkzeug für steile Kletterei. Man kann sich im Überhang regelrecht mit dem Fuß an die Wand ziehen. Mit der neu überarbeiteten Ferse verspricht La Sportiva Vorteile beim Hooken. Der Fersenbereich ist nun rundum mit Gummi ausgestattet, sodass man selbst Hooks in komplizierteren Winkeln problemlos bewältigen kann. Bisher war die Fersenseite noch aus Leder. Durch die steife Vollgummierung der Ferse geht allerdings etwas das gewohnte Hookgefühl verloren, dafür wird man mit Kraftunterstützung entschädigt.

Das bewährte P3 System der Zwischensohle und die Randkonstruktion seitlich am Schuh halten die Spannung im Schuh und garantieren eine gute Kraftübertragung auf die Spitze. Allerdings dehnt sich der Schuh etwas und verliert damit auch etwas an Spannung. Die Schnürung des Schuhs bis zur Spitze macht die Passform flexibel und kann je nach Anforderung geschnürt werden. Mit dem neuen farblichen Design in Rot schließt sich der Kreis zum Namen, ein sportlicher Klassiker, jetzt neu und noch leistungsfähiger.

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Test Kletterschuhe – Scarpa Vapor V https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-scarpa-vapor-v/ <![CDATA[Marco Maier]]> Wed, 25 Sep 2019 18:02:34 +0000 <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[allroundkletterschuhe]]> <![CDATA[alpinklettern]]> <![CDATA[alpinkletterschuhe]]> <![CDATA[boulderschuhe]]> <![CDATA[erfahrungsbericht]]> <![CDATA[erfahrungsbericht kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterausrüstung]]> <![CDATA[klettern]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[scarpa]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe test]]> <![CDATA[Scarpa Vapor V]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[Vapor V]]> https://www.verticalextreme.de/blog/?p=1431 <![CDATA[

Hersteller / Modell:  Scarpa Vapor V (Modell ab 2019) Art: Allround Kletterschuhe mit Klettverschluss – für Fortgeschrittene und alle Spielarten…

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Hersteller / Modell:  Scarpa Vapor V (Modell ab 2019)

Art: Allround Kletterschuhe mit Klettverschluss – für Fortgeschrittene und alle Spielarten des Klettersports

Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Mehrseillängen

Highlights:

  • Zielstellung des Herstellers: der perfekte Allrounder
  • normale Leisten, geringe bis mittlere Vorspannung und leicht asymmetrischer Schnitt
  • leicht aufgestellte Zehen
  • gute Hook Ferse
  • gewohnt gute Verarbeitung
  • Preis- /  Leistung: vergleichbar mit anderen Schuhen dieser Kategorie

Scarpa Vapor V Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop

 

Technologie Scarpa Vapor V (Quelle: https://www.scarpa.net)

Technologie Scarpa Vapor V (Quelle: https://www.scarpa.net)

Der Scarpa Vapor V, wobei das V für Velcro steht, soll 2019 als Nachfolger des Topsellers den Ruf als perfekter Allrounder verteidigen. Er ist dafür gedacht, ihn vom Bouldern in der Halle bis zu harten Mehrseillängen gleichwohl einsetzen zu können und verspricht die eierlegende Wollmilchsau zu sein. Parallel zum Velcro Modell gibt es noch einen Schnürer, der schmäler geschnitten ist und einen steiferen Sohlenaufbau mitbringt.

Die Sohle ist auch ziemlich genau der Knackpunkt und der große Unterschied zum beliebten Vorgänger. Die vorher durchgehende Zwischensohle ist jetzt mit dem Active Randing System ergänzt worden. Diese ist keine klassische durchgehende Zwischensohle mehr, sondern ist in der Mitte geteilt. Scarpa verspricht sich dadurch eine „Top-Level Flexibilität bei Unterstützung der Spannung von den Zehen bis zur Ferse.“
Die Zwischensohle reicht von der Ferse bis zur Fußspitze und sorgt dafür, dass sich der Druck auf den gesamten Fuß verteilt.

 

Performance auf Minileisten 4_Sterne

Sohlenaufbau Scarpa Vapor V Kletterschuhe

Sohlenaufbau Scarpa Vapor V

Durch die moderate Vorspannung und den steiferen Aufbau der vorderen Sohlenhälfte kann man auch kleinere Tritte präzise steigen. Wenn man allerdings länger auf kleinen Tritten stehen bleiben will, weil man erst noch Griffe suchen oder Keile/Friends etc unterbringen will, muss die Fuß- und Wadenmuskulatur mehr übernehmen und es wird insgesamt gesehen anstrengender. Für kleine Tritte, auf denen man nur kurz steht, wie zum Beispiel beim Bouldern oder bei Rotpunktversuchen ist dieser Nachteil natürlich nicht so relevant. Optional könnte man natürlich noch den Schuh ein bisschen kleiner kaufen, um so mit mehr Vorspannung drin zu stehen.

Das Vorgängermodell oder Konkurrenz Kletterschuhe wie der La Sportiva Miura VS oder auch der 5.10 Anasazi Blanco bieten hier mehr Unterstützung.

Performance auf Reibung 4_Sterne

Durch das neu verbaute Active Randing System gelingt es jetzt noch besser, den vorderen Sohlenteil an den Fels zu bringen, was sich positiv auf die Reibunsgwerte auswirkt. Reibungsklettern ist zwar am Fels nicht mehr so in Mode, aber in Form von Volumes in jeder Boulderhalle beliebt und in Wettkämpfen mittlerweile schon Standard. Durch den steiferen vorderen Sohlenteil, der einen guten Kompromiss zwischen Steifigkeit für kleine Tritte und Reibung ermöglicht, schneidet der Vapor V auf Reibungsplatten aber nicht ganz so gut ab wie zum Beispiel der La Sportiva Mythos (der dafür aber beim Bouldern keine gute Figur macht).

Perfomance in Löchern 4_Sterne

Aufgrund der nur leicht aufgestellten Zehen ist der Vapor bei mir noch flach genug, um auch kleinere Löcher sicher ansteigen zu können. Da der Schuh aber aufgrund der etwas weiteren Zehenbox nicht ganz so spitz zuläuft, kann es bei ganz kleinen Löchern schwierige werden – dfür werden die Zehen aber auch nicht eingequetscht.

Performance bei Hooks 4_Sterne

Die Ferse passt sehr gut und Hooks fühlen sich sicher an. Weil ich den Schuh aber hauptsächlich für alpine Mehrseillängenrouten gewählt habe, ist er zum Hooken ein bisschen zu groß und rutscht bei härteren Hooks, weil der Schuh nicht ganz so fest an meinem Fuß sitzt wie zum Beispiel der Instinct V. Würde ich den Schuh hauptsächlich für Bouldern und Sportklettern ein Stück kleiner wählen, wäre der Fersensitz noch fester.

Für Toehooks gibt es auf dem Bereich der großen Zehn ein Toepatch, mit dem man recht gut arbeiten kann. Hier kommt dem Schuh die nur moderate Vorspannung zu Gute, weil dies dem Kletterer erlaubt, auch mal die Zehen anzuziehen und sich im Hook festzukrallen.

Die passgenaue Ferse zum Heelhooken

Perfomance in Rissen 4_Sterne

Die Kombi aus steifem vorderen Sohlenteil, nur ganz leicht aufgestellten Zehen und Toepatch macht den Vapor V aus meiner Sicht zu einem sehr guten Risskletterschuh. Während der Testzeit konnte ich ihn in Bohuslän, Norwegen und den Dolomiten testen und war schwer begeistert. Die Fußklemmer hielten sehr gut und waren weniger schmerzhaft als erwartet.

Passform 4_Sterne

Was beim ersten Anziehen sofort auffällt, ist das sockenmäßige weiche Material. Der Schuh schmiegt sich sehr gut an die Fußform und drückt und zwickt nicht. Beim Außenmaterial kommt Microfiber zum Einsatz. Meine Zehen sind bei der gewählten Größe nur minimal aufgestellt und auch die Asymmetrie ist sehr gering. Die Ferse passt optimal und “schiebt” nur geringfügig nach vorne.

Mit den beiden Klettverschlüssen lässt sich der Schuh schnell an- und ausziehen und gut auf die gewünschte Passform einstellen und auch mal schnell nachkorrigieren, wenn man Richtung Crux unterwegs ist.

Komfort 4_Sterne

Der Scarpa Vapor V ist für die durchgegehdn hohe Leistung in allen Kategorien ein sehr komfortabler Kletterschuh. Es gibt natürlich noch komfortablere Modell… dann aber mit Abstrich bei der Performance.
Bei kühleren Temperaturen kann ich den Schuh auch für mehrere Seillängen am Stand anlassen und nur wenn es sehr warm wird oder bei einer längeren Route, ziehe ich den Schuh an geeigneten Ständen aus, um meine Achillesferse zu schonen.
Die Zunge ist angenehm dick gepolstert, aber durchgehend perforiert, um Luft an den Fuß zu lassen.
Ich habe den Schuh relativ groß genommen, um ihn auf Mehrseillängen bequem tragen zu können, aber immer noch präzise steigen zu können und bin von meiner Straßenschuhgröße eine EU Nummer runtergegangen. Wird der Kletterschuh in erster Linie fürs Boulder oder Sportklettern verwendet, kann man man ihn 1,5 bis 2 Größen kleiner nehmen.

Der neue Scarpa Vapor V kommt relativ komfortabel daher…

Haltbarkeit 4_Sterne

Zur Haltbarkeit des Schuhs kann ich nach nur 2 Monaten im Einsatz nichts sagen, da ich den Schuh dafür noch nicht lange genug in die Mangel nehmen konnte. Das Vorgängermodell hat aber zwei Wiederbesohlungen mitgemacht, sodass ich mir hier eigentlich keine Sorgen mache.

Fazit und Einsatzbereich

Der Scarpa Vapor V kommt dem perfekten Allround Kletterschuh schon sehr nahe, auch wenn ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht bin, dass er gegenüber dem Vorgängermodell an Steifigkeit verloren hat. So ist er für den von mir geplanten Einsatzbereich nicht mehr ganz optimal. Auf der anderen Seite folgt der Schuh dem Trend zu weicheren Sohlen, um auf Volumes besser stehen zu können und fürs Bouldern insbesondere für Toe- und Heelhooks mehr Performance rausholen zu können.
Der Trad- und Alpinkletterer, dem der Vapor V zu weich ist, sollte sich ggf. das Schwestermodell Vapor Lace anschauen, welches vom Hersteller für die bessere Kraftübertragung angepriesen wird und eventuell eher mit dem alten Vapor V vergleichbar ist.
Für Kletterer und Boulderer die also auf der Suche nach einem Kletterschuh sind, der alle Spielarten auf einem hohen Level mitmacht heißt es: „Bedenklos zugreifen!“

Weitere Interessante Testbericht und noch viel mehr findet ihr bei unserem Partner:
https://www.sicher-am-berg.de/testberichte/scarpa-vapor-v-kletterschuh-2019/

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Groß und breit oder doch lieber klein und eng? Damen und Herren des vertikalen Sports stellen sich diese Frage immer…

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Groß und breit oder doch lieber klein und eng? Damen und Herren des vertikalen Sports stellen sich diese Frage immer wieder. Am Ende kommt es auf die persönlichen Vorlieben an und wie viel man spüren will. Auch die Frage, ob ohne Socke besser ist, steht häufig im Raum. Natürlich reden wir hier von der richtigen Kletterschuhgröße.

Wir klären auf und geben Tipps, wie du die richtige Kletterschuhgröße für deinen Schuh, dich, deinen Fuß und deine Anforderungen findest.

Grundsätzlich werden Kletterschuhe relativ eng getragen, sodass der Fuß sicher im Schuh steckt. Aber wie eng muss es wirklich sein?

Je enger der Kletterschuh, desto besser die Performance? Mythos oder Wahrheit? (Foto: ocun.com)

Je nach Hersteller können sich die Kletterschuhgrößen stark unterscheiden. Beispielsweise fallen Kletterschuhe von Five Ten oder Evolv relativ klein aus, wohingegen man bei Scarpa und La Sportiva ein paar Größen abziehen muss. Der Plaisirkletterer möchte lieber einen bequemeren Schuh, um länger schmerzfrei im Schuh bleiben zu können, während der Boulderfreak die volle Performance eines knallengen Schuhs bevorzugt. Das Kletterkönnen spielt  dabei auch eine große Rolle. Ein Einsteiger, der mit größeren Tritten verwöhnt wird, braucht keinen extrem engen Schuh, den aber der Profi bevorzugen würde.

Damit du dich im Größendschungel nicht verirrst, haben wir bei jedem Modell eine Größenempfehlung abgegeben, je nachdem welche Anforderungen du an den Schuh stellst. Eingeteilt in die Kategorien Komfort, Performance und Highperformance findest du so die richtige Größe für deinen Schuh.

Grundsätzlich abhängig vom Schuhmodell gilt:

  • Komfort: Die Größenempfehlung, wenn man es länger im Schuh aushalten will. Präzises Hooken oder optimale Kraftübertragung auf kleinere Tritte sollte man allerdings nicht erwarten.
  • Performance: Für etwas mehr Feingefühl beim Stehen und Hooken. Man nutzt die Qualitäten des Schuhs aus, ohne ihn nach 5 Minuten sofort ausziehen zu müssen.
  • Highperformance: Schuhe in der Einsteigerkategorie können präziser genutzt werden und Freaks holen aus einem Spitzenschuh das Maximum an Performance heraus. Allerdings sollte man an enge Schuhe gewöhnt sein bzw. eine gewisse Schmerzresistenz mitbringen. In der Regel bleibt der Schuh nie besonders lang an den Füßen.

Im Detail ist die Größenempfehlung natürlich an die Schuhkategorie und den Einsatzzweck angepasst:

  •  Einsteiger und Plaisirkletterer:

Ein solider Allround-Kletterschuh und perfekt für den Einstieger: der Red Chili Durango

Im Komfortbereich sitzt der Schuh sehr locker. Das ist ideal für Neueinsteiger, die an enge Kletterschuhe noch nicht gewöhnt sind. Die Zehen liegen flach im Schuh ohne schmerzhaft verformt zu werden. Große Tritte können somit lange bequem getreten werden.

Im Performancebereich sitzt der Schuh schon etwas enger, sodass man sich auch an etwas kleinere Tritte wagen kann, ohne dass der Schuh gleich abrutscht. Reibungstritte können problemlos getreten werden und einfache Hooks sind ebenfalls möglich.

Highperformance in dieser Schuhkategorie bedeutet, dass der Schuh eng am Fuß sitzt und die Zehen eventuell schon aufgestellt in der Zehenbox stecken. Kleinere Tritte in Plaisirrouten oder Hooks, ohne dass der Schuh sofort vom Fuß rutscht, stellen kein Problem dar.

  • Ambitioniert:

Ambitionierte Kletterer aufgepasst: Der Scarpa Instinct VS ist die ideale Waffe für schwere senkrechte sowie überhängende Routen und Boulder.

Der Komfortbereich in dieser Kategorie erlaubt es, einen solchen Schuh auch zum Plaisirklettern zu verwenden. Man hält es ohne Probleme länger im Schuh aus, allerdings darf man nicht erwarten, die volle Performance des Schuhs abzurufen. Je nach Modell können die Zehen schon leicht aufgestellt in der Zehenbox stecken.

Im Performancebereich stecken die Zehen meist aufgestellt in der Zehenbox. Es ist kein Problem, präzise anzutreten oder Hooks zu platzieren, ohne dass die Ferse aus dem Schuh rutscht. Je nach Fußanpassung kann man den Schuh auch mal länger während der Bouldersession anbehalten oder lange Routen bezwingen.

Im Highperformancebereich wird der Fuß recht eng in den Schuh gequetscht. Die Zehen sind aufgestellt in der Zehenbox und der bei einigen Modellen vorhandene Downturn entfaltet seine volle Wirkung. Sichere Hooks und kleine Tritte sind kein Problem. Reibungstritte werden je nach Schuhmodell eventuell schwierig.

Ein angepasster Fuß und etwas Schmerzresistenz schaden nicht, in jedem Fall zieht man den Schuh aber spätestens nach einem Versuch im Boulder oder der Route wieder aus.

  • Schuhe der Kategorie Freak (Extreme):

Ein revolutionärer Kletterschuh, speziell entwickelt für die extremen Anforderungen beim Bouldern, ist der La Sportiva Solution.

Bei diesen Modellen von Komfort zu sprechen, trifft nur für angepasste Füße zu. Die Schuhe haben meist eine extreme Vorspannung und von Haus aus aufgestellte Zehen. Im Komfortbereich hält man es zwar länger in diesem Schuh aus, allerdings gehen die Raffinessen dieser Modelle etwas verloren. Optimale Kraftübertragung kann man nicht erwarten. Außerdem wird aus solch einem Modell auch kein Reibungskletterschuh oder gemütlicher Anfängerschuh. Man muss zudem damit rechnen, dass auch ein Hook mal rutschen kann.

Im Performancebereich können Schuhe dieser Kategorie ihre vollen Raffinessen ausspielen. Der Schuh sitzt eng am Fuß, die Zehen sind aufgestellt und Hooks können sicher gesetzt werden. Optimale Kraftübertragung auf die Schuhspitze für kleine Tritte oder steiles Gelände sind damit möglich. Ideal also für schwere Boulder oder Sportkletterrouten, bei denen man den Schuh sofort nach dem Versuch wieder auszieht.

Highperformance bei extremen Schuhen verlangen eine außerordentliche Fußanpassung bzw. Schmerzresistenz. Allerdings kann man wohl kaum mehr Leistung aus einem Schuh herausholen. Gerade am Anfang, wenn der Schuh noch nicht eingetragen ist, ist das Tragegefühl möglicherweise etwas unangenehm. Dafür kann man kleinste Tritte treten und komplizierteste Hooks an die Wand bringen. Fazit: Für Versuche in schweren Projekten, die richtige Wahl, sofern man die Schuhe regelmäßig auszieht.

  • Reibungskletterei

Schuhe, die für diese Spielart des Kletterns geeignet sind, haben meist wenig Vorspannung. Sofern der Schuh nicht zu eng gewählt wird, können die Zehen gut ausweichen und eine größere Fläche des Schuhs kann auf den Reibungstritt gedrückt werden. Es empfiehlt sich also für den Einsatz auf Reibungsplatten eine Größe im Komfort- oder maximal Performancebereich zu wählen.

  • Kleine Tritte und steiles Gelände

Optimale Kraftübertragung auf kleine Tritte erreicht man eher mit engeren Schuhen. Je nach Schuhtyp wählt man hier lieber die Performance- oder Highperformancegröße.

  • Hooks

Damit der Fuß bei Hooks sicher im Schuh bleibt und nicht herausrutscht, sollte der Schuh eng genug gewählt werden. Je nach Anforderung wählt man hier die Größe mindestens im Performance- oder Highperformancebereich.

Ob´s am Schuh liegt? Dieser Hook hält bombenfest!

Vor der Größenwahl sollte man allerdings schon einiges beachten:

  • Das Schuhmodell aus der richtigen Kategorie:

Finde zuerst das passende Schuhmodell für dich, deine Anforderungen und dein Können. Als Freak nützt dir auch ein knallenger Einsteigerschuh wenig. Als Einsteiger den Schuh für Freaks zwei Nummern zu groß zu nehmen, hilft auch nichts. Die Beratung zum passenden Modell findest du hier:
https://www.verticalextreme.de/kletterausruestung/kletterschuhe/#kaufberatung

  • Dehnung abhängig von Material und Schnitt:

Abhängig von Material und Schnitt können sich Kletterschuhe nach mehrmaligem Gebrauch noch dehnen. Im schlimmsten Fall wird der Highperformance-Schuh zum Hausschuh oder die erwartete Dehnung bleibt aus und man leidet unter Fußschmerzen. Schuhe aus Leder dehnen sich in der Regel stärker als Schuhe aus Kunstleder oder Microfaser. Ist ein Schuh stark quervernäht oder mit Gummi für Hooks und Toehooks ummantelt, wird die Dehnung auch etwas reduziert. Detailinfos dazu finden sich in unseren Testberichten.

  • Fußform:

Jeder Fuß ist individuell und passt besser oder schlechter in einen bestimmten Schuh. Was der eine als den perfekt sitzenden Schuh bezeichnet, kann für den anderen ein Alptraum sein. Am Ende muss man den Schuh anprobieren. Passt er im Performancebereich schon sehr gut, kann man sich auch an die Highperformancegröße wagen. Schmerzt der Schuh schon in der Komfortgröße, greift man besser zu einem anderen Modell.

Der wichtigste Einfluss auf die Passform ist die Fußbreite. Hat man einen breiten Fuß, wird man nie bequem mit einem schmalen Schuh klettern können. Ist der Schuh breit bei einem schmalen Fuß, besteht die Gefahr, dass sich der Schuh um den Fuß dreht, sobald man seitlich antritt. Während Five Ten und La Sportiva meist eher schmal ausfallen, bietet Boreal eher einen breiten Leisten. Alles andere liegt irgendwo dazwischen und ist von Modell zu Modell unterschiedlich.

Die Zehenform kann ebenfalls ausschlaggebend dafür sein, ob ein Schuh passt. Dabei unterscheidet man zwischen der ägyptischen, römischen und griechischen Zehenform. Bei der ägyptischen Zehenform steht der große Zeh am weitesten nach vorne, der Reihe nach gefolgt von den anderen Zehen. Ein asymmetrischer Leisten passt hier meist am besten. Bei der römischen Zehenform ragen großer Zeh und die zweite Zehe gleich lang nach vorne. Auch damit wählt man am besten einen asymmetrischen Leisten. Mit der griechischen Zehenform, bei der die zweite Zehe am weitesten nach vorne ragt, greift man am besten zu einem symmetrischen Leisten. Bei langjährigem Tragen von Kletterschuhen, passt sich der Fuß am Ende sowieso an die Schuhform an.

Jeder Fuß ist individuell. Kletterschuhe also am besten immer anprobieren!

Wer einen hervorstehenden Ballenknochen hat (sog. Hallux Vagus) fährt mit einem extremeren Schuh besser. Schuhe mit hoher Vorspannung wirken dem Hallux Vagus etwas entgegen und unterstützen den Fuß.

  • Tageszeit und Jahreszeit:

Abends und bei höheren Temperaturen sind die Füße geschwollener als morgens oder im kalten Winter. Dies sollte man beim Anprobieren bedenken.

  • Probieren geht über studieren:

Ein Patentrezept für die Kletterschuh- und Größenwahl gibt es leider nicht. Man kann zwar eine Vorauswahl treffen, am Ende muss man den Schuh aber anprobieren.

  • Mit oder ohne Socken?

Ein Richtig oder Falsch gibt es auch hier nicht. Manche bevorzugen es, Kletterschuhe mit Socken zu tragen, um den Schweißgeruch zu vermindern. Andere nutzen Nylonsöckchen, um leichter einschlüpfen zu können. Das bessere (Tritt-)Gefühl erhält man – wie schon vermutet – ohne, da eine Schicht weniger zwischen Fuß und Tritt steckt. Wer mietet oder leiht, zieht vielleicht doch besser was drüber ;-).

Ist der perfekte Schuh endlich gefunden, zählt nur noch eins: Ab damit an den Fels oder in die Halle! (Foto: ocun.com)

 

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Test Kletterschuhe – Scarpa Instinct VSR versus Instinct VS? https://verticalextremeblog.de/test-kletterschuhe-scarpa-instinct-vsr-versus-instinct-vs/ <![CDATA[Martin Wagner]]> Wed, 17 Jan 2018 14:47:41 +0000 <![CDATA[Beliebteste Beiträge]]> <![CDATA[Test Kletterschuhe]]> <![CDATA[contra]]> <![CDATA[instinct vsr]]> <![CDATA[kletterschuhe]]> <![CDATA[kletterschuhe test]]> <![CDATA[scarpa]]> <![CDATA[scarpa kletterschuhe test]]> <![CDATA[test]]> <![CDATA[test scarpa instinct vsr]]> <![CDATA[testbericht]]> <![CDATA[testbericht instinct vsr]]> <![CDATA[vergleich instinct vs]]> https://verticalextremeblog.de/?p=52 <![CDATA[

Hersteller / Modell: Scarpa Instinct VSR Art: Kletterschuhe mit dem perfekten Hook für alle Anforderungen des Boulderns und Sportkletterns! Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern,…

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Hersteller / Modell: Scarpa Instinct VSR

Art: Kletterschuhe mit dem perfekten Hook für alle Anforderungen des Boulderns und Sportkletterns!

Einsatzbereich: Sportklettern, Bouldern, Indoor

Highlights:

  • speziell für schwere Routen entwickelt
  • maximale Performance auf Minileisten und Reibung
  • maximale Performance bei Heelhooks und Toehooks
  • merkliche Vorspannung und asymmetrischer Schnitt
  • lange Haltbarkeit

Scarpa Instinct VSR Kletterschuhe kaufen im VerticalExtreme.de Kletterausrüstung Shop.

 

Instinct VS oder VSR? Gleiche Kletterschuhe – andere Farbe?

Mit den Varianten VS und VSR bietet Scarpa ein Feintuning der Highperformance Kletterschuhe Scarpa Instinct.

Der Scarpa Instinct VS und VSR unterscheiden sich neben der Farbe eigentlich nur in einem kleinen aber wichtigen Detail. Der blaue VSR hat den gleichen Schnitt wie der orange VS, allerdings wurde hier ein weicherer Gummi für die Sohle verwendet. Aber was bedeutet dies nun in der Folge? Dieses Feintuning des Schuhs hat den Hintergrund das Optimum für den Kletterer herauszuholen. Um leichteren Kletterern genauso gute Reibungswerte zu liefern, wie es schwere Kletterer mit dem VS haben, wurde der Gummi beim VSR entsprechend angepasst. Gleiche Reibung bei geringerem Körpergewicht, trotzdem die gleiche Performance wie bei der härteren VS Variante. Natürlich kann man auch unabhängig vom Körpergewicht die Vorteile eines weicheren oder härteren Gummis nutzen und wählt entsprechend den Instinct VSR oder VS.

Mit meinen 75kg Kampfgewicht liege ich genau an der Grenze für die optimale Nutzung des VS und VSR. Daher ideal für mich einen Vergleich zwischen diesen beiden Modellen zu ziehen. Wo bringt der weichere Gummi seine Vorteile? Wo wäre der härtere Gummi besser? Sind die Unterschiede tatsächlich deutlich fühlbar? Wirkt sich der weicher Gummi auf die Lebensdauer aus? Und welches Modell ist das Bessere für mich?

Im ständigen Wechsel oder mit beiden Varianten am jeweils anderen Fuß habe ich intensiv getestet und verglichen.

Einen vollständigen Test des Scarpa Instinct VS findet ihr hier.

Scarpa Instinct VSR in Aktion

Performance

Im Detail betrachtet kann der Instinct VSR Kletterschuh wie folgt für die einzelnen Anforderungen bewertet werden.

Performance auf Minileisten Instinct VS 4.5_Sterne_small

Beim VS und VSR reden wir nicht von Unterschieden zwischen einem Brett und einer Neoprensocke. Allerdings lassen sich die Unterschiede auf kleinen Tritten am besten feststellen. Während der VS mit optimaler Kantenstabilität den Fuß bei kleinsten Tritten unterstützt, zeigt der VSR etwas mehr Flexibilität um die Tritte zu fühlen und sich auf kleine Unebenheiten zu drücken. Dabei bleibt jeweils Unterstützung und Kraftübertragung sowie Trittgefühl erhalten.
In steilem Gelände fällt es mit dem VSR leichter sich regelrecht mit den Füßen an die Tritte heran zu ziehen. Jede Unebenheit kann man spüren und die Tritte fühlen. In senkrechtem oder leicht überhängendem Gelände steht man mit der härteren VS Variante etwas stabiler auf kleinen Tritten und benötigt weniger Kraft.

Performance auf Reibung 4_SterneInstinct VS 3.5_Sterne_small
Um die gleiche Reibung auf abschüssigen Tritten aufzubauen steht der leichte Kletterer mit dem VSR sicherer. Der weichere Gummi legt sich mit mehr Grip auf die Tritte, wodurch weniger Kraftaufwand und Körpergewicht gebraucht wird. Schwerere Kletterer finden auch mit dem VS genug Reibung um sicher auf Reibungstritten zu stehen. In beiden Fällen wird der Kletterschuh aber nicht zum puren Reibungskletterschuh da die Vorspannung des Instincts zu stark ist.

Perfomance in Löchern 3.5_Sterne_smallInstinct VS 
Unabhängig vom Körpergewicht ist der VSR bei runden Löchern im Vorteil. Der weichere Gummi lässt sich etwas besser in die Löcher stopfen und formt diese bei Belastung etwas besser aus, sodass man sich besser festkrallen kann. Bei kleinen Löchern, die wegen der breiten Zehenbox nur an der Kante angetreten werden können ist wiederrum der härtere VS im Vorteil, wo sich die etwas steifere Kante beweist.

Performance bei Hooks Instinct VS 
Hier sieht man den geringsten Einfluss des unterschiedlichen Sohlengummis. Formstabilität und identischer Gummi an den Hooks machen beide Varianten zu den präzisen Hookkünstlern. Der Instinct VS und Instinct VSR bieten gleichermaßen die Möglichkeit präzise und kraftvolle Hooks zu legen.

Perfomance in Rissen 3.5_Sterne_smallInstinct VS 3_Sterne
Der Instinct eignet sich in beiden Varianten nur bedingt als Kletterschuhe zum Rissklettern. Die weichere VSR Variante lässt sich zwar leichter in den Rissformen, allerdings muss man auch etwas mehr Schmerzresistenz haben, da der Gummi weniger unterstützt.

Scarpa Instinct VS versus VSR

Passform / Komfort 4.5_Sterne_smallInstinct VS 

Der VSR kann bei der Passform noch eine Schippe drauflegen. Aufgrund der weicheren Gummimischung sitzen die Kletterschuhe am Fuss wie eine zweite Haut. Wie der Instinct VS kommt der VSR eigentlich als Slipper daher, der sich aber mit dem Velcroverschluss eng an den Fuß fixieren lässt. Das Verlourleder passt sich nach der üblichen Einkletterphase ideal an den Fuß an. Der Kletterschuh ist im Zehen- und Ballenbereich so geschnitten, dass selbst ein breiterer Vorderfuß nicht gequetscht ist. Auch wenn die Zehen aufgestellt im Schuh stecken, bietet die Vorspannung genug Unterstützung, dass die Zehen nicht nach oben gebogen werden und die punktuelle Belastung von der Spitze auf den ganzen Fußübertragen wird. Die asymmetrische Leistenform in Kombination mit dem starken Downturn verwandelt den Schuh in eine präzise Waffe. Trotzdem eignet sich der Kletterschuh um auch in längeren Sportkletterrouten und fängt nicht sofort an zu schmerzen. Auch beim Bouldern in der Halle muss man ihn nicht sofort nach jedem Boulder ausziehen. Zum Sichern oder die Pausen zwischen den Bouldersessions  zieht man den Schuh aber dann doch lieber wieder aus. Für lange Alpinrouten behält man den Kletterschuh auch besser nicht durchgehend an.

Haltbarkeit Instinct VS 4.5_Sterne_small
Beide Instinct Varianten zeichnen sich durch sehr gute Langzeitstabilität aus. Der weichere VSR verliert im Vergleich höchstens minimal früher einen Teil seiner Form- und Kantenstabilität. Bei gleichem Körpergewicht ist der weichere Gummi des VSR etwas schneller durchgeklettert als bei der härteren VS Variante. Allerdings muss man mit geringerem Körpergewicht mit dem VSR keinen schnelleren Verschleiß erwarten als mit höherem Körpergewicht und dem VS.

Instinct VS und VSR im direkten Vergleich

Fazit und Einsatzbereich:

Am Ende ist es Geschmackssache ob man einen weicheren oder härteren Gummi bevorzugt. Bewegt man sich mit einem Körpergewicht von über 75kg bildet die härtere Instinct VS Variante die bessere Alternative, da das höhere Körpergewicht durch die steife Sohle besser unterstützt wird. Für leichtere Kletterer unter 75kg zeigt sich die weicher Instinct VSR Variante als sinnvoller, da die Reibung mit dem flexibleren Gummi besser genutzt werden kann. Jedoch kann man auch jeweils die härtere oder weichere Variante gut nutzen wenn man seine speziellen Anforderungen nochmals dem Feintuning unterziehen will. Bei gleichem Körpergewicht fällt das Fazit im Vergleich zwischen VS und VSR so aus

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